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Regulierung des Weizensteinbrand im Ökolandbau

Der Weizensteinbrand Tilletia caries gehört zu den gefährlichsten Krankheiten des Weizens und tritt in den letzten Jahren im zunehmenden Umfang auf. Dies gilt insbesondere für den Ökolandbau. Befallen werden kann neben Weizen auch Dinkel, Triticale, Emmer und Einkorn.

Zum Problem kann der Steinbrand überall dort werden, wo Saatgut mit einem bereits vorhandenen Ausgangsbefall eingesetzt, bzw. Nachbausaatgut mehrjährig ohne Beizschutz ausgesät wird. Wer ungebeiztes Saatgut insbesondere von Weizen oder Dinkel auf seinem Betrieb einsetzt, sollte vorher eine Untersuchung vornehmen lassen. Unerkannt befallenes Nachbausaatgut kann über die Jahre zu größeren Ausmaßen der Krankheit führen. Bei der Ernte führt die Zerschlagung der Brandbutten in den Ähren zur Verbreitung einer enormen Menge an Sporen, die die Erntemaschinen, das Stroh, die Lager- und Hofstellen sowie die Ackerflächen verseuchen. Befallene Partien sind in der Regel nicht vermarktungsfähig und auch in der Fütterung ist befallenes Getreide kritisch zu sehen, da es zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Bei Jungtieren und tragenden Tieren sollte eine Verfütterung konsequent unterbleiben. Bei Milch oder Eiern kann es nach Verfütterung von belasteten Getreide zu Geruchs- und Geschmacksveränderungen führen.

Welche vorbeugenden Maßnahmen erforderlich sind und was Versuche zur Saatgutbehandlung mit biologischen Präparaten, ergeben haben, erfahren Sie im anliegenden Bericht.

Saatgutuntersuchungen bietet das Pflanzenschutzamt der LWK Niedersachsen an. Weitere Infos finden Sie unter dem Webcode: 01031893

 


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Mykologie und abiotische Schadensursachen
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Stand: 30.09.2020