Webcode: 01034494

Muss ich Instagram?

Die Überschrift macht es schon deutlich – die sozialen Medien wie Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram & Co werden von vielen als Medium für junge Leute angesehen. Doch können es sich Direktvermarkter und Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof heute noch leisten nicht in den sozialen Medien präsent zu sein?

Nein, das können sie nicht.“ Diese klare Meinung vertritt Jutta Zeisset. Die 37-Jährige betreibt ein Café und Hofladen und ist als Social-Media-Beraterin tätig. Auf dem Fachforum „Bauernhof online und offline“ der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Walsrode sprach sie am 13. November 2018 über die Möglichkeiten von Social-Media.

Rund 140 Teilnehmer – Direktvermarkter, Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof, Bauernhofgastromen und andere Interessierte - nutzen auf Einladung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Vereinigung der Norddeutschen Direktvermarkter und der Arbeitsgemeinschaft „Urlaub und Freizeit auf dem Lande“ die Chance, sich gemeinsam mit anderen Berufskollegen zu informieren, Vergleiche zu ziehen und zu diskutieren.

Über die sozialen Plattformen werden längst nicht nur junge Leute angesprochen. Tatsächlich ist Facebook das soziale Medium der Ü-35-Jährigen, Instagram die Plattfom der jüngeren Generation und WhatsApp über alle Altersschichten am Start. Das Internet macht das Marketing für den eigenen Betrieb schneller, direkter und eröffnet neue Wege. Tischreservierungen laufen zunehmend über WhatsApp. Das ist sowohl für den Kunden als auch für den Cafébetreiber schneller als Telefonate.

Natürlich kostet Social Media Zeit und da kommt wieder die Altersfrage ins Spiel. Denn die so genannten „Digital Natives“, also die bis 30-Jährigen, sind mit Tablet und Smartphone aufgewachsen und bedienen sie quasi nebenher. Das machte auch der Beitrag von Fynn Klymann im Workshop „Kommunikation ganz anders – was kann Sozial Media wirklich?“ deutlich. Nicht planen, einfach machen – ist die Empfehlung von ihm.

Essen wird das neue Pop. Damit knüpfte Dr. Hermann Kolesch von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau an die Aussagen von Jutta Zeisset an. „Aber nur reale Gastgeber sind herzlich und können lächeln.“ Heute lassen sich Kunden über Werte und Gefühle binden, es ist vom Wertemarketing die Rede. Damit eng verbunden ist ein positives Heimatgefühl. Was und wie wir essen, wo die Produkte herkommen und wie sie erzeugt wurden, all das drückt einen Stil und ein Lebensgefühl aus. Das lässt sich in Faktoren für eine erfolgreiche Vermarktung umsetzen. Bisher sind Hofvermarkter häufig als Einzelkämpfer unterwegs. Die Zukunft sieht Hermann Kolesch hingegen in gemeinsamen Angeboten, z. B. Markthallen mit einem gebündelten Angebot mehrerer Direktvermarkter.

Auf großes Interesse ist auch der Workshop „Automat statt Hofladen, sieht so die Zukunft aus?“ mit den Betreibern der „Hofladenkiste“ gestoßen. Christian Lohmeyer und Birger Sieling berichteten ausführlich von ihren Erfahrungen. Im Workshop „Erlebnisangebote praxisnah und kreativ umgesetzt“ diskutieren die Teilnehmer über eine ganz andere Möglichkeit Einkommen zu erwirtschaften. Rede und Antwort stand hier die Bauernhof-Pädagogin Ulrike Woltmann, die ihr erfolgreiches Konzept vorstellte.

Dass es sich mit Humor besser lebt, verdeutlichte am Schluss der Veranstaltung die Kommunikationstrainerin Helle Rothe. Sie erklärte welche Bedeutung der Humor in der Arbeitswelt hat. So gestärkt gingen die Teilnehmer mit vielen neuen Ideen und Anregungen zurück auf Ihre Betriebe.

 


Kontakt:
Sabine Hoppe
Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte, Bauernhofgastronomie
Telefon: 0441 801-809
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:
Rita-Maria Conradt
Urlaub auf dem Bauernhof
Telefon: 0441 801-811
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 21.11.2018