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Düngung nach früh geerntetem Mais

Aufgrund der Trockenheit wurde in einigen Regionen Niedersachsens bereits mit der Ernte des Silomaises begonnen. Diese Not-Ernte geschieht zu einem außergewöhnlich frühen Zeitpunkt und einige Betriebe überlegen noch Gräser zur Futternutzung oder eine Zweitfrucht als Energiepflanze (z.B. Grünroggen u.a.) anzubauen. Natürlich kann diese Aussaat nur Erfolg haben, wenn auch in Kürze noch ausreichende Niederschläge fallen. Ohne Niederschläge besteht auch kein Düngebedarf, da kein Pflanzenwachstum stattfinden kann.

Werden jetzt nach dem notreifen Mais (oder anderen Hackfrüchten) Futterpflanzen/Energiepflanzen angebaut, die in diesem Jahr noch geerntet werden sollen, so handelt es sich um eine zweite Hauptfrucht. Diese zweiten Hauptfrüchte dürfen grundsätzlich in Höhe ihres Düngebedarfs gedüngt werden. Aufgrund der geringen N-Abfuhren durch den Mais ist damit zu rechnen, dass noch relativ hohe Stickstoffmengen im Boden vorhanden sind, die zur N-Versorgung der Futterpflanzen/Energiepflanzen beitragen. Vor diesem Hintergrund dürfte der Düngebedarf bei Aussaatterminen bis Ende August max. noch 60 kg N/ha betragen, die mit Gülle, Gärresten oder auch mineralisch abgedeckt werden können.

Kann die Aussaat erst ab dem 01. September erfolgen, ist aufgrund der bis Vegetationsende nur noch zur Verfügung stehenden kurzen Wachstumszeit kein erntewürdiger Aufwuchs mehr zu erwarten. Diese Spätsaaten sind dann keine zweite Hauptfrucht und unterliegen den Vorgaben zur Herbstdüngung.

 


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Kontrolle Düngerecht
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Stand: 06.08.2019