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Marktbericht Milch
am 23.12.2020

In der zurückliegenden 49. Kalenderwoche war ein leichter Anstieg der Milchanlieferung zu beobachten. Im Vergleich zur Vorwoche wurden 0,2 % mehr Milch abgeliefert, so die ZMB. Die Vorjahreslinie wurde um 1,1 % unterschritten. Angesichts der andauernden Corona-Pandemie und der daraus resultierenden begrenzten Nachfrage, wird der Anstieg der Milchanlieferung ein wesentlicher Faktor für die weitere Preisentwicklung am Markt sein.Am Markt für flüssigen Rohstoff herrschten sowohl für Magermilchkonzentrat als auch für Industrierahm schwächere Preisentwicklungen vor. Auf Ladenstufe wird von einer regen Nachfrage nach Frischmilchprodukten berichtet.
Butter:
Infolge des Lockdowns berichten Marktbeteiligte von einer vergleichsweise sehr regen Nachfrage nach abgepackter Butter auf Ladenstufe. Diese konnte zuletzt vollständig bedient werden, sodass die Preise an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten auf dem Niveau der Vorwoche stabil tendierten. Am Markt für Blockbutter herrschte zuletzt weiterhin ein ruhiges Marktgeschehen vor, wenngleich vereinzelt Abschlüsse für Lieferungen im neuen Jahr zustande kamen. Aufgrund der Unsicherheit über den Fortgang der Corona-Pandemie verhielten sich Marktbeteiligte weiterhin überwiegend zurückhaltend. Die Kurse entwickelten sich in diesem Bereich seitwärts.
Käse:
Durch die Feiertage verlief die Nachfrage nach Käse im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels sehr lebhaft. Angesichts herabgesetzter Erwartungen zeigten sich Marktbeteiligte zufrieden mit den Bestellungen aus der Gastronomie. Seitens der weiterverarbeitenden Industrie wurde stetig Ware geordert. Im Exportgeschäft war ebenfalls eine stetige Nachfrage zu beobachten. Das demgegenüber stehende Angebot reichte zuletzt aus, um die Nachfrage zu decken. Die Bestände in den Reifelagern nahmen jedoch nochmals ab. Sowohl an der Börse in Kempten als auch bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover waren sehr stabile Preisentwicklungen zu beobachten.
Milchpulver:
Nach den lebhaften Entwicklungen der vergangenen Wochen entwickelte sich die Lage am Markt für Magermilchpulver feiertagsbedingt ruhiger. Im Exportgeschäft sorgte der starke Euro ebenfalls für eine Beruhigung des Marktverlaufs. An der Börse in Kempten tendierten die Kurse zuletzt stabil. Am Markt für Vollmilchpulver herrschten zuletzt nachfragebedingt lebhaftere Entwicklungen bei unveränderten Preisen vor. Eine lebhafte Nachfrage im Export und aus dem Futtermittelsektor führte zu insgesamt steigenden Notierungen am Markt für Süßmolkenpulver.
Markt und Börse:
An den europäischen Spotmärkten waren uneinheitliche Entwicklungen zu beobachten. Die Notierung in Italien tendierte erneut leicht schwächer und verharrte zuletzt bei 35,50 EUR/100 kg. In den Niederlanden gab der Preis für freie Milch (4,4 % Fett) mit 1,50 EUR deutlich nach. Hier wurden zuletzt 32,00 EUR/100 kg notiert. Der Preis für die in Deutschland zwischen den Molkereien gehandelte freie Milch (3,7 % Fett) tendierte zuletzt im Norden mit 33,50 EUR/100 kg fester. Beim jüngsten Handelstermin an der Global Dairy Trade stieg der Preisindex um 1,3 % an. Alle sechs gehandelten Standardmilchprodukte wurden fester bewertet. Am deutlichsten stiegen die Preise für Butter und Käse.