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Jetzt ist Kirschenzeit

Sommer, Sonne und rote Kirschen von hervorragender Qualität, gereift in Niedersachsen. Seit einigen Tagen gibt es auf Wochenmärkten, im Lebensmittel-Einzelhandel oder direkt beim Kirschenbauer das sommerliche Steinobst.

Was Wertvolles in Kirschen steckt, worauf beim Einkauf der roten Früchte zu achten ist und was Kirschen und Rosen gemeinsam haben, erläutern die Ernährungsfachkräfte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Ernährung - in Kirschen steckt viel Gutes

Abgesehen von den Gaumenfreuden liefern Kirschen einiges an wertvollen Inhaltsstoffen. Beispielsweise Vitamine der B-Gruppe, die für ein reibungsloses Funktionieren des Stoffwechsels unentbehrlich sind. Vitamin C, das wichtig für das Immunsystem ist sowie Folsäure, ein Vitamin, das für die Steuerung der Zellteilung und für Wachstumsprozesse gebraucht wird.

Die rotvioletten Farbstoffe der Kirschen, die Anthocyane, erwiesen sich in Laborversuchen als starke Wirkstoffe im Kampf gegen freie Radikale, zudem wurden entzündungshemmende Effekte nachgewiesen.

 

Einkauf – Frische erkennen

Kirschen sind Früchte, die nicht nachreifen. Deshalb müssen sie beim Kauf voll entwickelt sein. Kirschen, die in den Einkaufskorb wandern, sollten prall und fest sein, eine glänzende Fruchthaut sowie eine sortenspezifische intensive Färbung aufweisen.

Süßkirschen werden mit Stiel angeboten, daran lässt sich die Frische erkennen: Je grüner und saftiger der Stiel ist, desto frischer die Frucht. Fehlt der Stiel, verliert die Frucht schnell an Saftigkeit und blutet aus.

Ganz frische Kirschen bekommt man direkt beim Erzeuger. Adressen zu niedersächsischen Direktvermarktern finden Sie unter www.service-vom-hof.de

Kirschen in Niedersachsen werden vor allem im Alten Land gepflückt. Die süßen Früchte sind nach den Äpfeln die wichtigste Obstart, die dort an der Niederelbe angebaut werden. Weitere Infos dazu unter www.mein-altes-land.de

 

Herkunft - Kirschen und Rosen haben etwas gemeinsam

Kirschen gehören zur Familie der Rosengewächse. Die saftigen Kirschen stammen von der im Kaukasus wild vorkommenden Vogelkirsche ab. Es wurden dann rund um das Schwarze Meer im Laufe der Zeit Bäume gezüchtet, die immer größere Früchte produzierten. Schließlich soll der römische Feldherr Lukullus im Jahre 74 vor Christi die ersten Kirschbäume von dort nach Europa gebracht haben, von wo aus sie sich dann schnell verbreiteten.

 

Küchenweisheit - „Wer Kirschen isst, sollte kein Wasser trinken“…

…sonst bekommt er Bauchweh", so lautet eine Küchenweisheit aus Großmutters Zeiten. Stimmt nicht!

Dieser Hinweis gilt lediglich für "Viel-Kirschenesser", die nach dem reichlichen Verzehr der Steinfrüchte reichlich Wasser trinken. Der Genuss von einem Glas Wasser auf ein paar Kirschen hingegen ist unbedenklich.

 

Ein paar Zahlen – Kirschen aus Deutschland

Deutschlandweit werden auf etwa 5.500 ha Kirschen von 6.600 Betrieben angebaut. Damit kann der Kirschenappetit der Deutschen jedoch nicht gestillt werden. Aus der Türkei, Italien und Spanien werden 50 bis 70 Prozent der verkauften Süßkirschen importiert.

Im Alten Land, dem Hauptanbaugebiet für Süßkirschen, in Niedersachsen steht auf rund 500 ha Süßkirschen. Die Menge, die in diesem Jahr von diesen Bäumen voraussichtlich gepflückt werden kann beträgt laut Schätzungen rund 5.000 bis 6.000 Tonnen.

 


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 02.07.2019



PDF: 32180 - 19.4189453125 KB   Rezepte mit Kirschen   - 19 KB