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Kürbis – farbenfrohe Schwergewichte, die es in sich haben

Kürbisse liegen voll im Trend, innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich die Erntemenge in Deutschland auf 86 000 Tonnen mehr als verdoppelt. Was früher als Kriegsgemüse noch lange Zeit wenig Begeisterung weckte, findet heute großen Anklang mit einer unendlichen Vielfalt an Sorten und köstlichen Rezepten.

Botanik

Kürbisse gehören zur großen Familie der Kürbisgewächse, botanisch Cucubitaceae, wie Melonen, Wassermelonen und alle Gurkengewächse. Es gibt insgesamt rund 800 verschiedene Arten und eine schier unüberschaubare Zahl an Sorten, denn auf fast allen Kontinenten sind Kürbisgewächse mittlerweile heimisch. Nur warm wollen sie es, sobald der erste Frosthauch über die Lande zieht, erfriert das Laub und die Früchte werden weich und faulen zügig.

Sommer- oder Winterkürbis

Für die Verwendung in der Küche ist es wichtig zu wissen, ob es sich um Sommer- oder Winterkürbisse handelt. Sommerkürbisse werden sozusagen unreif verwendet. Sie haben eine weiche Schale, weiche Kerne, helles Fruchtfleisch und lassen sich nur kurze Zeit lagern. Dazu zählen z.B. Zucchini und Squash. Winterkürbisse zeichnen sich durch eine harte, dichte Schale aus. Sie werden reif geerntet, wenn der Stiel verholzt ist und die Frucht hohl klingt. Winterkürbisse, wie Hokkaido, Butternut, Muskatkürbis oder Spagettikürbis sind mehrere Monate bis zu einem Jahr haltbar, wenn die Früchte nicht beschädigt sind und eine Lagertemperatur von 10-14 Grad eingehalten wird.

Nährwert

Kürbisse haben gesundheitlich viel zu bieten und sollten schon aus diesem Grunde regelmäßig, zumindest jetzt im Herbst, auf dem Speiseplan stehen. Kürbisse bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser und haben darum wenige Kalorien. Sie enthalten zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Kalium ist unter anderem für die Erregbarkeit von Nervenzellen wichtig und für den Wasserhaushalt im Körper. Eisen brauchen wir vor allem für den Sauerstofftransport im Körper.

Im organgefarbenem Fruchtfleisch ist der Gehalt an Beta-Carotin ähnlich hoch wie in Möhren. Diese sind unter anderem wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute. Zudem ist der Kürbis eine exzellente Quelle für Ballaststoffe. Eine Tasse Kürbisfleisch enthält etwa fünf Gramm davon. Wenn Sie also ein Kürbisgericht mit zwei Tassen Kürbis essen, dann decken Sie damit schon ein Drittel Ihrer täglich empfohlenen Ballaststoffzufuhr von 30 Gramm. 

Kürbiskerne

Kürbiskerne werden auch als pflanzliche Medizin genutzt und z.B. bei leichten Prostata- und Blasenbeschwerden empfohlen. Sie enthalten wertvolle Fettsäuren, Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Spurenelemente wie Selen, Zink und Mangan, allesamt gut für das Immunsystem. Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe kann, je nach Kürbisart, ein wenig variieren.

Jetzt ist Erntezeit und das Angebot an Kürbissen riesengroß, bunt und farbenfroh. Auch bei Direktvermarktern in Ihrer Region können Sie fündig werden, neue Sorten kennenlernen und sich beraten lassen. Unter www.service-vom-hof.de finden Sie die Angebote niedersächsischer Höfe, direkt in Ihrer Nähe.

 

Kürbis-Puffer

  • 300 g Kürbisfleisch – grob raspeln
  • 200 g Hirtenkäse (oder Feta) – die Hälfte mit der Gabel zerdrücken
  • 1 Knoblauchzehe und 1 mittelgroße Zwiebel – putzen und kleine Stücke schneiden
  • 1 Bund Petersilie- waschen, trockentupfen und hacken
  • 1 flacher Teelöffel Salz, 1 Messerspitze Pfeffer
  • 50 g Maismehl und 50 g Weizenmehl Type 1050
  • 3 Eier
  • ca. 4 EL Rapsöl oder Butterschmalz zum Braten

Den zerdrückten Hirtenkäse mit den übrigen Zutaten verrühren, Öl in einer Pfanne erhitzen und aus dem Teig 12 kleine Puffer braten. Die fertigen Puffer warm stellen, den restlichen Käse zerkrümeln und über die Puffer streuen. Als Beilage eignet sich Kräuterquark und ein frischer Salat mit Kürbiskernen.


Kontakt:
Edda Möhlenhof-Schumann
Beraterin Ernährung, Lebensmittelqualität, Erzeuger-Verbraucher-Dialog, Landfrauen
Telefon: 04271 945-223
Telefax: 04271 945-222
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Stand: 08.10.2020