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Lage- und Preisbericht vom 22.02.2019


Futtergetreide günstiger verfügbar

Schweinepreise verbleiben auf Vorwochenbasis

Ruhige Jungbullennachfrage

Kaufzurückhaltung auf den Getreidemärkten

Raps unter Druck

Kartoffeln so knapp wie seit Jahrzehnten nicht mehr


Futtergetreide günstiger verfügbar

Am Markt für Futtergetreide berichteten die Handelsbeteiligten zuletzt von einem deutlich besser verfügbaren Angebot aus dem In- und Ausland. Schon zuvor sorgten umfangreichere Angebote aus den Niederlanden insbesondere im Bereich der Futtergerste für schwächere Tendenzen. Bis zum Ende der laufenden 8.Kalenderwoche wurden seitens der Händler nochmals deutlicher zurückgesetzte Futtergetreidepreise genannt. In der weiteren Entwicklung rechnen die Marktbeteiligten dann vornehmlich mit einer Seitwärtsbewegung der Kurse auf reduziertem Niveau. Seitens der Mischfuttermittelhersteller konsumiert man bis zuletzt umfangreichere Mengen von importierten Mais, welcher nach wie vor in auskömmlichen Mengen zur Verfügung steht. Die hierzulande genannten Erzeugerpreise für Futtergetreide lagen zum Ende der Woche spürbar unterhalb des Vorwochenniveaus.

Schweinepreise verbleiben auf Vorwochenbasis

In der 8. Kalenderwoche blieb es am deutschen Schlachtschweinemarkt weiterhin bei nur überschaubaren Angebotsmengen, wenngleich die angebotenen Mengen schlachtreifer Schweine wieder etwas umfangreicher ausfielen wie zuvor.  In der vorangegangenen Woche lagen die Angebotsstückzahlen mit rund 950.000 Stück 1 Prozent oberhalb des Vorjahresniveaus. Gleichzeitig zeigten die Schlachtunternehmen zwar weiterhin Interesse an den verfügbaren Stückzahlen, doch bestand eine darüberhinausgehende Nachfrage, infolge der weiterhin beklagten Schweinefleischabsatzgeschäfte, scheinbar nicht.  Die damit insgesamt ausgeglichene Marktlage hatte somit zunächst stabile Schweinepreise zur Folge. Für die Schlachtwoche vom 14.02. bis zum 20.02.2019 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Mitgliedern einen gegenüber der Vorwoche unveränderten Auszahlungspreis für Schlachtschweine in Höhe von 1,40 € je kg SG.

Ruhige Jungbullennachfrage

Am deutschen Schlachtrindermarkt herrschten im Verlauf der achten Kalenderwoche uneinheitliche Entwicklungen vor. Das Interesse der Schlachtunternehmen konzentrierte sich weiterhin vielfach auf weibliche Schlachttiere und schwächere Jungbullenqualitäten. Die insgesamt ruhige Fleischnachfrage sorgt in diesem Segment bestenfalls für stabile Preise. Jungbullen der Handelsklasse R und U standen weniger im Interesse der Schlachtunternehmen. Die verfügbaren Angebotsmengen reichen dabei gut aus den bestehenden Bedarf zu decken. Leicht schwächere Auszahlungspreise waren schon zu Beginn der Berichtswoche die Folge im Bereich der Jungbullen. Am Donnerstag, den 21.02.2018 nannte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bundesweit für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 3,74 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Das waren 5 Cent weniger als vor Wochenfrist. Die Preise für Kühe der Handelsklasse O3 (310 kg) wurden um 1 Cent auf 2,68 Euro je kg SG erhöht.

Kaufzurückhaltung auf den Getreidemärkten

Neben Futter- und Braugerste gibt jetzt auch Weizen nach. Die Käufer halten sich momentan zurück, offenbar auch wegen des meistens guten Zustands der Winterkulturen. Das bislang weitgehende Ausbleiben von Frostschäden setzt jetzt nicht nur den Terminmarkt unter Druck, sondern auch die Preisbildung im aktuellen Marktgeschehen. Wegen der allgemein eher geringen Bevorratung dürfte die Kaufenthaltung aber in vielen Fällen nicht lange durchzuhalten sein. Außerdem können in den kommenden Wochen späte Wechselfröste durchaus noch zu einer Dämpfung der Ertragserwartungen führen. Der Weizenexport hat erwartungsgemäß doch noch etwas Schwung aufgenommen. Die belebenden Impulse reichen für eine generelle Preissteigerung allerdings wohl nicht aus.

Raps unter Druck

Auch Raps zeigte trotz des kleinen Angebots zuletzt deutliche Schwächen. Ölmühlen und Verarbeiter haben sich auf die geringe Verfügbarkeit eingestellt. Ob sie dabei auch in den kommenden Monaten auf die Unterstützung aus dem Bereich anderer Ölsaaten bauen können, ist aber fraglich. Für Soja- und Palmöl ist bis zum Sommer mit eher anziehenden Preisen zu rechnen. Das könnte den Umstieg in der Biodieselproduktion auf günstigere Öle als Rapsöl etwas bremsen

Kartoffeln so knapp wie seit Jahrzehnten nicht mehr

Der Markt für Speise- und Verarbeitungskartoffeln zeigt sich weiterhin sehr fest. Das Angebot ist so knapp wie seit mehr als vier Jahrzehnten nicht mehr. In Flachlägern sind nur noch Restbestände vorhanden. Auch in vielen Kistenlägern gehen die Kartoffeln jetzt schon langsam zur Neige. Unabhängig von der Wetterentwicklung und den Außentemperaturen wird jetzt meist der volle Zugriff auf Kühlläger erforderlich. Die Notierungen für Speisekartoffeln haben nachgezogen und erreichen damit auch in Niedersachsen das Niveau, das im Rheinland schon seit einigen Wochen besteht. Für Kistenkühlhausware werden oft Preisaufschläge von 2 €/dt gezahlt. Auch Partien mit gewissen Mängeln finden in der Regel noch Käufer. Dabei handelt es sich meist um Folgen von leichten Beschädigungen bei der Ernte. Pflanzkartoffeln sind ebenfalls knapp und teuer. Die Auspflanzung von Frühkartoffeln unter doppelter Folie läuft bereits, im nördlichen Landesteil steht sie kurz vor dem Beginn.

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