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Überbetriebliche Ausbildung - Ergänzung und Vertiefung

Die Teilnahme an der vorgeschriebenen überbetrieblichen Ausbildung (ÜA ist eine verbindliche Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Seit Sommer 2018 kommt in Niedersachsen ein verändertes Konzept für die überbetriebliche Ausbildung in der Tierhaltung zum Einsatz. Hierdurch wird den Auszubildenden die Möglichkeit geboten, die betrieblichen Schwerpunkte ihrer Ausbildung weiter zu vertiefen.

 

Grundsätzlich erfüllt die ÜA folgende Aufgaben:

  • Ergänzung fehlender Ausbildungsinhalte
  • Angleichung individueller Eingangsqualifikationen 
  • gezielte Vertiefung von Ausbildungsschwerpunkten
  • Vermittlung gesetzlich vorgeschriebener Sachkunde (z.B. Halten, Transportieren, Nottöten von Tieren)

 

Die Kurse für Rinderhaltung und Schweinehaltung im LBZ Echem werden seit 2018 in verschiedenen Intensitätsstufen angeboten. Alle Auszubildenden müssen während ihrer Ausbildungszeit an einem Grundlehrgang im 2. Ausbildungsjahr und einem Vertiefungslehrgang im 3. Ausbildungsjahr teilnehmen. Der Geflügelkurs im Lehr- und Forschungsgut (LFG) Ruthe ist ausschließlich als Vertiefungskurs für das 3. Ausbildungsjahr angelegt.

Die Auszubildenden können somit die Intensität ihrer ÜA-Lehrgänge selbst mitbestimmen. Entscheidend für die Kursauswahl ist dabei, in welcher Tierart der geplante Schwerpunkt ihrer betrieblichen Ausbildung liegt. Diese Tierart ist für die Vertiefungskurse im 3. Ausbildungsjahr zu wählen. Die Teilnahme am Grundlehrgang (2. Ausbildungsjahr) hat in einer anderen („alternativen“) Tierart zu erfolgen. Das differenzierte Kurskonzept setzt für die Auszubildenden somit eine gründliche Planung der Gesamtausbildung voraus.

Je nach Schwerpunktausrichtung der betrieblichen Ausbildung sind damit folgende Wahlmöglichkeiten gegeben:

 

Vertiefungsschwerpunkt der Ausbildung

Grundlehrgang
(2. Ausbildungsjahr)

Vertiefungslehrgang
(3. Ausbildungsjahr)

Rinderhaltung

  • Schweinehaltung (LBZ Echem)
  • Rinderhaltung (LBZ Echem)

Schweinehaltung

  • Rinderhaltung (LBZ Echem)
  • Schweinehaltung (LBZ Echem)

Geflügelhaltung

  • Schweinehaltung (LBZ Echem) oder
  • Rinderhaltung (LBZ Echem)
  • Geflügelhaltung (LFG Ruthe)

 

Die Auszubildenden werden zu Beginn ihrer betrieblichen Ausbildung über ihre Lehrgangswünsche befragt. Auf der Grundlage dieser Rückmeldungen erfolgt die konkrete Lehrgangsplanung für das jeweilige Ausbildungsjahr. Ziel ist es dabei, die Auszubildenden möglichst schulstandortweise in die Lehrgänge aufzunehmen.

Aus organisatorischen Gründen werden im LBZ Echem die Vertiefungslehrgänge Rinder- bzw. Schweinehaltung in der ersten Hälfte des Ausbildungsjahres durchgeführt. Danach folgen im Jahresverlauf die Grundlehrgänge in diesen beiden Tierarten.

Für die Lehrgänge Geflügelhaltung im LFG Ruthe gelten gesonderte Termine. An diesen Kursen sollen nur Auszubildende mit Schwer­punkt­ausrichtung Geflügelhaltung oder Bewerber nach § 45 Abs. 2 BBiG („Quereinsteiger“) mit entsprechendem Hintergrund teilnehmen.

Eine Übersicht über die Lehrgangstermine (ab September verfügbar) sowie die jeweiligen Kursinhalte finden Sie im Downloadcenter.

Zusätzlich zu den genannten Lehrgängen in der Tierhaltung müssen Auszubildende an weiteren eintägigen Schulungen (auf Kreisebene) teilnehmen, um zur Abschlussprüfung zugelassen werden zu können:

  • Einführung in das Berichtsheft
  • Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
  • Unterweisungstag „Integrierter Pflanzenschutz“
     
    Der Besuch der DEULA-Lehrgänge (je Ausbildungsjahr 1 Woche) ist im Rahmen des Berufsschulunterrichts verpflichtend.

Kontakt:
Richard Didam
Aus- und Fortbildung, Landjugend
Telefon: 0441 801-317
Telefax: 0441 801-204
E-Mail:
Marlies Logemann
Beraterin Aus- und Fortbildung, Landjugend
Telefon: 0441 801-528
Telefax: 0441 801-204
E-Mail: