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Marktbericht Schlachtschweine
am 20.05.2020

Deutschland:
Die Situation am deutschen Schlachtschweinemarkt wurde in der 20. KW durch große Verunsicherung gekennzeichnet. Den eingeschränkten Schlachtungen, bedingt durch die zurzeit nur geringe Nachfrage, sowie durch die zeitweise erfolgten Schlachthofschließungen im Rahmen der Corona-Pandemie, stand ein tendenziell eher zunehmendes Angebot gegenüber. Vor dem Hintergrund zurückgehender Preise und der vorherrschenden Verunsicherung im Rahmen des Corona-Geschehens zeigten viele Mäster eine erhöhte Abgabebereitschaft. Auch in der weiteren Entwicklung wird zunächst von gut ausreichenden Angebotsmengen ausgegangen. Nach den vorangegangenen deutlichen Preisreduzierungen wird dennoch von einer Stabilisierung des Marktgeschehens ausgegangen. Für die Schlachtwoche vom 15. bis zum 20.05.2020 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Mitgliedern einen Schlachtschweinepreis in Höhe von 1,60 Euro/kg SG. Das war ebenso viel wie eine Woche zuvor.
EU-Ausland:
Trotz eines in den meisten europäischen Nachbarländern nicht zu groß ausfallenden Aufkommens an Schlachtschweinen gestaltet sich der Handel mit Schweinen und Schweinefleisch insgesamt schwierig. Nachgebende Notierungen waren vielfach die Folge. Im Einzelnen nannte man aus Frankreich ein Minus von vier Cent. Fünf Cent weniger waren in Italien. In den Niederlanden mussten die Mäster mit einem Preisrückgang von sechs Cent rechnen. Sieben Cent weniger wurden aus Spanien gemeldet. In Dänemark reduzierte man die Auszahlungspreise für Schweine um 8 Cent und in Österreich musste man, wie auch hierzulande mit -10 Cent rechnen. Im Vergleich am deutlichsten, nämlich mit -13 Cent fielen die Kurssenkungen in Polen aus.
Fleischgroßmarkt:
Auf Ebene der Fleischgroßmärkte entwickelte sich das Absatzgeschäft mit Schweinefleisch im Verlauf der zurückliegenden Berichtswoche weiterhin noch relativ ruhig. Auch die teilweise Öffnung von Restaurants änderte daran bislang wenig. Die gehandelten Mengen bewegten sich dabei auf relativ niedrigen Niveau. Demgegenüber stand ein umfangreicheres Angebot. Preisdruck für viele Teilstücke war die Folge. Ausnahme bildeten Nacken und Karbonaden, die zu unveränderten Konditionen gehandelt wurden.