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Wann haben Sie zuletzt Ihre Daten gesichert?

Es kommt ganz plötzlich: Der Kaffee landet auf dem Laptop, das Handy wird gestohlen, das Tablet stürzt ab und lässt sich nicht mehr einschalten, ein hartnäckiger Virus hat sich eingeschlichen. Wenn die Daten nicht gesichert sind, sind sie weg, und zwar endgültig.

Auf jedem Computer sind tausende Daten, Bilder, der komplette Schriftverkehr, die Buchführung und Erinnerungen. Das sind wichtige private oder berufliche Informationen. Wer diese nicht sichert, handelt grob fahrlässig.

Besonders beliebt und einfach ist eine externe Festplatte. Externe Festplatten bekommt man in verschiedenen Größen schon ab circa 30 Euro in jedem Elektrogeschäft. Die meisten werden über einen USB-Anschluss mit dem PC verbunden. Mittlerweile gibt es auch Festplatten, die über WLAN verbunden werden.

Mit Copy und Paste kann man die Daten, die gesichert werden sollen, auf die Festplatte kopieren. Dazu werden die entsprechenden Daten markiert und mit gedrückter linker Maustaste im Explorer auf den USB-Stick gezogen. Alternativ klickt man mit der rechten Maustaste auf die Markierung, wählt im Kontextmenü den Befehl Kopieren und klickt dann mit der rechten Maustaste auf die externe Festplatte und wählt Einfügen. Freunde der Tastenkombinationen nehmen den Weg Strg C für Kopieren und Strg V für Einfügen. Aber: Auch eine Festplatte hat ein Haltbarkeitsdatum. Deswegen müssen die Datenträger regelmäßig ausgetauscht werden. Die Lebensdauer ist unterschiedlich und lässt sich nicht genau auf Tag und Jahr benennen. Handhabung und Lagerung spielen eine Rolle. Die Lebenserwartung sinkt, wenn das Material ermüdet, das Modell einen Produktionsfehler hat, manchmal ist es aber auch einfach Pech.

Die Festplatte muss nach dem Gebrauch wieder vom Computer getrennt werden, um sicherzugehen, dass keine Daten flöten gehen. Dazu im Explorer mit der rechten Maustaste den USB-Stick anklicken und den Befehl Auswerfen anklicken. Dann kann der Stick mit gutem Gewissen abgezogen werden.

Wer sich für externe Festplatten für die Sicherung entscheidet, sollte immer auf ein Paar oder besser noch ein Trio setzen. Jedes Exemplar bekommt die gleichen Daten. Falls eine Platte kaputtgeht, hat man noch eine zweite.

Die Datenwolke im Internet
Eine weitere Methode der Datensicherung ist das Cloudsystem. Hier werden die Daten in einem virtuellen Raum im Internet gespeichert, in einer Art Datenwolke. Wer die abgelegten Daten mit einem sicheren Passwort schützt, sorgt dafür, dass sie nicht in für jedermann zugänglich sind. Klarer Pulspunkt für die Cloud: Die Daten können jederzeit abgegriffen werden, von jedem Ort auf der Welt und von jedem Gerät. Vorausgesetzt, man ist online.

Daten im Internet nicht zu hundert Prozent sicher, sie können in falsche Hände geraten. Deshalb sollte man abwägen, ob man hochsensible Daten im virtuellen Raum speichern möchten. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Daten auf Servern fremder Unternehmen liegen. Rein theoretisch könnten unbefugte Dritte auf die Daten zugreifen. Lesen Sie hier das Kleingedruckte: Der Server der Cloud sollte innerhalb der EU stehen, denn hier wird Datenschutz größer geschrieben als etwa in den USA.

USB-Sticks, CDs und DVDs
Sie sind klein, handlich und günstig. Schnell kann ein USB-Stick an den Rechner eingesteckt werden. Mit Copy & Paste sind die Daten ruckzuck gesichert. Allerdings ist die Speicherkapazität begrenzt. Das Risiko: USB-Sticks können vom einen auf den anderen Tag ausfallen. Auch deshalb eignen sie sich nicht als dauerhaftes Sicherungsmedium. Eher für den schnellen Transport von Dateien von A nach B.

