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Lage- und Preisbericht am 15.01.2021


Sojaschrotpreise auf sehr hohem Niveau

Angebotsstau bleibt bestehen

Übersichtliches Schlachtrinderangebot

Anhaltend feste Tendenzen am Getreidemarkt

Rapskurse ziehen weiter an

Leichter Preisanstieg bei Verarbeitungskartoffeln


Sojaschrotpreise auf sehr hohem Niveau

Auf den Märkten für Futterkomponenten waren im Bereich der Ölschrote zuletzt weiter feste Preisentwicklungen zu beobachten. Vor dem Hintergrund der teilweise ungünstigen Witterungsbedingungen in einigen Anbauregionen in Südamerika als auch infolge umfangreicherer Käufe Chinas entwickelten sich die Preise an den internationalen Börsen fortgesetzt sehr fest. Das hierzulande zur Verfügung stehende Angebot fiel ausreichend, insbesondere allerdings nicht allzu umfangreich aus. Entsprechend der vorherrschenden Marktlage verlangen die Abgeber fortgesetzt hohe Forderungen. Soja- und Brasilschrot werden damit auch hierzulande auf sehr hohem Niveau gehandelt. Deutlich angestiegen waren zuletzt auch die Forderungen für Non-GMO-Sojaschrote. Am Markt für Rapsschrot wurden für schnell verfügbare Partien weiter hohe Aufgelder verlangt. Das zur Verfügung stehende Angebot fällt weiterhin übersichtlich aus, während andererseits durchaus Kaufbedarf besteht. Im Bereich der übrigen Futterkomponenten entwickelten sich die Kurse ebenfalls vielfach fester. Dies galt zuletzt auch für Melasseschnitzelpellets.

Angebotsstau bleibt bestehen

In der zweiten Kalenderwoche kennzeichnen weiterhin umfangreiche Angebotsmengen die Situation am deutschen Schlachtschweinemarkt. Die in den Vorwochen entstandenen Angebotsüberhänge konnten bislang weiterhin nicht abgebaut werden. Vor dem Hintergrund einer zumindest regional vielfach weiter reduzierten Abnahmebereitschaft der Schlachtunternehmen nahmen diese teilweise sogar weiter zu. Ursache waren coronabedingt eingeschränkt verfügbare Arbeitskapazitäten als auch eine verhaltene Nachfrage infolge nur beruhigter verlaufenden Schweinefleischabsatzgeschäfte. Insgesamt wurden die Vermarktungsmöglichkeiten als schwierig beschrieben. Kurzfristig dürfte sich auch wenig daran ändern. Für die Schlachtwoche vom 14. bis zum 20.01.2021 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Mitgliedern einen unveränderten Schlachtschweinepreis in Höhe von 1,19 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.

Übersichtliches Schlachtrinderangebot

In der zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres konzentrierten sich die Nachfragesinteressen am deutschen Schlachtrindermarkt vornehmlich auf preiswertere Qualitäten. Das den Schlachtereien zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtrindern fiel insgesamt nur übersichtlich aus und reichte nur gerade aus, den bestehenden Bedarf zu decken. Insbesondere knapp fielen die Stückzahlen im Bereich der Schlachtkühe aus. Die gleichzeitig vorherrschend rege Nachfrage führte im Wochenverlauf zu fester tendierenden Auszahlungspreisen. Ebenfalls gut gefragt blieben Jungbullen der Handelsklasse O. In diesem Bereich entwickeln sich die Preise durchweg stabil. Leichte Preisschwächen hingegen mussten im Bereich der höherwertigen Jungbullenqualitäten verzeichnet werden. Am Donnerstag, den 14.01.2021 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,77 EUR/kg SG. Das waren 3 Cent weniger als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) stiegen um 5 Cent auf einem Niveau von 2,60 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht an.

Anhaltend feste Tendenzen am Getreidemarkt

Im Verlauf der zweiten Januarwoche sind am hiesigen Getreidemarkt weiterhin feste Tendenzen zu beobachten. Ursächlich dafür sind die weiterhin steigenden Kurse an den internationalen Börsen, die durch den WASDE-Bericht nochmals anzogen. Hier spielen die angekündigte Exportsteuer Russlands ab Februar sowie eine rege Nachfrage am Weltmarkt eine Rolle. Das Exportverbot Argentiniens für Mais wurde unterdessen aufgehoben, woraufhin der Kurs an der Börse in Chicago allerdings nur kurzfristig leicht schwächer tendierte. Insgesamt berichten Marktteilnehmer von einem weiterhin ruhigen Handel zu Jahresbeginn, da sich viele Beteiligte zuletzt noch im Urlaub befanden. Für die Vermarktung ex Ernte 2021 gehen aufgrund der festen Preisentwicklung am Kassamarkt laufend Anfragen ein. Die Zahl der Abschlüsse war jedoch zuletzt noch überschaubar. Seitens der Mischfutterindustrie in Südoldenburg wird aktuell stetig Futtergetreide nachgefragt. Durch die milden Fröste werden derzeit keine Schäden durch Auswinterung in den Beständen erwartet.

Rapskurse ziehen weiter an

Die Rapspreise ziehen weiter an, was auf die festen Entwicklungen am Sojamarkt sowie an den Ölmärkten zurückzuführen ist. Die Erwartungen an eine umfangreiche Rapsernte in Australien taten daran keinen Abbruch.

Leichter Preisanstieg bei Verarbeitungskartoffeln

Wenig verändert präsentiert sich die Situation am Markt für Speisekartoffeln in der zweiten Januarwoche. Nur vereinzelt wurde im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels von einem gewissen Auffüllbedarf nach dem Weihnachtsgeschäft berichtet. Insgesamt herrschten überwiegend ruhige Handelsaktivitäten vor. Das zur Verfügung stehende Angebot reichte dabei gut aus, um den bestehenden Bedarf zu decken. Auch in der weiteren Entwicklung erwarten die Marktbeteiligten kurzfristig kaum größeren Spielraum für Preisbefestigungen vor dem Hintergrund der bislang gut ausreichenden Angebotsmengen. Das Versandgeschäft in Richtung Süddeutschland verläuft ruhig, da man dort zum Großteil noch auf heimische Ware zurückgreifen kann. Zudem macht sich auch weiterhin die fehlende Nachfrage aus dem Bereich der Gastronomie bemerkbar. Im Bereich der Industrieware herrschte ausgehend von den zu Jahresbeginn erhöhten Börsenkursen gewisse Hoffnung auf ansteigende Preise vor. Im weiteren Verlauf rechnen Marktbeteiligte mit einer weiter zunehmenden Nachfrage der Verarbeiter nach freier Ware. Leichte Preisbefestigungen konnten zuletzt durchgesetzt werden.