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Marktbericht Schlachtschweine
am 23.07.2021

Deutschland:
Die Teilnehmer am deutschen Schlachtschweinemarkt wurden im Verlauf der zurückliegenden 29. Kalenderwoche durch die ASP-Fälle in Hauschweinebeständen in Brandenburg stärker verunsichert. Die Order der Schlachtunternehmen, welche ohnehin schon in den Vorwochen als eher impulslos bezeichnet werden konnte, fiel vielfach weiter beruhigt aus. Das gegenüberstehende Angebot schlachtreifer Schweine blieb allerdings übersichtlich und auch die zuletzt festgestellten Schlachtgewichte wiesen vielfach ein nur verhältnismäßig geringes Niveau auf. Trotz bestehender Verunsicherung blieb es entsprechend bei unveränderten Schweinepreisen. Für die Schlachtwoche vom 22. bis zum 28.07.2021 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Mitgliedern einen Schlachtschweinepreis in Höhe von 1,42 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Das war ebenso viel wie eine Woche zuvor.
EU-Ausland:
Im benachbarten EU-Ausland berichteten die Handelsbeteiligten in den einzelnen Ländern zumeist von einem weiterhin relativ kleinen Schlachtschweineangebot. Trotz der nur kleinen zur Verfügung stehenden Mengen kann die vorherrschende Nachfrage aber problemlos gedeckt werden. Wie auch hierzulande verblieben die Auszahlungspreise für Schweine in den Niederlanden, Dänemark, Österreich und Polen zuletzt auf unveränderter Basis. In Spanien litt das Handelsgeschäft unter dem an Schwung verlorenen Geschäft in Richtung China. Die Schweinepreise gaben hier deutlicher, und zwar um sechs Cent, nach. Auch in Italien wurde seitens der Schlachtunternehmen Preisdruck ausgeübt. Die Folge waren um weitere zwei Cent ermäßigte Erzeugerpreise.
Fleischgroßmarkt:
Auf den Fleischgroßmärkten berichteten die Handelsbeteiligten in der zurückliegenden Berichtswoche von weiterhin recht ruhig verlaufenden Absatzgeschäften mit Schweinefleisch, auch wenn von gewissen Nachfrageimpulsen und einer gegenüber der Vorwoche geringfügig verbesserten Nachfrage berichtet wurde. Vielfach bestellten die Marktteilnehmer vorsichtig und verhalten, um Angebotsüberhänge zu vermeiden. Eine verstärkte Nachfrage nach bestimmten Artikeln war nicht festzustellen. Das gesamte Sortiment ließ sich somit absetzen, allerdings in den nur kleinen georderten Mengen. Die Teilstückpreise lagen dabei zumeist an der Vorwochenbasis.