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Marktbericht Milch
am 31.07.2019

Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien ist in der 28. Kalenderwoche infolge der kühleren Witterung leicht angestiegen. Im Vorwochenvergleich wurden 0,8 % mehr Milch angeliefert, wodurch der Rückstand zur Vorjahreslinie sich auf 0,9 % verringerte, so die Zentrale Milchmarktberichterstattung. Im weiteren Verlauf wird jedoch durch die Hitzewelle in Deutschland ein Rückgang der Milchanlieferung erwartet.
An den Märkten für flüssigen Rohstoff tendierten die Preise sowohl für Industrierahm als auch Magermilchkonzentrat schwächer.
Butter:
Am hiesigen Buttermarkt blieb es in der Berichtswoche durch die Urlaubszeit bei einem saisonal stetigen Geschäftsverlauf. Das Angebot wird derzeit als ausreichend beschrieben, wobei Meldungen von älterer Ware in den Lagern zu vernehmen waren. Neue Geschäftsabschlüsse kamen sowohl am Binnenmarkt als auch im Exportgeschäft kaum zu Stande und wenn überhaupt nur für das erste Halbjahr 2020. Die Notierungen an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten tendierten insgesamt stabil. Butter im 250 g Päckchen wurde in einer Spanne von 3,60-3,68 EUR/kg und Blockware in einer Spanne von 3,55-3,85 EUR/kg notiert.
Käse:
Eine lebhafte Nachfrage nach Emmentaler und Viereckhartkäse war beim jüngsten Handelstermin an der Börse in Kempten zu beobachten. Die Preise tendierten hier auf dem Niveau der Vorwochen stabil. Am Markt für Schnittkäse standen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber, wobei die Bestände in den Reifelagern weiterhin als klein beschrieben wurden. Im weiteren Jahresverlauf wird infolge der abnehmenden Rohstoffanlieferung mit einer weiteren Verknappung des Angebots gerechnet. Für belebende Impulse sorgte der für die Saison übliche rege Absatz nach Südeuropa. Insbesondere Mozzarella wurde lebhaft nachgefragt. Bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover tendierten die Kurse für die Sorten Gouda und Edamer sowohl für Block- als auch Brotware in einer Spanne von 2,95-3,20 EUR/kg unverändert.
Milchpulver:
Bedingt durch die Urlaubssaison haben sich die Geschäftsverläufe am Markt für Magermilchpulver beruhigt. Am Binnenmarkt kamen kaum neue Geschäftsabschlüsse zu Stande und Marktakteure konzentrierten sich vornehmlich auf das Exportgeschäft, bei dem EU Ware weiterhin konkurrenzfähig war. Die Notierungen an der Börse in Kempten tendierten sowohl für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität als auch in Futtermittelqualität stabil. Bei Geschäften, die das vierte Quartal betreffen, wurde zuletzt von Preisaufschlägen berichtet. Trotz stetiger Nachfrage am Markt für Vollmilchpulver während der Ferienzeit tendierten die Kurse an der Börse leicht schwächer. Ein umfangreiches Angebot aus Irland beeinflusst derzeit die Geschehnisse. Unveränderte bis leicht festere Preisentwicklungen waren am Markt für Süßmolkenpulver zu beobachten, der durch ein ausreichendes Angebot in Europa bestimmt wird.
Markt und Börse:
Die Europäische Milchmarkt Beobachtungsstelle berichtete von einem Preisrückgang am italienischen Spotmarkt um 0,50 EUR auf 45,80 EUR je 100 kg (4,4 % Fett, frei Molkerei). In den Niederlanden wurde die freie Milch (4,4 % Fett) ebenfalls schwächer bewertet. Hier sank der Kurs um 1,00 EUR auf 33,00 EUR je 100 kg. In Deutschland orientierten sich die Spotmilchpreise im Vorwochenvergleich schwächer zwischen 32,50 EUR (Nord) und 37,30 EUR (Süd) je 100 kg Rohmilch (3,7 % Fett).