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Das Sauerkraut – schmackhaft und sauer – mit viel Power

Sauerkraut zählt zu den ältesten haltbar gemachten Nahrungsmitteln, von denen man weiß. Am Grundprinzip der Herstellung hat sich im Laufe der Jahrtausende nicht viel verändert. Unter Zugabe von etwas Kochsalz entsteht aus feingeschnittenem, eingestampftem Weißkohl durch einen natürlichen Gärprozess, unter Einfluss von Millionen von Milchsäurebakterien, das Sauerkraut. In Deutschland werden fast 90 Prozent der großköpfigen Herbst- und Dauerweißkohl-Ernte zu Sauerkraut verarbeitet. 
 

Sauer macht fit

Vor allem der hohe Vitamin C Gehalt und die Ballaststoffe machen das Sauerkraut noch gesünder, als das Ursprungsgemüse Weißkohl. Gerade in der Erkältungszeit ist das Sauerkraut eine ausgezeichnete Vitamin C-Quelle und unterstützt unser Immunsystem. Weiterhin sind mehrere B-Vitamine enthalten, insbesondere Vitamin B12, das in frischem Gemüse sonst nicht vorhanden ist und die für die Blutbildung wichtige Folsäure. An Mineralstoffen finden sich Kalium, Kalzium, Jod, Eisen und Mangan im Sauerkraut. Die während der Gärung entstandene Milchsäure unterstützt die gesunde Bakterienflora im Darm, zusammen mit den Ballaststoffen. Sauerkraut ist sehr kalorienarm (100 g enthalten 67 kJ/16 kcal) und eignet sich bestens für eine gesundheitsbewusste ausgewogene Mischkost.


Einkauf und Aufbewahrung

Frisches Sauerkraut sollte möglichst schnell gegessen werden, am besten roh. Das Kraut wird vor der Zubereitung möglichst nicht mit Wasser abgespült, da sonst viele Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Sauerkraut aus der Dose ist sterilisiert und das ganze Jahr über erhältlich. Es enthält im Gegensatz zum frischen Angebot keine lebenden Milchsäurekulturen mehr. Frisches Sauerkraut gibt es direkt aus dem Fass, in Reformhäusern oder im Kühlregal von Supermärkten. Manche Direktvermarkter in Ihrer Nähe bieten es ebenfalls an. Unter www.service-vom-hof.de finden Sie über 1000 Angebote von niedersächsischen Höfen. 


So schmeckt Sauerkraut:

  1. Roh als Salat mit Obst (Äpfel, Orangen, Bananen, Birnen, Ananas, Rosinen) und Nüssen, sowie mit etwas Rapsöl oder einer leichten Joghurtsauce.
  2. Gedünstet oder geschmort (nicht länger als 20 Minuten), als Beilage zu Geflügel, Wildgeflügel, Fisch oder Fleisch.
  3. Als Suppe, z.B. mit Tomaten und einem Schuss saurer Sahne.
  4. Gegartes Sauerkraut kann mit Äpfeln, Ananasstücken, Weintrauben und Feigen kombiniert werden.

 


Kontakt:
Edda Möhlenhof-Schumann
Beraterin Ernährung, Lebensmittelqualität, Erzeuger-Verbraucher-Dialog, Landfrauen
Telefon: 04271 945-223
Telefax: 04271 945-222
E-Mail:


Stand: 03.02.2021