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Deutscher Imkerhonig - die Ernte 2020 ist abgeschlossen -

Im Kreuzworträtsel können wir die Frage nach dem Bienenhalter schnell und sicher mit Imker beantworten. Und wenn es um ein Bienenprodukt geht, wissen schon Grundschulkinder, dass es sich um Honig handelt. Aber, wie wird aus dem Nektar der Blüten der Honig? Wie kommt der Honig ins Glas? Warum ist Honig mal fest und mal flüssig? Hier finden Sie Antworten auf diese Fragen.

Bienen sind fleißig, wenn es um ihre eigene Vermehrung, ihren Nachwuchs, ihre Vorratshaltung, die Honigerzeugung und die Bestäubungsleistung geht.

Honig ist ein Naturprodukt, ohne Zusätze, laut Honigverordnung ein natursüßer Stoff. Honig besteht hauptsächlich aus verschiedenen Zuckerarten, überwiegend aus Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose), sowie organischen Säuren und Enzymen. Außerdem sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Inhibine und Aromastoffe im Honig enthalten. Der Wassergehalt darf in Deutschem Imkerhonig maximal 18 %, bei Heidehonig 21,4 % betragen. Pollen ist ein natürlicher Bestandteil im Honig.

Trotz steigender Imkerzahlen - in Niedersachsen gibt es 13.792 organisierte Imker mit 93.553 Bienenvölkern -  werden in Deutschland unter der Bezeichnung „Echter Deutscher Honig“  lediglich 30 Prozent des gesamten Honigangebotes in Deutschland vermarktet, Der größte Teil des angebotenen Honigs ist mit rund 88.000 t Importware.

 

Vom Nektar zum Honig

Bienen sammeln zur Honigerzeugung Nektar aus Blüten und Honigtau (Ausscheidungsprodukt von Insekten). Den gesammelten Nektar und Honigtau gibt die Flugbiene am Flugloch des Bienenstocks an die Stockbienen ab. Innerhalb des Bienenstocks wird der Nektar und Honigtau mehrfach von einer zur anderen Bienen über den „Rüssel“ weitergegeben. Schon bei der Aufnahme von Nektar und Honigtau und bei der Weitergabe von Biene zu Biene werden Nektar/Honigtau mit körpereigenen Sekreten, Eiweißverbindungen und keimtötende Inhaltsstoffe angereichert. Auf diese Weise wandeln sich Nektar und Honigtau zu Honig um. Der Honig wird in die Wabenzellen eingelagert.

Durch die Flügelbewegungen der Bienen im Bienenstock wird dem Honig Wasser entzogen, es verdunstet. Wenn der Honig reif ist, verdeckeln die Bienen die gefüllten Wabenzellen mit Wachs, den sie in ihren Wachsdrüsen produzieren. Verdeckelte Waben sind ein Zeichen für den Start der Honigernte. Die Waben werden geschleudert und der Honig wird durch Zentrifugalkraft aus den Waben herausgeschleudert. Beim Abfüllen in geeignete Behältnisse wird der Honig merhfach gesiebt.

 

Honig: fest oder flüssig?

Das Verhältnis von Fruchtzucker zu Traubenzucker bestimmt, wie fest bzw. wie flüssig ein Honig ist. Je höher der Traubenzuckergehalt eines Honig umso fester ist seine Konsistenz. 

Damit ein Honig mit einem hohen Gehalt an Traubenzucker möglichst cremig bleibt, ist es wichtig, den Honig nach der Ernte regelmäßig und gleichmäßig zu rühren. Das kann bei kleineren Mengen von Hand erledigt werden, bei größeren Mengen mit einer Maschine. Das Rühren beeinflusst die Kristallbildung der Zuckermoleküle im Honig. Je kleiner die Kristallbildung, desto streichfähiger bleibt ein Rapshonig.

Wenn ein Honig Zuckerkristalle enthält, von „sandiger“ Konsistenz ist, deutet das auf keinen Fall auf einen Zusatz von Haushaltszucker hin, sondern, dass der Honig einen hohen natürlichen Traubenzuckeranteil aufweist und der Honig nicht ausreichend gerührt wurde.

 

Kalt geschleudert

Honig wird lauwarm bei etwa 35°C geschleudert, einer Temperatur wie sie auch im Bienenstock herrscht. Dieser Vorgang wird als kalt geschleudert bezeichnet, da keine Wärme zugeführt wird. Wenn Honig nach der Ernte, nach dem Rühren in großen Gebinden auskristallisiert und zum Abfüllen erwärmt werden muss, sollte das schonend erfolgen. Fest gewordener Honig kann zum Abfüllen auf maximal 40°C erwärmt werden, um ihn wieder zu verflüssigen.

 

Honigverzehr

Der pro Kopf-Verbrauch beim Honig liegt bei rund 1 kg pro Jahr. 61 % der Bevölkerung in Deutschland essen regelmäßig Honig. Echte Honigliebhaber verzehren jedoch wesentlich mehr als 1 kg Honig pro Jahr, für sie gehört Honig zum täglichen Brotaufstrich.

Probieren Sie Honig aus Ihrer Region und finden Sie Ihren Lieblingshonig direkt vom Erzeuger unter www.service-vom-hof.de“.

 


Kontakt:
Ingelore Borth
Familie und Betrieb, Ernährung
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Stand: 24.08.2020