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Marktbericht Schlachtrinder
am 20.11.2020

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
In der zurückliegenden 47. Kalenderwoche waren am deutschen Schlachtrindermarkt im Bereich der Jungbullen insgesamt etwas freundlichere Entwicklungen zu beobachten. Die Nachfrage der Schlachtunternehmen konzentrierte sich dabei vorwiegend auf höherwertige Jungbullenqualitäten. Das zuletzt nicht als allzu drängend bezeichnete Angebot fand entsprechend zügiger zu etwas festeren Preisen seine Abnehmer. Auch für Jungbullen der Handelsklasse O konnten zu Beginn der Berichtswoche etwas höhere Auszahlungspreise durchgesetzt werden. Unverändert wurden in der Regel weibliche Gattungen bewertet. Schlachtkühe standen dabei nicht unbedingt im Mittelpunkt der Nachfrageinteressen der Schlachtunternehmen. Die am Markt zur Verfügung stehenden Angebotsstückzahlen fielen allerdings zunehmend geringer aus als noch in den Vorwochen. Auch in den nächsten Tagen wird im Rahmen der nunmehr laufenden Bevorratung für das Weihnachtsgeschäft insbesondere für Jungbullen mit einer festen Preisentwicklung gerechnet. Am Donnerstag, den 19.11.2020 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,60 EUR/kg SG. Das waren 5 Cent mehr als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) verblieben auf einem Niveau von 2,18 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Schlachtgewicht.
Fleischgroßmarkt:
Beim Handel mit Rindfleisch im Bereich der Fleischgroßmärkte herrscht weiterhin eine Verunsicherung durch den verhängten Lockdown vor. Mühsam gestaltete sich entsprechend der Absatz von Teilstücken, welche ansonsten vornehmlich in Richtung Gastronomie vermarktet wurden. So ließen sich Roastbeefs und Steakartikel häufig nur mit Mühe vermarkten. Vielfach mussten in diesem Bereich Preisabschläge hingenommen werden. Eine Absatzbelebung wurde dabei vielfach aber dennoch nicht ausgelöst. In Richtung Lebensmitteleinzelhandel und Ladenschlachter berichteten die Marktbeteiligten von einer insgesamt recht rege verlaufenden Nachfrage. Hier wird auch von steigenden Absatzmengen berichtet. Im Mittelpunkt der Nachfrageinteressen standen Keulenfleisch sowie Teile zur Hackfleischproduktion.
Schlachtkälber:
Im Bereich der Fleischgroßmärkte berichteten die Handelsbeteiligten zunächst noch von einer stetigen Nachfrage nach Kalbfleisch aus dem Bereich des Lebensmitteleinzelhandels. Letztendlich auch durch umfangreiche Werbeaktionen des LEH konnte ein Großteil der Ausfälle im Bereich der Gastronomie kompensiert werden. Die Preise entwickelten sich dem Vernehmen nach vornehmlich stabil. Ausgenommen davon sind vielfach Innereien. Hier setzte sich der Preisdruck der Vorwochen fort. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 45. Kalenderwoche 3,95 € je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 23 Cent weniger als eine Woche zuvor.