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Marktbericht Schlachtrinder
am 09.06.2021

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der auf vollen Touren laufenden Grasernte fielen die auf dem deutschen Schlachtrindermarkt in der 22. Kalenderwoche zur Verfügung stehenden Angebotsstückzahlen erneut kleiner aus. Insbesondere galt dies für den Bereich der Schlachtkühe. Die Nachfrage der Schlachtunternehmen entwickelte sich dabei stetig. Vielfach konnte der bestehende Bedarf nicht mehr vollständig gedeckt werden. Deutlicher ansteigende Preise konnten entsprechend durchgesetzt werden. Auch im weiteren Verlauf rechnen die Marktbeteiligten mit nur fortgesetzt verhaltenen Angebotsmengen. Insgesamt wird vornehmlich von einer weiter stabilen Preisentwicklung ausgegangen. Am Montag, den 07.06.2021 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,95 EUR/kg SG. Das war ebenso viel wie vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) stiegen um sechs Cent auf ein Niveau von 3,20 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht an.
Fleischgroßmarkt:
Insbesondere vor dem Hintergrund der Öffnung der Außengastronomie stellten die Beteiligten an den Großmärkten für Rindfleisch zuletzt eine Belebung des Absatzes fest. Im Mittelpunkt der Nachfrage standen dabei vor allen Dingen Kurzbratartikel und Edelteile. Daneben entwickelt sich der Abverkauf von Verarbeitungsfleisch ebenfalls rege. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Einstandspreise für Schlachtrinder mussten auch auf den nachfolgenden Handelsstufen Preissteigerungen hingenommen werden. Preise für die einzelnen Teilstücke entwickeln sich somit stabil bis auch fester.
Schlachtkälber:
Am Markt für Kalbfleisch berichteten die Handelsbeteiligten im Bereich der Fleischgroßmärkte zuletzt von weiterhin guten Absatzmöglichkeiten. Durch die teilweise Wiedereröffnung der Gastronomie waren zusätzliche Nachfrageimpulse zu verzeichnen. Insbesondere Oberschalen standen im Fokus der Käufer. Preisanhebungen für diese Teilstücke waren in der Regel die Folge. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern reichte zuletzt gerade aus, den bestehenden Bedarf zu decken. Auf der erreichten Basis fest tendierende Preise waren in der Regel die Folge. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 21. Kalenderwoche 4,12 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit vier Cent mehr als eine Woche zuvor.