Die hier gezeigten Preise sind, mit Ausnahme der Amtlichen Notierungen und den Kursen für Rohöl und Dollar, historisch. Aktuelle Marktinformationen sind über unsere Serviceangebote per App, E-Mail, Anrufbeantworter und SMS erhältlich.

Marktbericht Milch
am 24.06.2020

Die Milchanlieferung in Deutschland war in der 23. Kalenderwoche geringfügig rückläufig. Laut Schnellberichterstattung der ZMB wurden im Vorwochenvergleich 0,1 % weniger Milch angeliefert. Die Vorjahreslinie wurde zuletzt um 1,2 % überschritten. Am Markt für flüssigen Rohstoff gaben die Preise sowohl für Magermilchkonzentrat als auch für Industrierahm leicht nach. Zu Wochenbeginn tendierten die Preise jedoch wieder fester. Frischmilchprodukte wurden zuletzt normal nachgefragt.
Butter:
Butter im 250 g Päckchen wurde in der Berichtswoche stetig nachgefragt und die Notierungen an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten entwickelten sich stabil. Aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern herrschte am Markt für Blockbutter weiterhin eine abwartende Haltung seitens der Käufer vor. Die Preisforderungen orientierten sich zuletzt weiterhin an den hohen Sahnepreisen. An der Börse in Kempten tendierte die Notierung leicht fester auf eine Spanne von 3,15-3,30 EUR/kg.
Käse:
Sowohl Emmentaler und Viereckhartkäse als auch Schnittkäse wurden in der zurückliegenden Berichtswoche lebhaft nachgefragt. Die zuvor aufgebauten Bestände in den Reifelagern sind deutlich reduziert worden und in den Werken wird wieder verstärkt Rohstoff in die Käseproduktion umgeleitet. An der Börse in Kempten tendierte die Notierung für Emmentaler und Viereckhartkäse stabil. Bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover waren sowohl für Block- als auch Brotware feste Preistendenzen zu beobachten.
Milchpulver:
Die Nachfrage nach Magermilchpulver blieb auch in der abgelaufenen Berichtswoche ruhig. Es kamen nur wenig neue Abschlüsse zustande, da zum einen für spätere Liefertermine die Preisvorstellungen zu weit auseinanderlagen und Unsicherheiten in Bezug auf die Corona Pandemie bestanden. Die laufende Produktion diente vornehmlich zur Erfüllung bestehender Kontrakte. Im Rahmen der Privaten Lagerhaltung beliefen sich die Gesamtanmeldungen seit dem 7. Mai 2020 EU-weit auf 11.194 t. Die Notierungen an der Börse in Kempten entwickelten sich für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität unverändert und für Futtermittelqualitäten leicht schwächer. Infolge einer Belebung der Nachfrage nach Vollmilchpulver zogen die Preise in Kempten an. Der Markt für Süßmolkenpulver tendierte insgesamt leicht schwächer.
Markt und Börse:
An den europäischen Spotmärkten waren insgesamt feste Entwicklungen zu beobachten. In Italien stieg der Kurs für freie Milch um 0,50 EUR auf 36,00 EUR/100 kg an. Deutlicher war der Anstieg der Notierung in den Niederlanden. Dort kostete freie Milch zuletzt 32,00 Euro/100 kg (4,4 % Milchfett). Das waren 1,50 EUR mehr als in der Vorwoche. In Deutschland tendierte der Preis für Spotmilch (3,7 % Fett) im Norden mit 32,00 EUR/100 kg stabil und im Süden mit 34,00 EUR/kg fest. Bei der jüngsten Auktion an der Global Dairy Trade stieg der Preisindex um 1,9 % an. Insbesondere Magermilch- und Vollmilchpulver sowie Cheddar wurden fester bewertet.