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Marktbericht Schlachtschweine
am 09.10.2020

Deutschland:
Die Situation am deutschen Schlachtschweinemarkt hat sich im Verlauf der zurückliegenden Berichtswoche keineswegs entspannt. Das seitens der Mäster bereitgestellte Angebot wird weiterhin durch Angebotsüberhänge aus den vergangenen Wochen gekennzeichnet. Die begrenzten Kapazitäten im Bereich der Schlachtung und Zerlegung haben in den vergangenen Wochen nur eine begrenzte Verarbeitung in den Schlachtbetrieben verursacht. So wurden in der 39. Kalenderwoche in Deutschland rund 120.000 Schweine weniger geschlachtet als in der Vergleichswoche des Vorjahres. Auch in der 40. Kalenderwoche lagen die noch möglichen Schlachtungen mit nur noch 790.000 Schweinen sehr deutlich unterhalb der entsprechenden Vorjahreswoche. Die vorübergehende Schließung des Schlachthofes in Sögel und weiter zurückgefahrene Schlachtungen in Emstek verschärften zuletzt die Situation und erhöhen den weiteren Aufbau von Angebotsüberhängen auf der Lebendseite. In preislicher Hinsicht ergab sich hinsichtlich der niedrigen Erzeugerpreise keine Veränderung. Für die Schlachtwoche vom 08. bis zum 14.10.2020 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Mitgliedern einen unveränderten Schlachtschweinepreis in Höhe von 1,27 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.
EU-Ausland:
Im europäischen Ausland berichtete man zuletzt vielfach von sich wieder stabilisierenden Schlachtschweinepreisen. Angebot und Nachfrage entwickelten sich vornehmlich ausgeglichen. Entsprechend wurden aus Frankreich, Dänemark, Spanien und aus Österreich unveränderte Auszahlungspreise genannt. Aus den Niederlanden und auch aus Polen vermeldeten die Marktteilnehmer einen Preisrückgang von zwei Cent. Positiv hingegen entwickelt sich die Schlachtschweinepreise erneut in Italien. Hier stiegen die Preise um weitere drei Cent an.
Fleischgroßmarkt:
Im Gegensatz zum Handel mit lebenden Schlachtschweinen wurde das Geschäft mit Schweinefleisch im Bereich der Großmärkte zumeist als zügig verlaufend beschrieben. In der zurückliegenden 40. Kalenderwoche fiel das dort zur Verfügung stehende Angebot an Schweinehälften und den verschiedenen Teilstücken keineswegs drängend aus. Teilweise reicht das Angebot mitunter nur knapp zur Deckung des bestehenden Bedarfes aus. Im Mittelpunkt der Nachfrage standen dabei in der Berichtswoche insbesondere Produkte zur Kasslerproduktion. Auch Braten und deftigere Teilstücke gerieten in den Vordergrund der Nachfrageinteressen. In preislicher Hinsicht änderte sich dabei auf Ebene der Fleischgroßmärkte zuletzt wenig. Insgesamt herrschen stabile Preise vor.