Eine Alternative zu USB-Sticks sind CDs oder DVDs. Hier kann man größere Daten sichern, zum Beispiel Foto vom letzten Hoffest. Beim Brennen hilft ein kostenloses Brennprogramm. Herunterladen kann man solche Programme auf den Internetseiten von Computerzeitschriften.

Der Vorteil von CDs/DVDs: Man kann sie gut lagern und sortieren. So hat man einen guten Überblick über die Daten. Außerdem können Daten auf diese Weise bis zu zehn Jahren „haltbar“ gemacht werden. Allerdings ist die Datensicherung auf CD/DVD zeitaufwendig.

Eine CD (Compact Disk) und DVD (Digital Versatile Disc, übersetzt: digitale vielseitige Scheibe) sehen aus wie Zwillinge, aber nur auf dem ersten Blick. Der größte Unterschied liegt im Speicherplatz. Eine handelsübliche CD besitzt einen Speicherplatz von 700 MegaByte. Eine DVD hat 4,7 GigaByte zu bieten. Sie ist also im Schnitt sechsmal so groß. Die DVD ist der Nachfolger der CD und wurde 1996 „erfunden“. Die CD ist vier Jahre älter. Zum Abspielen einer DVD muss ein DVD-Laufwerk her. Mit einem CD-Laufwerk funktioniert das nicht. Umgekehrt geht es.

Lassen Sie es den PC machen
Weil es müßig ist, jedes Mal einzelne Ordner oder einzelne Dateien per Hand zu kopieren, können Sie eine Software für sich arbeiten lassen. Für die Datensicherung muss kein Extra-Programm her – das haben die Betriebssysteme (in der Regel Windows oder auch Mac OS) schon an Bord. Windows bietet, je nach Betriebssystem, verschiedene Optionen.

Die Funktion Sichern und Wiederherstellen ist eine klassische Datensicherung auf ein externes Laufwerk zu regelmäßigen Zeitpunkten. Hier können sie einstellen, welche Inhalte wann auf welches Medium gesichert werden sollen. Das Ziel (also der USB-Stick oder die externe Festplatte) muss dafür natürlich angeschlossen sein. Alternativ gibt es den Dateiversionsverlauf. Hier wird bei jeder Änderung einer Datei automatisch die neueste Fassung extern gesichert. Vorteil: Man hat Zugriff auf verschiedene Versionen.

Finden Sie Ihr System
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Daten zu sichern. Wichtig ist, dass Sie es tun! Jeder sollte sehen, welcher Weg der Richtige ist und auf welches Pferd er setzt. Vielleicht lohnt sich auch eine Kombination aus verschiedenen Sicherungen? Außerdem sollte eine Sicherung immer offline erfolgen. Im Klartext: Wer die Daten in einer Cloud sichert, sollte zusätzlich z.B. eine externe Festplatte nutzen. Ein guter Anhaltspunkt ist die „Die goldene 3er Regel“. Dahinter steckt, dass man immer drei Kopien machen sollte. Das heißt, die Daten sind auf dem Computer und zusätzlich zweimal gesichert: Etwa einmal auf einer externen Festplatte und einmal in einer Cloud. Im Idealfall liegt die externe Festplatte an einem anderen Ort, damit sie nicht zerstört wird durch Brand, Flut oder andere Gefahren.

Eine komplette Datensicherung Ihrer Geräte sollten Sie mindestens einmal wöchentlich machen.

Sie haben noch niemals Ihre Daten gesichert?
Dann fangen Sie noch heute damit an. Auch wenn es vielleicht nicht so viel Spaß macht: Noch sehr viel weniger Spaß ist es, alle Daten zu verlieren.


Kontakt:
Anne Dirking
Allgemeine Weiterbildung, Agrarbüro und EDV, Urlaub auf dem Bauernhof
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Stand: 29.07.2019