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Marktbericht Schlachtrinder
am 16.08.2019

Jungbullen und weibliche Schlachtrinder:
In der zweiten Augusthälfte konnten am deutschen Schlachtrindermarkt insgesamt weiter belebte Absatzgeschäfte mit Rindfleisch beobachtet werden. Gleichzeitig fielen die zur Verfügung stehenden Angebotsstückzahlen an Jungbullen und auch weiblichen Schlachtrindern nur begrenzt aus. Männliche Schlachttiere standen dabei insbesondere im Fokus der Nachfrage. Auch vor dem Hintergrund der derzeit ansteigenden Preise fiel die Abgabebereitschaft der Rindviehhalter nur gering aus. Anziehende Auszahlungspreise waren im Verlauf der zurückliegenden Berichtswoche die Folge. Dies galt sowohl für Jungbullen als auch etwas abgeschwächt für weibliche Gattungen. Am Donnerstag, den 15.08.2019 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaft für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,53 EUR/kg SG. Das waren 8 Cent mehr als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) stiegen um einen Cent auf ein Niveau von 2,83 EUR/kg SG an.
Fleischgroßmarkt:
Die Handelsbeteiligten im Bereich der Fleischgroßmärkte berichteten in der 32. Kalenderwoche von einem insgesamt etwas belebter verlaufenden Handel mit Rindfleisch. Vor dem Hintergrund der langsam zu Ende gehenden Sommerferien waren zumindest leichte Impulse zu verspüren. Die am Markt zur Verfügung stehenden Angebotsmengen reichten dabei aber gut aus den bestehenden Bedarf zu decken. Vergleichsweise schwierig gestaltet sich der Absatz mit Keulenteilen. Flott hingegen ließen sich weiterhin Steakartikel absetzen. Auch Verarbeitungsartikel von Schlachtkühen wurden stetig geordert, teilweise konnten die Preise in einigen Bereichen etwas angehoben werden. So wurden auch im Bereich des Jungbullenfleisches vielfach höhere Teilstückpreise durchgesetzt.
Schlachtkälber:
Wie schon in den Wochen zuvor entwickelt sich das Geschäft mit Kalbfleisch auch in der zurückliegenden Berichtswoche weiterhin recht stetig. Auf Großhandelsebene entwickelten sich die Preise zumeist stabil und seitens der Handelsbeteiligten zeigte man sich mit den noch möglichen Umsätzen zufrieden. Gedämpft wurde die Preisentwicklung dabei durch umfangreiche und relativ kostengünstige Importe aus den Niederlanden. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtkälbern reichte aus den bestehenden Bedarf zu decken. Die Auszahlungspreise für Schlachtkälber entwickelten sich dabei zuletzt wenig verändert. Das Bundesmittel für pauschal abgerechnete Kälber erreichte in der 31. Kalenderwoche 3,80 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit 11 Cent weniger als eine Woche zuvor.