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Marktbericht Milch
am 25.09.2019

Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien war in der 36. Kalenderwoche weiter rückläufig. Im Vergleich zur Vorwoche wurden 0,6 % weniger Milch erfasst, so die ZMB. Die Vorjahreslinie wurde zuletzt um 1,1 % unterschritten. Im Nachbarland Frankreich wurde zuletzt 0,7 % mehr Milch abgeliefert als in der Vorjahreswoche.
Am Markt für flüssigen Rohstoff waren wie in der Woche zuvor feste Preisentwicklungen zu beobachten. Ein knappes Angebot an Magermilchkonzentrat führte zu steigenden Kursen. Im Versandmilchgeschäft war weiterhin eine rege Nachfrage zu beobachten.
Butter:
Eine für die Jahreszeit normale Nachfrage herrschte am Markt für abgepackte Butter vor. Insgesamt war von einem stetigen Geschäftsverlauf die Rede, sodass die Notierungen an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten stabil tendierten. Die festeren Tendenzen am Markt für Blockbutter setzten sich auch in der Berichtswoche weiter fort. Durch die gute Verwertbarkeit des Milchfettes über Sahneprodukte wurde die Produktion von Blockbutter zuletzt leicht zurückgefahren. Demgegenüber stand eine nach wie vor lebhaftere Nachfrage.
Käse:
Ein reger Bedarf am Binnenmarkt sowie ein stetig verlaufendes Exportgeschäft führten zu einer stabilen Preisentwicklung am Markt für Käse. Auf der Angebotsseite haben sich die Bestände in den Reifelagern weiter reduziert, da die Produktion durch die geringere Rohstoffverfügbarkeit und die gute Verwertbarkeit von Rohmilch eingeschränkt war. In der Folge erwarten Marktbeteiligte für die kommenden Wochen feste Preisentwicklungen. In der abgelaufenen Woche tendierten die Kurse sowohl in Kempten als auch in Hannover stabil.
Milchpulver:
Vom Markt für Magermilchpulver berichteten Marktbeteiligte von einer regen Nachfrage für das vierte Quartal 2019. Das Angebot blieb am freien Markt begrenzt, da sich auch hier die knappere Rohstoffverfügbarkeit bemerkbar machte. Für das Jahr 2020 kamen bislang nur wenige Abschlüsse zu Stande und man agierte hier weiterhin abwartend. Im Exportgeschäft blieb Ware aus der EU weiterhin konkurrenzfähig und die gehandelten Mengen haben im Jahr 2019 bislang Rekordniveau erreicht. Die Notierungen tendierten an der Börse in Kempten sowohl für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität als auch Futtermittelqualität fest. Vollmilchpulver wurde weiterhin vorrangig am Binnenmarkt gehandelt und die Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt war hier eher begrenzt. Die Preise tendierten auch hier fest. Vergleichsweise ruhig verliefen die Geschäfte am Markt für Süßmolkenpulver, wo sich die Notierungen in Kempten seitwärts entwickelten.
Markt und Börse:
Am italienischen Spotmarkt tendierte der Kurs erneut leicht fester bei 46,00 EUR je 100 kg (4,4 % Fett, frei Molkerei). In den Niederlanden entwickelte sich die Notierung für freie Milch (4,4 % Fett) auf dem Niveau von 37,00 EUR je 100 kg stabil. Am jüngsten Handelstermin an der Global Dairy Trade zeigten sich festere Tendenzen und der Preisindex stieg um 2,0 %. Insbesondere bei den Leitprodukten Butter sowie Mager- und Vollmilchpulver entwickelten sich die Notierungen fester.