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„Das Wetter wird Ihnen präsentiert vom Hofladen Müller“

Direktvermarkter wissen: Die Konkurrenz ist groß. Deshalb muss Werbung sein. Möglichkeiten sind auch Wetterpatronate. Man spricht auch vom Wetter-Sponsoring.

Die Idee ist gut und das Prinzip einfach: Am Anfang und am Ende einer Sendung lenken kurze Spots den Fokus auf ein Unternehmen oder eine Marke. Das bringt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuhörer. Typisches Beispiel dafür sind die Wetterpatronate. Der Hofladen übernimmt quasi die Schirmherrschaft für den Wetterbericht. Vorher und nachher wird eingespielt: „Das Wetter wird/wurde Ihnen präsentiert vom Hofladen Müller“.

Der Vorteil
Fast jeder Hörer interessiert sich für den Wetterbericht. Das heißt, man hört genauer zu oder dreht das Radio etwas lauter. Der Hofladen profitiert vom Image der Sendung. Man spricht vom Sponsoring. Dafür gibt es einige gestalterische und rechtliche Vorschriften. So müssen Werbung und Programm strikt getrennt sein. Konsumanreize sind tabu, es darf auch nicht zum Kauf aufgefordert werden. Und die Einblendung darf maximal sieben Sekunden lang sein.

Auch im Fernsehen gibt es Wetter-Sponsoring, etwa im ARD-Morgenmagazin
Diese Sendung hat sieben Wetterblöcke. Schaltet man davor und danach einen Werbespot, sind das täglich 14-mal Platz für eine Sponsoring-Platzierung. TV-Sponsoring kostet eine Stange Geld, die sich eher große Firmen leisten können. Für Direktvermarkter ist das Radio interessanter. Denn die klassische Radionutzung in Deutschland bleibt stabil - trotz der Konkurrenz aus dem Web. Das Radio ist für viele Tagesbegleiter Nummer 1. In Deutschland hört jeder im Schnitt 257 Minuten am Tag Radio, das sind mehr als vier Stunden. Das Radio läuft beim Autofahren, beim Putzen, morgens beim Frühstück oder beim Aufstehen. Eine Reichweite, die nicht zu unterschätzen ist. Man erreicht mit relativ kleinem Budget eine große Zahl potentieller Kunden. Experten sind überzeugt, dass Radiowerbung mit zu den effektivsten Werbeinstrumenten überhaupt gehört.

Radiowerbung – geht ins Ohr, bleibt im Kopf!?
Radiowerbung –was kostet sie? Zu Buche schlagen die Ausstrahlungskosten. Eine Sekunde Ausstrahlung kostet im Lokalsender zwischen 10 und 20 Euro. Bei überregionalen Sendern muss man tiefer in die Tasche greifen. Im Norden ist NDR 2 das reichweitenstärkste Radioprogramm. Die Preise werden abhängig vom Ausstrahlungsdatum und Zeitfenster berechnet. Die teuerste Zeit ist morgens zwischen 7 und 8 Uhr. In dieser Zeit hören viele am Frühstückstisch Radio. Am Samstag verschiebt es sich auf 10 bis 11 Uhr. Im Schnitt kostet hier eine Sekunde zwischen 60 und 70 Euro. Viele Lokalsender haben denselben Tarif bei Ausstrahlungen an den Wochentagen von Montag bis Freitag. Günstiger geht es oft mit einem Kombitarif, bei dem parallel mehrere Lokalsender den Spot ausstrahlen. Um im Ohr und im Kopf zu bleiben, muss der Spot 5 bis 7 Mal täglich über 14 Tage ausgestrahlt werden. Als grobe Richtschnur sollte man für eine zweiwöchige Kampagne mit Kosten zwischen 2.500 Euro und 5.000 Euro rechnen, je nachdem, ob er in einer kleinen Stadt wie Uelzen oder in einer großen Stadt wie Hamburg über den Äther läuft. Denn in Ballungsgebieten hören logischerweise mehr Menschen den Spot. Das wirkt sich auf den Preis aus.


Kontakt:
Anne Dirking
Allgemeine Weiterbildung, Agrarbüro und EDV, Urlaub auf dem Bauernhof
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Telefax: 0581 8073-155
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Stand: 24.07.2020