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Marktbericht Schlachtrinder
am 16.01.2019

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
.In der zweiten Kalenderwoche entwickelte sich das Geschehen auf dem deutschen Schlachtrindermarkt insgesamt uneinheitlich. Seitens der Schlachtunternehmen standen vornehmlich preiswerte Gattungen im Fokus der Nachfrage. Anfang des Jahres steht Verarbeitungsware im Mittelpunkt, während edleren Teilstücke und damit auch das Fleisch von Jungbullen eher vernachlässigt wird. Das zur Verfügung stehende Angebot fiel dabei auf den Märkten im Bereich der Jungbullen gut ausreichend aus. Teilweise berichtet man auch noch von vorhandenen Lagerbeständen. Die Auszahlungspreise für Jungbullen standen schon zu Beginn der Berichtswoche leicht unter Druck. Im Gegensatz dazu konnten die Abgeber von Schlachtkühen und schwächeren Färsenqualitäten zunächst noch mit festen Auszahlungspreisen der Schlachtunternehmen rechnen. Hier reichten die Angebotsstückzahlen nur knapp aus dem bestehenden Bedarf zu decken. Zu Beginn der aktuellen Woche waren aber auch in diesem Bereich leichte Preisschwächen vorherrschend. Am Montag, den 14.01. 2019 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,75 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Das waren 6 Cent weniger als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) wurden um 2 Cent auf 2,58 Euro je kg SG reduziert.
Fleischgroßmarkt:
Auch auf Großhandelsebene entwickelte sich das Geschäft mit Rindfleisch in der zurückliegenden Berichtswoche zuletzt uneinheitlich. Im Vordergrund der Nachfrageinteressen stand Vorderfleisch für die Verarbeitung. Seitens der Verbraucher war zu Beginn des Jahres insbesondere Hack- und Suppenfleisch zügig gefragt. Insgesamt am Markt zur Verfügung stehen Mengen fielen dabei ausreichend umfangreich aus. Weniger gefragt wurden Edelteile. Im diesem Bereich mussten die Abgeber vielfach mit Preisnachlässen rechnen.
Schlachtkälber:
Auch nach dem Jahreswechsel wurde Kalbfleisch weiterhin stetig geordert. Die Marktbeteiligten waren dabei mit den möglichen Umsätzen zumeist zufrieden. In preislicher Hinsicht ergaben sich auf Großhandelsebene auf der Abgabeseite für die verschiedenen Teilstücke keine wesentlichen Veränderungen. Nur Filets wurden mitunter etwas günstiger gehandelt als zuvor. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern entsprach zuletzt weitgehend dem Bedarf. Die Auszahlungspreise entwickelten sich dabei nahe der bisherigen Basis. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der ersten Kalenderwoche 4,73 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 2 Cent weniger als eine Woche zuvor.