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Marktbericht Milch
am 07.07.2021

In der 24. KW wurde 0,3 % weniger Milch als in der Vorwoche an die deutschen Molkereien abgeliefert. Die Vorjahreslinie wurde damit zuletzt um 0,5 % unterschritten, so die Zentrale Milchmarktberichterstattung (ZMB). Auch in Frankreich, dem zweitgrößten Milchproduzenten der EU, ist die Milchanlieferung derzeit saisonal rückläufig. Am Markt für flüssigen Rohstoff haben sich die Preise sowohl für Industrierahm als auch für Magermilchkonzentrat in der zurückliegenden Berichtswoche nachfragebedingt fest entwickelt.
Butter:
Stabile Preisentwicklungen waren am Markt für abgepackte Butter vorherrschend. Die Nachfrage auf Ladenstufe bewegte sich auf einem stetigen Niveau. Während der Ferienzeit wird mit keiner nennenswerten Änderung der Marktlage in diesem Sektor gerechnet. Das Geschäft mit Blockbutter verlief sowohl am Binnenmarkt als auch im Export ruhig. Marktteilnehmer verhielten sich, vor dem Hintergrund einer möglichen vierten Coronawelle, zurückhaltend. An der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten gab die Notierung auf einer Spanne von 3,85-3,95 EUR/kg nach.
Käse:
Die Nachfrage nach Käse verlief auf Ladenstufe zuletzt zufriedenstellend und im Bereich der Gastronomie leicht belebt. Trotz gestiegener Logistikkosten verlief das Exportgeschäft mit den südeuropäischen Ländern kontinuierlich. Die Notierungen in diesem ausgeglichenen Markt tendierten in Kempten und bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover stabil.
Milchpulver:
Die ruhige Marktlage beim Magermilchpulver hielt auch in der zurückliegenden Berichtswoche an. Neue Geschäftsabschlüsse kamen kaum zustande, da der kurzfristige Bedarf der Käufer vorerst gedeckt zu sein scheint. Bestehende Kontrakte wurden zuletzt stetig abgerufen. Die Exportsituation hat sich in der EU durch die Wechselkursveränderungen verbessert. Die Nachfrage blieb jedoch auch hier beruhigt. An der Börse in Kempten gaben die Notierungen für Lebensmittel- und Futtermittelqualitäten im Mittel leicht nach. Die ruhigen Tendenzen hielten auch am Markt für Vollmilchpulver an. In preislicher Hinsicht gab es hier keine Änderungen. Süßmolkenpulver wurde in Kempten insgesamt schwächer bewertet, da auch hier ein ruhiger Marktverlauf vorherrscht.
Markt und Börse:
Durch das rückläufige Rohstoffangebot entwickelten sich die Spotmarktpreise in der EU fest. In Italien stieg die Notierung für freie Milch um 1,5 Cent auf 39,0 Cent/kg an. Aus den Niederlanden wurde ein Spotmilchpreis in Höhe von 39,0 Cent/kg (4,4 % Fett) gemeldet. Laut Trigona Diary Trade stiegen die Preise in Deutschland für die zwischen den Molkereien gehandelte Milch um jeweils einen Cent auf 36,5 Cent/kg im Norden und 38,0 Cent/kg (3,7 % Fett) im Süden an. Ebenfalls fest tendierte der Kieler Rohstoffwert Milch im Monat Juni. Dieser stieg um 0,5 Cent auf 37,5 Cent pro Kilogramm Milch (4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß) an. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Butterpreisen.