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Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt Ausbildungsbetriebe

In der aktuellen schwierigen Situation sollen Ausbildungsbetriebe, die erheblich von der Corona-Krise betroffen sind, unterstützt und motiviert werden, das Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten.


Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise besonders betroffen sind. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Ausbildungsprämie: Ausbildende Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den 3 Vorjahren aufrechterhalten, werden mit einer Ausbildungsprämie gefördert. Sie erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen, neuen Ausbildungs-vertrag einmalig 2.000 € (Das Vertragsverhältnis muss auch nach Ablauf der Probezeit noch bestehen).
     
  • Ausbildungsprämie plus: Ausbildende Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den 3 Vorjahren erhöhen, erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 € (Das Vertragsverhältnis muss auch nach Ablauf der Probezeit noch bestehen).
        
  • Vermeidung von Kurzarbeit: Ausbildungsbetriebe, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls (mindestens 50 %) ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 % der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist.
     
  • Auftrags- und Verbundausbildung: Wenn Ausbildungsbetriebe die Ausbildung temporär nicht fortsetzen können, können andere Ausbildungsbetriebe und überbetriebliche Ausbildungsstätten zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür eine Förderung erhalten. Dies gilt, wenn der ursprüngliche Ausbildungsbetrieb vollständig oder zu mehreren Teilen pandemiebedingt von einer Schließung oder erheblichen Auflagen betroffen ist.
     
  • Übernahmeprämie: Ausbildungsbetriebe, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen Betrieben bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Auszubildender/Auszubildendem eine Prämie von 3.000 €.

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Für alle 5 oben genannten Maßnahmen gilt: Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die durch die Covid-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen, wenn ein Betrieb in der ersten Hälfte des Jahres 2020

  • wenigstens 1 Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder
  • der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 unterbrochen ist.
    Bei einem Betrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich.


Hinweis:
Ein Antrag auf die Ausbildungsprämie oder Ausbildungsprämie plus ist möglich für Ausbildungsverhältnisse, die frühestens zum 1. August 2020 und spätestens zum 15. Februar 2021 beginnen. Betriebe müssen die Förderung bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit beantragen https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

Zusätzlich zum Antrag benötigen sie eine Bescheinigung der zuständigen Stelle für den Ausbildungsberuf von der Landwirtschaftskammer. Bitte wenden Sie sich an Ihren zuständigen Ausbildungsberater*in.

Die Bekanntmachung der Förderrichtlinie finden Sie unter https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3098.html


Kontakt:
Christa Hallmann-Rosenfeldt
Stellv. Leiterin Fachbereich Aus- und Fortbildung, Landjugend
Telefon: 0441 801-815
Telefax: 0441 801-204
E-Mail: