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Marktbericht Kartoffeln
am 21.07.2021

Die Lage am Kartoffelmarkt wird weiterhin von der Flutkatastrophe im Westen und Süden des Landes beeinflusst. Auf den überschwemmten Feldern in der Pfalz ist ein Roden derzeit kaum möglich und die Sorge um Qualitätseinbußen steigt. Zudem pochen die LEH-Ketten auf die Erfüllung ihrer Kontrakte. Das wiederum steigert die Nachfrage nach niedersächsischen Frühkartoffeln für den überregionalen Versand und sorgt für eine gewisse Stabilisierung der Marktlage. Der saisonal bedingte Preisrückgang wird dadurch zwar etwas abgebremst, doch zu verhindern war er zuletzt nicht. Die unteren Spannen für lose Ware wurden um 4 EUR/dt gesenkt. In Niedersachsen kommen die Rodearbeiten zügig voran und die Mengen steigen stetig an. Marktbeteiligte berichten von zumeist sehr guten Qualitäten. Die Nachfrage kann jedoch mit uneinheitlich beschrieben werden. Während Rohware zügig abgesetzt werden kann, herrscht im Schälbereich noch eine gewisse Zurückhaltung. Lediglich in den Urlaubsregionen ist eine Belebung zu spüren, doch auch hier wird das Vor-Corona-Niveau noch lange nicht erreicht werden können. Die Preise für Veredlungsware konnten sich zuletzt weiter stabilisieren. Unterstützend wirkten hierbei die steigenden Notierungen in den Nachbarländern sowie die Sorge vor geringen Ertragszuwächsen der frühen Sorten.