Die hier gezeigten Preise sind, mit Ausnahme der Amtlichen Notierungen und den Kursen für Rohöl und Dollar, historisch. Aktuelle Marktinformationen sind über unsere Serviceangebote per App, E-Mail, Anrufbeantworter und SMS erhältlich.

Marktbericht Milch
am 31.03.2021

In der zehnten Kalenderwoche wurden in Deutschland 0,4 % mehr Milch abgeliefert als noch in der Woche zuvor. Laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) hat sich der Rückstand zur Vorjahreslinie damit auf 1,6 % verringert. Am Markt für flüssigen Rohstoff waren zuletzt ruhigere Entwicklungen zu beobachten. Marktbeteiligte scheinen, auch vor dem Hintergrund des verlängerten Lockdowns, derzeit ausreichend mit Ware versorgt zu sein. Sowohl für Magermilchkonzentrat als auch für Industrierahm gaben die Preise leicht nach.
Butter:
Pünktlich zum Osterfest stieg die Nachfrage nach abgepackter Butter an. Marktbeteiligte berichten jedoch von insgesamt geringeren Bestellmengen als erhofft. An der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten tendierte die Notierung auf dem Niveau der Vorwoche stabil. Nach den festen Entwicklungen in den Vorwochen hat sich der Handel am Markt für Blockbutter zuletzt beruhigt. Hierzu dürfte auch die Verlängerung der Coronamaßnahmen bis zum 18. April beigetragen haben. An der Börse in Kempten gab die Notierung in der Folge auf eine Spanne von 4,00-4,10 EUR/kg nach.
Käse:
Eine rege Nachfrage, insbesondere auf Ladenstufe, herrscht unterdessen am Markt für Käse vor. Im Export findet ein stetiger Handel statt. Die Bestände in den Reifelagern sind weiterhin gering und zusätzliche Anfragen können meist nicht erfüllt werden. Hoffnungen auf eine Belebung des Absatzes im Bereich der Großverbraucher wurden vorerst wieder auf Eis gelegt. An der Börse in Kempten stieg die Notierung für Emmentaler und Hartkäse leicht an. Bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover wurden stabile Preise mit fester Tendenz vermeldet.
Milchpulver:
Durch eine fortgesetzt stabile Auftragslage hält die freundliche Stimmung am Markt für Magermilchpulver weiter an. Durch die begrenzte Rohstoffverfügbarkeit ist das Angebot am freien Markt derzeit gering. Marktbeteiligte berichten allerdings, dass sich die Logistikprobleme entspannt haben und nun wieder mehr preisgünstige Ware aus den USA am Weltmarkt angeboten wird. An der Börse in Kempten stieg die Notierung für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität im Mittel auf 2.515 EUR/t und für Futtermittelqualitäten auf 2.380 EUR/t an. Der Kurs für Vollmilchpulver ist ebenfalls angestiegen auf nun 3.240 EUR/t im Mittel. Jedoch berichten Marktbeteiligte zuletzt von einer gewissen Beruhigung der Nachfrage. Am Markt für Süßmolkenpulver stiegen die Preise bei stetiger bis reger Nachfrage ebenfalls erneut an.
Markt und Börse:
Der Lockdown in Italien belastet weiterhin den Milchmarkt. Der Spotmarktpreis gab wiederholt nach und tendierte zuletzt bei 33,50 EUR/100 kg. Auch in den Niederlanden gab der Kurs infolge einer vorösterlichen beruhigten Nachfrage nach. Dieser sank um 2,00 EUR auf 34,00 EUR/100 kg (4,4 % Fett). In Deutschland gab der Preis für Spotmilch jeweils um 1,00 EUR auf 34,50 EUR im Norden und 36,00 EUR/100 kg im Süden (3,7 % Fett) nach.