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Marktbericht Schlachtrinder
am 26.06.2020

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
Bedingt durch den Ausfall von Zerlegekapazitäten durch die Auswirkungen des Corona-Geschehens fiel die Aufnahmebereitschaft von Schlachtvieh an einigen Schlachtstandorten nur geringer aus als sonst üblich. Das damit für die verbleibenden Betriebe umfangreicher zur Verfügung stehende Angebot wurde dazu genutzt, Preisdruck aufzubauen. Schon zu Beginn der Berichtswoche wurden die Auszahlungspreise für Jungbullen reduziert. Im weiteren Wochenverlauf versuchten maßgebliche Schlachtunternehmen die Preise weiter zu senken. Am Donnerstag, den 25.06.2020 nannte die Vereinigung von Schlachtvieh Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,48 EUR/kg SG. Das waren 4 Cent weniger als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) verblieben auf dem Niveau der Vorwoche von 2,60 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.
Fleischgroßmarkt:
Das auf Großhandelsebene zur Verfügung stehende Angebot an Rindfleisch fiel insgesamt nicht zu reichlich aus, entsprach dabei aber vornehmlich dem bestehenden Bedarf. Im Mittelpunkt der Nachfrageinteressen standen dabei weiterhin Edelteile. Diese wurden vielfach zu höheren Konditionen gehandelt. Auch Hackfleisch ließ sich stetig im Rahmen von Verkaufsaktionen absetzen.
Schlachtkälber:
Auf dem Markt für Kalbfleisch entwickelt sich die Nachfrage zum Ende der Spargelsaison mitunter etwas ruhiger. Die auf Großhandelsebene genannten Preise gaben dabei vielfach nach. Ausnahme bildeten dabei Artikel aus der Oberschale. Insgesamt stand dem Markt ausreichend Ware zur Verfügung, um die bestehende Nachfrage zu bedienen. Das den Schlachtunternehmen zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern entsprach zuletzt ebenfalls gut dem bestehenden Bedarf. Die Auszahlungspreise für Schlachtkälber zeigen mitunter leichte Schwächen. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 24. Kalenderwoche 3,21 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 5 Cent weniger als eine Woche zuvor.