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Marktbericht Schlachtrinder
am 11.09.2020

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
Am deutschen Schlachtrindermarkt fiel das insgesamt zur Verfügung stehende Angebot im Verlauf der 37. Kalenderwoche nicht umfangreicher aus als in der Woche zuvor. Im Bereich der Jungbullen berichteten die Handelsbeteiligten mitunter auch von wieder zurückpendelnden Angebotsmengen. Dennoch wurde seitens einiger Schlachtunternehmen weiterhin versucht, Druck auf die Auszahlungspreise auszuüben. Die Abnahmemengen bleiben dabei infolge der weiterhin eingeschränkten Arbeitskapazitäten im Bereich der Zerlegung mitunter hinter den ansonsten üblichen Mengen zurück. Das Angebot an Schlachtkühen fiel weiterhin relativ umfangreich aus. Am Donnerstag, den 10.09.2020 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,59 EUR/kg SG. Das war 1 Cent weniger als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) sanken um weitere 2 Cent auf ein Niveau von 2,58 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.
Fleischgroßmarkt:
In der zurückliegenden 36. Kalenderwoche entwickelten sich die Geschäfte mit Rindfleisch auf Stufe des Großhandels im Wesentlichen unverändert. Belebende Impulse, wie sie zuvor erwartet wurden, wurden kaum festgestellt. Während in den vergangenen Wochen in erster Linie Edelteile gefragt wurden, rücken nunmehr wieder verstärkt Keulenteile in die Präferenz der Käufer. So wurde auch die Nachfrage nach Rouladen und Gulasch als zunehmend beschrieben. Der Absatz von Rumpsteak und Filets hingegen hat sich etwas beruhigt. In preislicher Hinsicht berichtete man dabei sowohl im Einstand als auf der Abgabeseite der Großmärkte von überwiegend unveränderten Preisen.
Schlachtkälber:
Das Geschäft mit Kalbfleisch verlief in der zurückliegenden Berichtswoche dem Vernehmen nach weiterhin zur Zufriedenheit der Marktteilnehmer im Bereich der Fleischgroßmärkte. Alle Teilstücke fanden zügig ihre Abnehmer. Mindestens stabile bis weiter anziehende Teilstückpreise waren die Folge. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern entsprach gerade dem bestehenden Bedarf. Die Auszahlungspreise entwickeln sich dabei ebenfalls mindestens stabil. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 35. Kalenderwoche 3,65 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 4 Cent mehr als eine Woche zuvor.