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Marktbericht Milch
am 12.06.2019

Die Milchanlieferungsmenge an die deutschen Molkereien nahm in der 21. Kalenderwoche um 0,4 % im Vergleich zur Vorwoche ab. Damit dürfte der saisonale Höhepunkt der Milchanlieferung überschritten sein. Die Vorjahreslinie wurde zuletzt um 1,9 % unterschritten.
Am Markt für flüssigen Rohstoff tendierten die Kurse für Industrierahm leicht schwächer und für Magermilchkonzentrat stabil.
Butter:
Der Buttermarkt war in der Berichtswoche gekennzeichnet durch nachgebende Preise sowohl bei abgepackter Butter als auch Blockware. Bei der amtlichen Preisnotierung vom 05.06.2019 an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten tendierten die Kurse für Päckchenbutter trotz stetiger Nachfrage in der oberen und unteren Spanne je um 0,20 EUR/kg schwächer. Diese rutschte zuletzt in einer Spanne von 3,76-3,84 EUR/kg deutlich unter die Marke von vier Euro. Eine fortgesetzt abwartende Haltung seitens der Käufer führte zu ebenfalls leicht schwächeren Kursen von 3,95-4,05 EUR/kg bei Blockbutter. Das Angebot in den Kühlhäusern wurde zuletzt als ausreichend beschrieben und die Exportgeschäfte verliefen vergleichsweise ruhig.
Käse:
Eine rege Inlandsnachfrage sowie stetige Verläufe im Exportgeschäft sorgen für insgesamt stabile Notierungen an den Märkten für Käse. In der Tendenz wird mit einer Belebung der Nachfrage aus Südeuropa infolge der bevorstehenden Urlaubssaison gerechnet. Die Bestände an Schnittkäse in den Reifelagern bewegten sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Auf der Erlösseite wurden für den Monat Juni Preisanhebungen durchgesetzt.
Milchpulver:
Die Geschäfte am Markt für Magermilchpulver verliefen in der Berichtswoche insgesamt stetig. Feiertagsbedingt war eine gewisse Beruhigung zu beobachten, aber dennoch gingen laufend neue Bestellungen in den Werken ein. Die Notierungen für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität tendierten zuletzt stabil bei 2.050-2.170 EUR/t und für Futtermittelqualitäten ebenfalls auf dem Niveau der Vorwoche bei 1.890-1.920 EUR/t. Stabile Verhältnisse herrschten auch am Markt für Vollmilchpulver vor. Insbesondere im Exportgeschäft war die Nachfrage vergleichsweise lebhaft. Die Preise für Molkenpulver in Lebensmittelqualität tendierten unverändert und für Futtermittelqualität schwächer.
Markt und Börse:
Feste Entwicklungen wurden an den Spotmärkten beobachtet. In den Niederlanden stieg die Notierung um 1,50 EUR auf zwei 32,00 EUR/100 kg Milch (4,4 % Fett). Die Kurse für freie Milch in Deutschland und in Italien tendierten zuletzt ebenfalls leicht fester. An der neuseeländischen Börse Global Dairy Trade (GDT) war bei der jüngsten Auktion ein erneuter Rückgang des Preisindex zu beobachten. Dieser sank um 3,4 %. Die größten Verluste bei den gehandelten Standardmilchprodukten mussten bei Cheddar, Butter, und Buttermilchpulver hingenommen werden. Lediglich Labkasein und Laktose wurden fester gehandelt.