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Marktbericht Milch
am 09.09.2020

Infolge der zuvor hohen Temperaturen war die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien in der 34. Kalenderwoche weiter rückläufig. Im Vorwochenvergleich wurden 0,9 % weniger Milch abgeliefert und die Vorjahreslinie wurde um 2,4 % unterschritten, so die ZMB. Am Markt für flüssigen Rohstoff tendierten die Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat stabil bis fest. Die Nachfrage nach Industrierahm war zuletzt rege und nach Magermilchkonzentrat stetig. Durch die kühleren Temperaturen der vergangenen Tage hat sich die Nachfrage nach Frischmilchprodukten etwas beruhigt.
Butter:
Die Nachfrage nach abgepackter Butter verlief zuletzt auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Mit der näher rückenden privaten Backzeit erwarten Marktbeteiligte eine Belebung der Nachfrage auf Ladenstufe. An der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten tendierte der Kurs in einer Spanne von 3,60-3,80 EUR/kg zuletzt fester. Die abwartende Haltung der Marktteilnehmer am Markt für Blockbutter hielt auch in der Berichtswoche weiter an. Durch die attraktiven Verwertungsmöglichkeiten der Rohmilch über Sahne war das Angebot an frischer Ware zuletzt begrenzt. Die Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern lagen zuletzt weit auseinander. An der Börse in Kempten entwickelte sich der Kurs in einer Spanne von 3,45-3,50 EUR/kg leicht fester.
Käse:
Der Markt für Käse tendierte in der Berichtswoche ausgesprochen stabil. Sowohl auf Ladenstufe als auch seitens der Großverbraucher herrschte eine stetige Nachfrage vor. Demgegenüber stand ein begrenztes Angebot. Die Bestände in den Reifelagern waren zuletzt ausgesprochen jung, da in den Vorwochen die Produktion durch die hitzebedingt begrenzte Rohstoffverfügbarkeit gedrosselt war. Marktbeteiligte berichteten von einem stetigen Exportgeschäft. Sowohl an der Börse in Kempten als auch bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover waren stabile Preisentwicklungen zu beobachten.
Milchpulver:
An den Pulvermärkten waren die Tendenzen zuletzt fest. Mit dem Ende der Ferienzeit nahmen die Aktivitäten am Markt für Magermilchpulver wieder zu. Bestehende Kontakte wurden stetig abgerufen. Im Exportgeschäft blieben die Absatzmöglichkeiten jedoch weiterhin aufgrund des ungünstigen Euro-Dollar- Wechselkurses begrenzt. An der Börse in Kempten stiegen sowohl die Kurse für Magermilchpulver in Lebensmittel- als auch Futtermittelqualität an. Infolge gestiegener Rohstoffpreise zogen auch die Preisforderungen für Vollmilchpulver an. Die Nachfrage am EU-Binnenmarkt verlief auf einem stetigen Niveau. Leicht festere Tendenzen herrschten auch am Markt für Süßmolkenpulver vor.
Markt und Börse:
Die Spotmarktpreise tendierten zuletzt uneinheitlich. In Italien stieg der Kurs zuletzt auf 35,30 EUR/100 kg an. Schwächere Entwicklungen waren hingegen nach den Preisbefestigungen der Vorwoche in den Niederlanden und Deutschland zu beobachten. Bei der jüngsten Auktion an der Global Dairy Trade sank der Preisindex um 1,0 %. Das war der vierte Preisrückgang in Folge. Butter, Vollmilchpulver und Cheddar wurden schwächer bewertet, Mager- und Buttermilchpulver hingegen fester.