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Förderprogramm Rehkitzrettung

Noch bis zum 1. September 2021 können bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Anträge für die Förderung der Anschaffung von Drohnen gestellt werden. Insgesamt werden durch das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) 3 Mio. Euro für den Erwerb von Drohnen mit Wärmebildkameras zur Rettung von Rehkitzen bereitgestellt. Eingetragene Vereine können 60 Prozent der Investitionskosten bis maximal 4.000 Euro pro Drohne erstattet bekommen.

Antragsberechtigt sind eingetragene Vereine, deren satzungsgemäße Aufgaben die Pflege und Förderung des Jagdwesens sowie des Tier-, Natur- und Landschaftsschutzes oder die Rettung von Wildtieren beinhalten (Hinweis: Jagdgenossenschaften sind demnach leider nicht förderfähig).

Das Antragsverfahren zur Förderung der Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras ist zweistufig. Anträge auf Teilnahme an der Fördermaßnahme (erste Stufe) können bis zum 1. September 2021 gestellt werden. Nach Feststellung der Förderfähigkeit kann bis zum 30. September 2021 ein Antrag auf Auszahlung gestellt werden (zweite Stufe). Die Anschaffung der Drohne darf erst nach der Zustellung des Bewilligungsbescheides durch die BLE erfolgen.

Pro Verein werden dabei ein oder maximal zwei Drohnen mit bis zu 4.000 Euro oder 60 Prozent der Ausgaben bezuschusst. Voraussetzung ist, dass die Drohnen über eine Echtbildkamera mit integrierter oder kompatibler Wärmebildkamera, über eine Mindestflugzeit von 20 Minuten sowie über eine Home-Return-Funktion verfügen. Auch die Förderung des Steuerungsgerätes, von bis zu zwei Ersatzakkus pro Dohne und von Transportbehältern ist möglich. 

Die Kosten für Schulungen und Einweisungen in das Gerät, für dessen Pflege und Wartung, sowie Eigenleistungen, erforderliche Betriebsmittel oder die Kosten für das Erlangen eines Drohnenführerscheins beziehungsweise einer Fluglizenz sind von der Förderung ausgeschlossen. Der Drohneneinsatz zur Rehkitzrettung darf nicht als wirtschaftliche Tätigkeit durchgeführt werden.

Die Norddeutsche Wildtierrettung bietet Hilfe bei der Beantragung der Fördermittel an. Die Kontaktdaten finden sich auf deren Homepage, dort gibt es auch zahlreiche weitere Informationen zum Thema Kitzrettung. 

Für beide Anträge stellt die BLE Online-Formulare zur Verfügung.

 

Unter den Schlagworten Information, Austausch und Diskussion wird die LWK Niedersachsen im März nächsten Jahres einen Workshop zum Thema Kitzrettung mit der Wärmebilddrohne anbieten. Thematisiert werden unter anderem die Verantwortung der Landwirte und Jäger zur Kitzrettung, die rechtlichen Voraussetzungen für den Drohnenbetrieb ebenso wie technische Kriterien und welche Aspekte im Rahmen der Kitzrettung bei Organisation und Ablauf beachtet werden sollten. Anmeldungen werden ab Januar 2022 über die Homepage der LWK Niedersachsen möglich sein. 

 

Weitere Information zur Vermeidung von Rehkitzverlusten finden Sie hier:
Wildtierverluste bei der Mahd vermeiden [Webcode: 01039171]
 


Kontakt:
Hanna Schramm
Referendarin
Telefon: 04941 921-123
Telefax: 04941 921-116
E-Mail:
Lena Röbe-Oltmanns
Mitarbeiterin Sachgebiet Naturschutz
Telefon: 0441 801-259
Telefax: 0441 801-440
E-Mail:


Stand: 03.06.2021