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Zucchini roh essen – kann man das?

Zucchinis punkten in der Küche durch ihr unaufdringliches, leicht nussiges Aroma, ihre schnelle Zubereitung sowie ihre unglaubliche Vielseitigkeit. Bis in den Herbst hinein gibt es sie aus heimischem Anbau.

Kann man Zucchinis auch roh essen? Kleine Warenkunde zum kleinen Kürbis.

Zucchinis können roh verzehrt werden

Gründlich gewaschene und geputzte Zucchinis können ungegart in Scheiben geschnitten, geraspelt oder gewürfelt fast ohne Bedenken in den Salat, zum Kräuterquark gegeben werden.

Das Risiko liegt nicht beim Rohverzehr, sondern bei Giftstoffen, die bitter schmecken.

 

Vorsicht bei bitterschmeckenden Zucchinis

Bitter schmeckende Zucchinis können den Giftstoff Cucurbitacin enthalten. Normalerweise kommen hohe Konzentrationen dieses Stoffes nur in Zier- und Wildkürbissen vor. Im eigenen Garten kann es jedoch zu Rückkreuzungen kommen, beispielsweise, wenn sie in der Nähe von Zierkürbissen gepflanzt werden. Im Handel gekaufte Zucchinis sind im Allgemeinen unbedenklich. Ihnen wurden die Bitterstoffe weitgehend weggezüchtet.

 

Cucurbitacine, giftige Bitterstoffe in Kürbisgewächsen

Die Bitterstoffe der Kürbisgewächse zu denen neben den Zucchinis, weitere Kürbisse sowie Gurken und Melonen zählen, können Vergiftungserscheinungen im Magen-Darm-Trakt verursachen, wobei auch hier gilt: die Dosis macht das Gift. Die Symptome können zu Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall führen. In ganz seltenen Fällen können sie tödlich sein.

Das besonders missliche an den Bitterstoffen ist, dass sie hitzebeständig sind. Cucurbitacine werden durch Hitze, also beim Kochen, nicht zerstört.

Unbedingt beachten:
Vor allem Zucchinis und Kürbisse aus eigenem Anbau sollten vor der Zubereitung probiert werden. Bei bitterem Geschmack sollte auf eine Verwendung verzichtet werden.
 

Prima geeignet für die kalorienarme Küche

Zucchinis sind ähnlich wie Gurken sehr wasserreich, und wie Gurken mit etwa 20 kcal/100 g ausgesprochen energiearm. Das macht sie zur beliebten Zutat für leichte Gerichte an Sommertagen.

In den kleinen Kürbissen steckt jedoch nicht nur erfrischendes Wasser. Sie punkten auch mit Vitaminen, Mineralstoffen, wie das Vitamin C, verschiedene Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Magnesium und Eisen. Darüber hinaus liefern sie Ballaststoffe, die zur gesunden Darm-Mikrobiotik beitragen und antioxidativ wirkende Polyphenole. Sie schützen die Zellen vor oxidativem Stress.

 

Zucchinis in der Küche

Die Vorbereitung der Zucchinis für das Braten, Schmoren, Kochen, Grillen, Backen oder Rohessen ist einfach: waschen, mit einem Papiertuch trocknen, Stil- und Blütenansatz sowie gegebenenfalls verhärtete Schalenstellen entfernen.

Dann je nach Rezeptvorgabe in Scheiben, Streifen, Würfel schneiden oder raspeln. Da Zucchinis im Geschmack nicht dominant sind, harmonisieren sie mit fast jedem Gemüse sowie mit Fleisch, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Fisch, Ei oder Tofu.

 

Zucchini-Saison

Auf den Märkten werden Zucchinis aus heimischen Anbau von Juni bis Oktober angeboten. Zu anderen Zeiten werden sie vor allem aus den Niederlanden und den Mittelmeerländern importiert.

Wer sommerfrisches Gemüse direkt vom Erzeuger einkaufen möchte, kann unter www.service-vom-hof.de "seinen" Bauern finden.

 

Zucchinis gibt es in verschiedenen Farben und Formen

Die kleinen Kürbisse präsentieren sich in verschiedenen Sorten: Es gibt grüne, gelbe, cremefarbene, weiß-gesprenkelte und gestreifte Zucchinis. Als Rondini bekannt sind kleine, runde Exemplare, die an UFO’s erinnernden Formen nennen sich Squash. Und eine japanische Spezialität ist der Spaghettikürbis. Ihr Fruchtfleisch zerfällt beim Garen in fadenartige Strukturen.

 

Je kleiner – je feiner

Zwischen 160 und 230 Gramm schwer und etwa 15 bis 20 cm lang, Zucchinis mit diesen Maßen sind zart und saftig. Wenn dazu ihre dünne Schale glatt, glänzend und makellos ist und die Frucht bei Daumendruck kaum nachgibt, handelt es sich um frische Ware.

Übrigens: Kleine Exemplare mit einer Länge bis zu 10 cm können wie saure Gurken eingelegt werden.

 

Aufbewahrung – nicht zu kühl

Bei einer Temperatur von mindestens 8°C lassen sich Zucchinis im Gemüsefach des Kühlschrankes etwa eine Woche aufbewahren. Ein kühler Keller ist ebenfalls ein gut geeigneter Lagerort. Werden die Minikürbisse zu kühl gelagert, können sie leicht bitter und weich werden.

Dann lieber gleich einfrieren? Nein, aufgrund ihres hohen Wassergehaltes eignen sich Zucchinis nicht für den Gefrierschrank.

 


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
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Stand: 31.07.2019