Webcode: 01035592

Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Winterweizen 2019

Die Trockenheit hat wie in der Praxis auch in den Landessortenversuchen Öko-Winterweizen ihre Spuren hinterlassen. Allerdings fallen auf den meisten Standorten der beiden Anbaugebiete 2 und 3 die Erträge bei weitem nicht so stark zusammen wie im heißen und trockenen Vorjahr 2018. Die niedersächsischen Standorte Osnabrück und Hilligsfeld sind aufgrund zu starker Streuung der Einzelergebnisse leider nicht wertbar.

Da die Ergebnisse der Backqualitäten noch nicht vollständig vorliegen ist eine Beurteilung insbesondere der ein- und zweijährig geprüften E-Sorten noch nicht umfassend möglich.

Sobald die Backqualitäten vorliegen werden sie zeitnah ergänzt.

Bei der Auswahl der geeigneten Öko-Weizensorten steht primär die Verwertungsrichtung im Raum. Soll gezielt Speiseweizen oder Futterweizen angebaut werden? Gute Backqualitäten zu erzielen ist im Ökolandbau immer wieder eine Herausforderung. Eine ganze Reihe von Parametern beeinflussen die Backqualitäten. Neben Standort, Fruchtfolge und Erntezeitpunkt ist die Stickstoffversorgung ein zentraler Faktor. Der für gute Feuchtkleber- und Rohproteinwerte erforderliche Stickstoff kann nicht immer bedarfsgerecht und in ausreichender Höhe bereitgestellt werden. Das liegt daran, dass die N-Mineralisation organischen Materials wie beispielsweise von Leguminosenrückständen und auch die N-Versorgung über Wirtschaftsdünger in hohem Maße witterungsabhängig ist. Eine zentrale Stellung nimmt aber die Sortenwahl ein. Bis auf wenige Außnahmen kommen nur E-Sorten für den Öko-Backweizenanbau in Frage. Die für die Vermarktung entscheiden Parameter ist der Feuchtklebergehalt und die Fallzahl.

Beim Futterweizen kommt, neben der eigenen Verwertung im viehhaltenden Betrieb, die Nachfrage von Futtermischwerken, oder im Rahmen von Futter-Mist-Kooperationen. Auch Betriebe, die sich in der Umstellung auf Ökolandbau befinden, können in den ersten zwei Jahren nur Futtergetreide erzeugen. Hier bietet sich in Abhängigkeit der Bodengüte der Anbau von Futterweizen an. In den Öko-Landessortenversuchen werden dazu Sorten aus dem A-, B- bzw. C-Weizensegment geprüft.

Unabhängig von der Verwertungsrichtung sind unter Bedingungen des Ökolandbaus folgende Parameter bei der Sortenwahl besonders zu berücksichtigen: ausgeprägte Blatt- und Ährengesundheit (besonders Rostkrankheiten und Ährenfusarium), Hohes Unkrautunterdrückungsvermögen durch gute Bodendeckung, Frohwüchsigkeit und Pflanzenlänge, Halmstabilität und sichere Winterhärte.

Die Ergebnisse und Sortenempfehlungen der Landessortenversuche Öko-Winterweizen 2019 können am Ende dieses Beitrages heruntergeladen werden.

Beachten Sie bitte auch die anliegenden Versuchsergebnisse zur Saatgutbehandlung gegen Steinbrand / Stinkbrand im Ökolandbau.

Ergebnisse zu weiteren Öko-Versuchen auch aus zurückliegenden Jahren finden Sie unter: ISIP

 


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:
Florian Rohlfing
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4294
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:


Stand: 30.08.2019



PDF: 32474 - 184.41796875 KB   Weizensteinbrandregulierung   - 184 KB