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Pastinake lecker, gesund und aus dem Dornröschenschlaf erwacht

Bis ins 18. Jahrhundert zählten Pastinaken, auch Germanenwurzel genannt, bei uns zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Man fand sie damals fast in jedem Kochtopf, bis sie durch Kartoffeln und Möhren verdrängt und in einen langen Dornröschenschlaf geschickt wurden. Heute sind Pastinaken wieder im kulinarischen Trend und nicht nur bei Sterneköchen gefragt. Kein Wunder, denn sie punkten in Sachen Geschmack, Gesundheit und Vielseitigkeit.

Geschmack: Pastinaken schmecken leicht süßlich, würzig und angenehm nussig. Ihr Aroma verbessert sich, wenn die Pflanze etwas Frost abbekommen hat. Im Verbund mit KK, den Kartoffeln und Karotten, schmecken sie besonders intensiv. Zusammen mit Kartoffeln lassen sie sich daher z. B. auch hervorragend zu einem Kartoffelpüree mit besonderer Geschmacksnote verarbeiten.

Gesund & leicht bekömmlich: Reich an Mineralien, ätherischen Ölen, Ballaststoffen und Kohlenhydraten. Sie sättigen sehr gut und sind - da sie leicht verdaulich sind - besonders für Menschen mit empfindlichen Magen oder als Babynahrung geeignet und auch sehr beliebt.

Saison, Ernte: Die Ernte beginnt im September, Oktober. Von November bis zum Frühjahr (März) ist das Angebot besonders vielfältig. Pastinaken sind winterhart und bei Temperaturen unter zwei Grad Celsius monatelang lagerfähig.

Einkauf: Je kleiner desto besser. Kleine Pastinaken sind besonders zart. Die Haut sollte straff, fest und weder welk noch verschrumpelt sein.

Lagerung: Pastinaken lassen sich ideal in einer Erdmiete oder in einem kühlen Keller lagern. Alternativ ist das Gemüsefach des Kühlschrankes der richtige Lagerort. Dazu die Pastinaken in ein feuchtes aber nicht nasses Küchentuch einwickeln, damit die Wurzeln weder austrocknen noch schimmeln.

Verarbeitung: Wie Möhren lassen sich auch Pastinaken zubereiten: Gründlich unter fließendem Wasser waschen, putzen, schälen und dann entsprechend der Vorgaben des Rezeptes ganz, halbiert und in Scheiben geschnitten garen. Oder roh belassen, klein schneiden und genießen oder raspeln und in einen Salat geben.

So schmecken Pastinaken: Roh, gedünstet, frittiert oder knusprig gebraten, als deftiger Eintopf, Salat oder Suppe. Als Püree oder Soufflé. In Gemüseeintöpfen zusammen mit Kartoffeln, Möhren, Kürbis ohne oder mit Fleisch. Als Beilage zu Braten oder kurz gebratenem Fleisch oder auch zu Bratfisch....

Tipp: Aufgrund ihrer leichten Süße eignen sich Pastinaken auch als Zutat in Süßspeisen. Wie wäre es mit einem Pastinaken-Muffin oder Pastinaken-Schoko-Törtchen?

Wer das winterharte regionale Wurzelgemüse nicht im eigenen Garten hat und direkt beim Erzeuger kaufen möchte, sollte unter www.service-vom-hof.de nachsehen.


Kontakt:
Beate Langenhorst
Beraterin Ernährung, Lebensmittelqualität, Bauernhofcafe
Telefon: 0591 9665669-118
Telefax: 0591 9665669-125
E-Mail:


Stand: 02.12.2020



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