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Marktbericht Milch
am 13.10.2021

Nach dem deutlichen Rückgang in der Vorwoche wurde in der 38. Kalenderwoche erstmals wieder mehr Milch abgeliefert. Laut der zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) wurden 0,3 % mehr an die deutschen Molkereien angeliefert. Die Vorjahreslinie wurde zuletzt um 2,3 % unterschritten. Ein ähnliches Bild gab es in Frankreich. Dort wurde der saisonale Rückgang der Milchanlieferung ebenfalls unterbrochen. Am Markt für flüssigen Rohstoff tendierten die Preise sowohl für Industrierahm als auch Magermilchkonzentrat infolge einer knappen Rohstoffverfügbarkeit weiter fest.
Butter:
Die Nachfrage nach abgepackter Butter entwickelte sich in der zurückliegenden Berichtswoche auf einem saisonal stetigen Niveau. An der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten tendierten die Preise in einer Spanne von 4,14-4,39 EUR/kg stabil. Am Markt für Blockbutter hat sich die Nachfrage unterdessen weiter belebt. Dabei standen kurzfristige und spätere Liefertermine im Fokus der Verhandlungen. Durch das rege Kaufinteresse nahmen die Bestände an gefrorener Butter zuletzt deutlich ab. Im Bereich der frischen Ware blieb die Verfügbarkeit fortgesetzt knapp. Die Notierung in Kempten stieg auf eine Spanne von 4,40-4,65 EUR/kg.
Käse:
Zufriedenstellend zeigten sich Marktbeteiligte mit den Entwicklungen am Käsemarkt. Die Absatzmöglichkeiten am Binnenmarkt wurden als rege und im Exportgeschäft als stabil beschrieben. Die Bestände in den Reiselagern sind aufgrund der begrenzten Produktion weiter gesunken und weisen eine junge Altersstruktur auf. Kurzfristige Liefertermine konnten in der Regel von den Werken nicht mehr bedient werden. Die Preise tendierten an der Börse in Kempten und bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover zuletzt stabil. In den kommenden Wochen wird mit einer festen Entwicklung gerechnet.
Milchpulver:
Am Markt für Magermilchpulver setzte sich die feste Stimmung weiter fort. Das Angebot ist knapp und die dem gegenüber stehende Nachfrage lebhaft. In der Folge befindet sich keine freie Ware am Markt. Die Kaufaktivitäten im Exportgeschäft wurden durch die Unsicherheit über die zukünftige Rohstoffversorgung verstärkt. An der Börse in Kempten zog die Notierung für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität um 50 EUR auf im Mittel 2.810 EUR/t an. Ein knappes Angebot führte auch am Markt für Vollmilchpulver zu erneut steigenden Preisen. Die Notierung stieg hier ebenfalls um 50 EUR auf im Mittel 3.475 EUR/t. Der Markt für Süßmolkenpulver präsentierte sich stabil.
Markt und Börse:
Durch die Unterbrechung des saisonalen Rückgangs der Milchanlieferung haben sich die Preise an den Spotmärkten in Deutschland und den Niederlanden leicht schwächer entwickelt. In den Niederlanden kostete freie Milch (4,4 % Fett) zuletzt 45,00 EUR/100 kg. Das waren 0,50 EUR weniger als in der Vorwoche. Um 1,00 EUR sank der Spotpreis in Norddeutschland auf 40,5 EUR/100 kg (3,7 % Fett). In Italien stieg der Preis hingegen um 0,70 EUR auf 41,00 EUR/100 kg an. Bei der jüngsten Auktion an der Global Dairy Trade tendierte der Preisindex unverändert. Dementsprechend gab es bei den Hauptprodukten Vollmilch-, Magermilchpulver und Butter nur leichte Veränderungen.