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Chance Inklusion - Menschen mit Behinderung ausbilden und beschäftigen

Stichwort Inklusion: Worum geht es?

Inklusion bedeutet "Einschluss" und geht über den früher verwendeten Begriff der Integration hinaus. Ziel ist die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen, also auch in der Ausbildung und Beschäftigung. Beim Konzept der Inklusion steht die Vermeidung von Ausgrenzungen im Vordergrund.

Betriebe informieren und unterstützen
Es geht vor allem darum, die regulären Ausbildungswege für Menschen mit Beeinträchtigungen so zugänglich zu machen, dass sie die gleichen Perspektiven haben. Häufig gibt es in Betrieben Berührungsängste und Unsicherheiten. Betriebe, die bereits Menschen mit Handicaps ausbilden oder beschäftigen, berichten über überwiegend positive Erfahrungen. Besonders geschätzt werden eine überdurchschnittliche Motivation und positive Auswirkungen auf das Arbeitsklima im Betrieb.

Die Berater und Beraterinnen der Landwirtschaftskammer informieren gern über unterstützende Möglichkeiten für Arbeitgeber, die Menschen mit Beeinträchtigungen eine Chance geben möchten. Umfangreiche Hilfestellungen bieten auch die Ansprechpartner/innen des Arbeitgeberservice der Agenturen für Arbeit.

Mehr zum Thema finden Sie auch unter:
www.inklusion-gelingt.de
www.integrationsaemter.de
www.arbeitsagentur.de

 

Nachteilsausgleich: Prüfungsbedingungen den Beeinträchtigungen anpassen
Menschen mit Beeinträchtigungen haben auch bei der Gestaltung von Prüfungen einen Anspruch auf Berücksichtigung ihrer besonderen Belange. Der Antrag auf Nachteilsausgleich (PDF, 17 KB)ist mit der Prüfungszulassung zu stellen. Näheres dazu finden Sie unter Hinweise zum Nachteilsausgleich (PDF, 86 KB).

 

Spezielle Ausbildungsgänge
Für junge Menschen, die wegen Art und/oder Schwere ihrer Behinderung keine "reguläre" Ausbildung absolvieren können, gibt es die Möglichkeit einer sogenannten Fachpraktiker- bzw. Werkerausbildung. Hierbei handelt es sich um spezielle Ausbildungsregelungen, die der Berufsbildungsausschuss der Landwirtschaftskammer auf der Grundlage des § 66 (Absatz 1) des Berufsbildungsgesetzes verabschiedet hat. Fachpraktiker- bzw. Werkerausbildungen orientieren sich an den Inhalten des jeweiligen anerkannten Ausbildungsberufes und berücksichtigen das eingeschränkte Leistungsvermögen von Jugendlichen. Voraussetzung für eine entsprechende Ausbildung ist die Vorlage eines psychologisch-medizinischen Gutachtens. Ausbilder/innen müssen eine behindertenspezifische Zusatzqualifikation nachweisen. Mehr zu den einzelnen Ausbildungsregelungen finden Sie unter Fachpraktiker/in Hauswirtschaft, Werker/in im Gartenbau, Werker/in in der Landwirtschaft.

 

"Chefsache Inklusion"
Landesweite Initiative mit dem Ziel der Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Betrieben für junge Menschen mit Behinderungen.
Positionspapier (PDF, 286 KB)


Kontakt:
Christa Hallmann-Rosenfeldt
Aus- und Fortbildung
Telefon: 0441 801-815
Telefax: 0441 801-204
E-Mail: