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Marktbericht Schlachtrinder
am 29.11.2019

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
In der Zeit um den Monatswechsel wurden am deutschen Schlachtrindermarkt weiterhin deutlicher ausfallende Absatzimpulse vermisst. Das insgesamt nicht unbedingt dringend ausfallende Angebot an Jungbullen reichte insgesamt zur Bedarfsdeckung der Schlachtunternehmen aus. Letztere versuchten sogar die Auszahlungspreise zu drücken. Teilweise mussten gewisse Preisschwächen im Verlauf der 48. Kalenderwoche hingenommen werden. Insbesondere galt dies für den Bereich der weiblichen Gattungen. Im Verhältnis zur bestehenden Nachfrage fiel das Angebot an Schlachtkühen zu umfangreich aus, sodass die Abgeber hiermit leicht reduzierten Auszahlungspreisen rechnen mussten. Am Donnerstag, den 28.11.2019 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaft für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,71 EUR/kg SG. Das war ebenso viel wie vor einer Woche. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) erreichten ein Niveau von 2,52 EUR/kg SG und damit 3 Cent weniger als vor Wochenfrist.
Fleischgroßmarkt:
Auch im Verlauf der zurückliegenden 47. Kalenderwoche entwickelte sich der Handel mit Rindfleisch nicht gemäß der Erwartung und weiterhin eher impulslos. Teilweise sorgte das näher rückendem Weihnachtsfest zwar für eine gewisse Nachfrage, doch standen ausreichende Mengen am Markt zur Verfügung. Auch für den weiteren Verlauf zeigte man sich unsicher hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Deutsche Ware konkurriert dabei weiterhin mit größeren Mengen südamerikanischer Ware, die dem Vernehmen nach in den Kühllagern liegen. Im Bereich des Handels mit Kuhfleisch wurden sogar weitere Preisschwächen festgestellt. Jungbullen- und Färsenfleisch wurden zumeist auf stabiler Preisbasis gehandelt, dies galt selbst für die edleren Teilstücke.
Schlachtkälber:
Flott hingegen entwickelte sich fortgesetzt das Geschäft mit Kalbfleisch auf Großhandelsebene. Keulenteile standen dabei insbesondere im Fokus der Nachfrage, aber auch im Handel mit Filets wurden Impulse vermerkt. Im Bereich der edleren Teilstücke zogen die Preise dabei schon an. Aktionen des Lebensmitteleinzelhandels unterstützen diese Entwicklung. Auch im weiteren Verlauf rechnen die Marktbeteiligten mit einer fortgesetzt regen Nachfrage der Gastronomie. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern entsprach gerade dem bestehenden Bedarf. Die Preise zeigten eine stabile bis feste Entwicklung. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 46. Kalenderwoche 4,22 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 1 Cent weniger als eine Woche zuvor.