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Marktbericht Milch
am 20.11.2019

Die Milchanlieferungen in Deutschland entwickelten sich im Verlauf der 44. Kalenderwoche saisongemäß weiter rückläufig. In der Berichtswoche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB rund 0,6 % weniger als in der Vorwoche. Im Vergleich zur Vorjahreswoche waren dies 0,4 % mehr. In Frankreich setzte der saisonale Anstieg der Milchanlieferungen ein. Die Molkereien erfassten zuletzt 2,6 % mehr Milch als zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff herrschten feste Tendenzen für Industrierahm und Magermilchkonzentrat aufgrund eines knappen Angebotes vor. Im Bereich der Frischmilchprodukte war eine rege Nachfrage zu beobachten. Im Zuge des Weihnachtsfestes wird in den nächsten Wochen insbesondere der Bedarf an Sahne und Sauerrahmartikeln weiter anziehen.
Butter:
Erwartungsgemäß hat sich der Absatz von abgepackter Butter Anfang November deutlich belebt. Für die kommenden Wochen ist weiterhin mit einer lebhaften Nachfrage zu rechnen. Zuletzt blieben die Preise für geformte Butter auf dem Niveau der Vorwoche unverändert. Am Markt für Blockbutter wurden vornehmlich bestehende Kontrakte abgewickelt. Ansonsten war eine eher abwartende Haltung zu beobachten, da die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern zu weit auseinanderlagen. Das Angebot wurde als ausreichend beschrieben. Die Notierung in Kempten tendierte unverändert.
Käse:
Am Markt für Schnittkäse war das zur Verfügung stehende Angebot knapp ausreichend. Die Nachfrage im Inland entwickelte sich rege. Sowohl seitens des Lebensmitteleinzelhandels als auch der Industrie und Großverbraucher wurden umfangreichere Mengen geordert. Daneben gingen noch zusätzliche Anfragen ein welche nicht immer in vollem Umfang erfüllt werden konnten. Auch das Exportgeschäft innerhalb der EU verlief zügig. Für zusätzliche Liefermengen steht vielfach keine Ware mehr zur Verfügung. Die Bestände in den Reifelagern bewegten sich auf niedrigem Niveau und wiesen eine junge Altersstruktur auf. Die Preise für Schnittkäse entwickelten sich nach den jüngsten Verhandlungen erneut fester.
Milchpulver:
Am Markt für Magermilchpulver blieb es bei einer festen Preistendenz. Die Anfragen für das erste Quartal 2020 sowie nachfolgende Liefertermine haben zugenommen. Insgesamt war sowohl am Binnenmarkt als auch auf dem Weltmarkt eine ansteigende Nachfrage vorherrschend. Seitens der Käufer akzeptierte man dabei auch steigende Preisforderungen. Für das laufende Quartal war kaum mehr freie Ware verfügbar. Gehandelt wurden die zuvor abgeschlossenen Kontrakte. Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität entwickelten sich entsprechend der Angebots-und Nachfragesituation fester. Gleiches galt auch für Futtermittelware. Die Lage am Markt für Vollmilchpulver wurde als stabil beschrieben. Die Preise bewegen sich auf dem Vorwochenniveau bis leicht darüber. Molkenpulver wurde mit stabilen bis festen Preisen gehandelt. Für kurzfristige Lieferungen verlangt man etwas mehr Geld.
Markt und Börse:
Die Notierungen an den Spotmärkten tendierten weiterhin auf einem hohen Niveau. In Italien sank die Notierung leicht auf 44,0 EUR/100 kg (3,6 % Fett). Um 1,50 EUR stieg der Kurs in den Niederlanden auf 37,50 EUR/100 kg (4,4 % Fett) an. Die Spotmarktpreise in Deutschland tendierten zwischen 36,71 EUR (Nord) und 40,06 EUR (Süd) pro 100 kg.