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Marktbericht Schlachtrinder
am 24.02.2021

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
Die am deutschen Schlachtrindermarkt zur Verfügung stehenden Angebotsstückzahlen fielen im Verlauf der zurückliegenden achten Kalenderwoche fortgesetzt übersichtlich aus. Die Nachfrage der Schlachtunternehmen konzentrierte sich dabei vornehmlich auf schwächere Jungbullenqualitäten als auch auf Schlachtkühe. Vor dem Hintergrund der insgesamt aber nicht ausreichenden Angebotsstückzahlen in diesem Bereich wurden auch qualitativ höherwertige Jungbullen stetig abgenommen. Gleichzeitig versuchten einige maßgebliche Schlachtunternehmen aber dennoch die Auszahlungspreise zu drücken. Angebotsbedingt gelang dieses aber im Verlauf der Berichtswoche nicht. Im Süden waren Fleckviehbullen sogar wieder stärker gefragt und wurden auch entsprechend höher bewertet. Knapper zur Verfügung stehende O-Bullen sowie Schlachtkühe konnten auch hierzulande gewisse Preisaufschläge realisieren. Am Donnerstag, den 25.02.2021 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,95 EUR/kg SG. Das war ebenso viel wie vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) stiegen um 5 Cent auf einem Niveau von 2,78 EUR/kg Schlachtgewicht.
Fleischgroßmarkt:
Auf den Fleischgroßmärkten standen die günstigeren Rindfleischartikel im Vordergrund der Nachfrageinteressen. Besonders gefragt war dabei Fleisch aus dem Vorderviertel, speziell Hack- und Suppenfleisch. Daneben fanden aber auch Artikel aus der Rinderkeule relativ zügig ihre Käufer. Wie schon in den Wochen zuvor, entwickelt sich das Geschäft mit Filets, Roastbeefs und anderen Steakartikeln dagegen eher ruhig. Ursache hierfür ist in diesem Bereich die weiterhin geschlossene Gastronomie. Neben Ware aus heimischer Herkunft werden auch weiterhin Edelteile aus südamerikanischen Importen am Markt angeboten. In diesem Bereich berichtet man von deutlicheren Preisnachlässen. Die Nachfrage entwickelte sich dennoch kaum belebt.
Schlachtkälber:
Der Handel mit Kalbfleisch entwickelte sich nach Aussagen der Handelsbeteiligten im Bereich der Fleischgroßmärkte zuletzt weiterhin zufriedenstellend. Es werden stetige Mengen geordert. Der Ausfall der Gastronomie macht sich lediglich im Bereich der Kalbsrücken bemerkbar. Fleisch aus der Keule sowie aus dem Vorderviertel finden vollständig ihre Abnehmer. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern entsprach dem bestehenden Bedarf. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der sechsten Kalenderwoche 4,16 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit drei Cent weniger als eine Woche zuvor.