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Mit Porree gesund und fit durchs Jahr

Porree, auch Lauch genannt, ist ein aromatisches Zwiebelgemüse in dem viel Gutes steckt. Porree ist vielseitig. Er schmeckt roh, gekocht, geschmort, gebraten und überbacken. Er zählt zu den Liliengewächsen wie Zwiebel und Knoblauch. Geruch, Aroma und Würze gleichen der Zwiebel, allerdings schmeckt er insgesamt milder und ist weniger scharf. Von der Heilkraft des Porrees wussten schon die Kräuterheilbücher des Mittelalters zu berichten. Heute sind viele Inhaltsstoffe des Lauchs und ihre Wirkung genauer bekannt.

So viel Gutes steckt im Porree

  • Vitamine: Porree ist reich an ß-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und Vitamin E. Beide wirken gemeinsam als Zellschutz. Zusammen mit Vitamin C stärken sie darüber hinaus das Immunsystem. Außerdem begünstigt reichlich vorhandenes Vitamin B9 (Folat / Folsäure) die Zell- und Blutbildung.
  • Mineralstoffe: Calcium und Magnesium fördern die Stabilität der Knochen. Eisen wird für die Blutbildung benötigt, Zink und Selen verbessern die Abwehrkräfte.
  • Ballaststoffe: Sorgen für eine gute Verdauung und können Schadstoffe binden. Eine Wochenkur mit täglich 200 g Porree, kann sogar den Cholesterin- und Fettspiegel im Blut erheblich senken.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Schwefelhaltige ätherische Öle (Allizin) sorgen nicht nur für den typischen Geruch und Geschmack, sie aktivieren auch die Lebertätigkeit und den Gallefluss. Des Weiteren wirken sie antibakteriell und entzündungshemmend, sind gut für das Herzkreislaufsystem und sollen eine krebsvorbeugende Wirkung haben.

Mit wenig Kalorien (25 Kalorien pro 100 g) und vielen wertvollen Inhaltsstoffen unterstützt Porree Gesundheit und Fitness das ganze Jahr hindurch.

 

Einkauf und Lagerung

Porree (Allium porrum) ist in ganz Europa zuhause und wird in Deutschland ganzjährig frisch geerntet und angeboten. Je nach der Erntezeit wird zwischen Sommer- und Winterlauch unterschieden. Sommerporree bildet schlanke hellgrüne Stangen. Die Wintersorten haben dagegen einen dicken, weißen Schaft und blaugrüne Blätter. Die Länge des weißen Schaftes hängt davon ab, wie tief der Porree gepflanzt bzw. wie hoch er angehäufelt wurde und nicht etwa von der Sorte.

Achten Sie beim Einkauf von Porree darauf, dass die Stangen des Gemüses fest und ohne bräunliche Verfärbungen sind. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann Porree etwa eine Woche gelagert werden ohne nennenswerte Qualitätsverluste. Am besten nutzen Sie dafür eine Frischebox. Dies verhindert auch unbeabsichtigte Geruchsübertragungen auf andere Lebensmittel (z.B. Butter, Milch, Beerenobst). Außerdem sollte Porree grundsätzlich nicht zusammen mit Obst (z.B. Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte) gelagert werden, da diese ein Reifungsgas ausströmen, das zum vorzeitigen Welken führt.

 

Tipps für die Küche

Für die Zubereitung werden zunächst die welken Blätter, Wurzeln und harten dunkelgrünen Blattspitzen entfernt. Anschließend den Porree längs einschneiden und gründlich unter fließendem Wasser waschen (das Grün zeigt nach unten, Sand usw. wird entfernt). Je nach Rezept wird er in feine Ringe/Streifen oder gröber geschnitten. Nach dem Schneiden sollte er rasch weiterverarbeitet werden, da langes Zwischenparken der Porreestücke zu einem bitteren Geschmack führen kann.

Beim Garen gilt – je grüner die Blätter, desto länger die Garzeit. Als Frischkost den feingeschnittenen Porree am besten vorher kurz blanchieren. Porree/Lauch ist ein leckeres Gemüse und verleiht allen Gerichten einen kräftigen Geschmack. Übrigens: Winterporree schmeckt etwas kräftiger als der Sommerporree.

Frischen Porree, sowie weitere regionale Produkte, halten die Direktvermarkter für Sie bereit. Informationen dazu unter: www.service-vom-hof.de


Kontakt:
Heike Dittmer
Beraterin Ernährung, Hauswirtschaft, Bauernhofgastronomie, Landfrauen
Telefon: 04181 9304-21
Telefax: 04181 9304-24
E-Mail:


Stand: 17.11.2020



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