Die hier gezeigten Preise sind, mit Ausnahme der Amtlichen Notierungen und den Kursen für Rohöl und Dollar, historisch. Aktuelle Marktinformationen sind über unsere Serviceangebote per App, E-Mail, Anrufbeantworter und SMS erhältlich.


Lage- und Preisbericht am 09.04.2021


Stabiler Milchmarkt nach dem Osterfest mit fester Tendenz

Schlachtschweinepreise fortgesetzt stabil

Knappes Schlachtrinderangebot

Ruhiger Getreidehandel bei leicht schwächeren Preisen

Rapspreise halten ihr hohes Niveau

Kartoffelnachfrage nach Ostern beruhigt


Stabiler Milchmarkt nach dem Osterfest mit fester Tendenz

Hiesige Molkereien haben die Auszahlungspreise für den Monat März angehoben. Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien stieg in der zwölften Kalenderwoche moderat an. Laut Schnellberichterstattung der (ZMB) wurden 0,1 % mehr Milch als in der Vorwoche abgeliefert. Die Vorjahreslinie wurde damit zuletzt noch um 1,0 % unterschritten. Nach den Feiertagen hat sich die Nachfrage nach abgepackter Butter auf Ladenstufe bei einem zuvor lebhaften Ostergeschäft etwas beruhigt. Marktbeteiligte erwarten für die kommenden Wochen belebende Impulse durch den Beginn der Spargelsaison. Am Markt für Butter im 25 kg Block nahmen die Handelsbeteiligten aufgrund von Unsicherheit über die weitere Preisentwicklung eine abwartende Haltung ein. Am Markt für Käse setzten sich zuletzt die freundlichen Tendenzen der Vorwoche weiter fort. Im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels verlief die Nachfrage lebhaft. In den übrigen Segmenten zeigten sich Marktbeteiligte angesichts der andauernden Coronamaßnahmen zufrieden mit den Absatzmöglichkeiten. Bei der amtlichen Preisnotierung für Schnittkäse in Hannover entwickelten sich die die Kurse leicht fester. Durch die Osterferien und dem näher rückenden Ramadan in den muslimischen Ländern hat sich der Marktverlauf beim Magermilchpulver beruhigt. An der Börse in Kempten waren stabile Entwicklungen zu beobachten. Ebenfalls beruhigt hat sich die Situation am Markt für Vollmilchpulver. Stabile Notierungen waren auch hier die Folge.

Schlachtschweinepreise fortgesetzt stabil

Das in der 14. Kalenderwoche auf dem deutschen Schlachtschweinemarkt zur Verfügung stehende Angebot schlachtreifer Schweine fiel vor dem Hintergrund des ausfallenden Schlachttages am Anfang der Berichtswoche insgesamt für den bestehenden Bedarf der Schlachtunternehmen ausreichend aus. Angebotsüberhänge waren kaum zu beobachten. Die bis zuletzt ausgeglichenen Marktverhältnisse bedingen unveränderte Schweinepreise. Für die Schlachtwoche vom 08. bis zum 14.04.2021 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Mitgliedern einen stabilen Schlachtschweinepreis in Höhe von 1,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.

Knappes Schlachtrinderangebot

Das im Verlauf der 14. Kalenderwoche am deutschen Schlachtrindermarkt zur Verfügung stehende Angebot entwickelte sich fortgesetzt rückläufig. Trotz schlechter Witterung und damit ausgesetzter Bestellarbeiten blieb es bei einer geringen Abgabebereitschaft der Rindviehhalter. Seitens der Schlachtunternehmen bestand dabei durchaus Bedarf, sodass die zur Verfügung stehenden Angebotsmengen nicht vollständig ausreichten, um alle Anfragen zu bedienen. Fester tendierende Auszahlungspreise für Jungbullen und auch für weibliche Gattungen waren schon zu Beginn der Berichtswoche die Folge. Auch im weiteren Verlauf wurde diese Entwicklung bestätigt. Am Donnerstag, den 08.04.2021 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,92 EUR/kg SG. Das waren 5 Cent mehr als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) stiegen um 3 Cent auf einem Niveau von 2,92 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.

Ruhiger Getreidehandel bei leicht schwächeren Preisen

Die Anbauflächenschätzung des US-Agrarministeriums hat zu Turbulenzen an den Börsen geführt. Zur Wochenmitte wurde zwischenzeitlich der Handel an der US-Börse ausgesetzt; als der höchstmögliche Tagesgewinn bei Mais und Soja erreicht worden war. Das sorgte kurzfristig auch für einen erneuten Anstieg der Erzeugerpreise, welche in der laufenden Woche jedoch wieder nachgaben. Auf der einen Seite zeichnen sich auf globaler Ebene zwar gute Aussichten für die kommende Erntemenge ab; auf der anderen Seite könnte eine zu kleine Anbaufläche in wichtigen Exportländern zu einer Verknappung des Angebots führen, insbesondere wenn schwierige Witterungsbedingungen eintreten, die die Ertragsentwicklung einschränken. Am hiesigen Markt werden nur noch geringe Mengen alterntiger Ware umgesetzt. Die Lagerbestände in den landwirtschaftlichen Betrieben sind sehr gering. Zudem hat sich die Nachfrage um Ostern weiter beruhigt. In den nördlichen Regionen Niedersachsens wurden die Düngemaßnahmen beim Getreide bereits abgeschlossen, während in den viehärmeren Gebieten im Süden vielerorts noch die Abschlussgabe erfolgen muss. 

Rapspreise halten ihr hohes Niveau

In den Rapsbeständen muss vermehrt auf den Zuflug von Rapsschädlingen geachtet und die erforderlichen Maßnahmen getroffen werden. An der Börse verlor der vordere Rapskontrakt vor dem Wochenende deutliche 20 EUR/t und rutschte damit das erste Mal seit Anfang März unter die 500-Euro-Marke, stieg aber zuletzt wieder deutlich an.

Kartoffelnachfrage nach Ostern beruhigt

Erwartungsgemäß entwickelt sich die Nachfrage nach Speisekartoffeln nach dem Osterfest wieder ruhiger, zumal weiterhin Impulse infolge der weiter geschlossenen Gastronomie ausbleiben. Die in der 15. Berichtswoche vorherrschenden Bestellungen des Lebensmitteleinzelhandels konnten mit dem verfügbaren Angebot ohne Probleme bedient werden. Daneben wird das Angebot aus dem Mittelmeerraum tendenziell umfangreicher, sodass sich der Konkurrenzdruck erhöht. Die Erzeugerpreise konnten sich dem Vernehmen nach bis zuletzt auf der bisherigen Basis behaupten. Teilweise berichtet man auch von aufkommendem Preisdruck. Die zuletzt sehr kühl und unbeständigen Witterung sorgte für eine Unterbrechung noch anstehender Feldarbeiten. Zudem dürften die relativ kalten Temperaturen die Entwicklung der Frühkartoffelnbestände bremsen. Im Bereich der Industrieware stand ebenfalls genügend Ware für den benötigten Bedarf der Verarbeiter zur Verfügung. Die Preise für freie Ware entwickelt sich dabei bestenfalls unverändert.