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Marktbericht Schlachtrinder
am 10.04.2019

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
Am deutschen Schlachtrindermarkt waren im Verlauf der ersten Aprilwoche uneinheitliche Entwicklungen zu beobachten. Während das Angebot an Schlachtkühen weiterhin nur klein ausfiel und auf eine durchaus rege Nachfrage der Schlachtunternehmen traf, wurden Jungbullen, insbesondere die besseren Qualitäten, nur ruhig geordert. Trotz tendenziell leicht zurückpendelnder Angebotsstückzahlen reichte das Angebot im Segment der Jungbullen gut aus die schwache Nachfrage zu decken. In preislicher Hinsicht entwickelten sich die Auszahlungspreise für Schlachtkühe fest bis weiter anziehend. Für Jungbullen mussten die Mäster hingegen mit erneuten Preisabschlägen rechnen. Am Montag, den 08.04.2019 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Das waren 8 Cent weniger als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) wurden um 2 Cent auf 2,85 Euro je kg SG erhöht.
Fleischgroßmarkt:
In der ersten Aprilwoche entwickelte sich das Geschäft mit Rindfleisch auf Ebene der Großmärkte fortgesetzt nur enttäuschend. Die Marktteilnehmer berichteten von einem nur stockenden Absatz von Jungbullenfleisch. Letzteres stand in nur überschaubaren Mengen am Markt zur Verfügung, wurde aber kaum geordert. Marktteilnehmer berichteten von Bestandsüberhängen bei Roastbeefs und Keulenteilen. Ob sich der Absatz kurz vor dem Osterfest nochmals belebt, bleibt abzuwarten. Freundlicher hingegen entwickelte sich die möglichen Geschäfte mit Kuhfleisch. Dieses ließ sich problemlos absetzen und stand in zu geringen Mengen zur Verfügung. Mindestens stabile bis auch etwas festere Preise waren die Regel.
Schlachtkälber:
Anfang April entwickelte sich das Geschäft mit Kalbfleisch fortgesetzt stetig. Das auf den Großmärkten zur Verfügung stehende Angebot an Kalbfleisch fiel ausreichend aus. In preislicher Hinsicht entwickelte sich aufgrund der ausgeglichenen Marktlage entsprechend wenig. Vor dem Osterfest und mit dem Beginn der Spargelsaison werden zusätzliche Impulse erwartet. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern entsprach zuletzt ebenfalls dem benötigten Mengen. Die Auszahlungspreise lagen zumeist nahe der angehobenen Vorwochenbasis. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 13. Kalenderwoche 4,45 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 13 Cent mehr als eine Woche zuvor.