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Marktbericht Schlachtrinder
am 27.03.2020

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
In der 13. Kalenderwoche herrschten am hiesigen Schlachtrindermarkt zumindest wieder ausgeglichene Angebots- und Nachfrageverhältnisse vor. Jungbullen wurden zuletzt wieder fester bewertet. Ursache war ein weniger drängend ausfallendes Angebot. Vor dem Hintergrund der zuvor stärker zurückgesetzten Preise fiel die Abgabebereitschaft der Mäster deutlich geringer aus. Die Stückzahlen reichten dabei nur noch knapp aus, um den bestehenden Bedarf der Schlachtunternehmen zu decken, zumal auch gewisse Absatzimpulse am Rindfleischmarkt in Richtung Lebensmitteleinzelhandel zu verzeichnen waren. Am Donnerstag, den 26.03.2020 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaft für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,50 EUR/kg SG. Das waren 6 Cent mehr als am Montag zuvor. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) lagen gegenüber dem Wochenanfang stabil auf einem Niveau von 2,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.
Fleischgroßmarkt:
Das Corona-Geschehen sorgte auch am Markt für Rindfleisch für größere Verunsicherung. Auf Ebene des Großhandels beklagte man deutlich geringere Bestellungen von Kantinen und der Gastronomie. Andere Vermarkter orderten hingegen umfangreicher, insbesondere im Bereich der Verarbeitungsware. In preislicher Hinsicht waren zu Beginn der zurückliegenden Berichtswoche noch stabile aber vielfach deutlich geringere Preise für die verschiedenen Teilstücke zu erzielen. Fortgesetzt rechnen die Marktbeteiligten weiterhin mit deutlichen Verzerrungen des normalen Marktgeschehens.
Schlachtkälber:
Kalbfleisch wurde im Bereich der Großmärkte im Verlauf der zurückliegenden Berichtswoche zunehmend ruhiger abgesetzt. Seitens des Lebensmitteleinzelhandels fiel die Order hingegen recht rege aus. Durch den Wegfall der Nachfrage aus dem Bereich der Gastronomie tendiert der Markt aber insgesamt schwächer. Das verfügbare Angebot fand in der Berichtswoche aber noch weitgehend vollständig seine Abnehmer. Die Teilstückpreise wurden somit zumeist noch zu stabilen Preisen abgesetzt. Allein für Kalbsrücken standen die Preise etwas unter Druck. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 11. Kalenderwoche 4,48 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 4 Cent weniger als eine Woche zuvor. Fortgesetzt sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie Preisschwächen wahrscheinlich.