Webcode: 01039390

Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Winterroggen 2021

Roggen ist hinsichtlich der Nährstoff- und Wasserversorgung vergleichsweise anspruchslos und steht in der Regel als abtragende Kultur in der Fruchtfolge. Durch seine zügige Jugendentwicklung und der ausgeprägten Bodendeckung und Pflanzenlänge besitzt Roggen eine sehr hohe Konkurrenzkraft gegenüber Beikräutern. In der Praxis kann deshalb häufig auf mechanische Beikrautregulierungsmaßnahmen verzichtet werden. Nicht zuletzt ist auch die gute Winterfestigkeit ein weiterer wichtiger Vorzug. In manchen Jahren, wie witterungsbedingt in diesem, kann Auswuchs das positive Bild trüben. Allerdings ist das Vermarktungspotenzial beim Öko-Roggen gegenwärtig leider begrenzt. Das betrifft besonders Futterroggen aus der Umstellung. Deshalb sollte der Roggen während der Umstellungsphase möglichst eingeschränkt angebaut werden. Für anerkannten Öko-Backroggen aus verbands-gebundenen Anbau könnten sich aber wieder erfreulichere Vermarktungsmöglichkeiten entwickeln. Ein Anbau sollte mit der aufnehmenden Hand abgestimmt werden.

Die Erträge fallen beim Öko-Winterroggen in diesem Jahr an den meisten Versuchsstandorten zufriedenstellend bis gut aus. In Bezug auf Blattkrankheiten trat an zwei Standorten auffällig Rhynchosporium-Blattflecken auf. Braunrost spielte dagegen keine Rolle. Lager trat dagegen witterungsbedingt auf fast allen Standor-ten auf.

Die Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Winterroggen 2021 können am Ende dieses Beitrages heruntergeladen werden.

Ergebnisse zu weiteren Öko-Versuchen auch aus zurückliegenden Jahren finden Sie unter: ISIP

Saatgut aus ökologischer Erzeugung verwenden

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur ökologisch vermehrtes Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter http://www.organicxseeds.de/ sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Nur noch bei bestimmten Kulturen, die nicht in der sogenannten Kategorie I gelistet sind, kann bei nichtverfügbarkeit einer gewünschten Sorte nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugtes, ungebeiztes Saatgut zum Einsatz kommen.

Bei Winterroggen ist nur Saatgut aus ökologischer Erzeugung zulässig!

Zu beachten ist, dass Winterroggen beim Saatgutbezug der Kategorie I unterliegt. Das bedeutet, dass für den Anbau von Roggen nur noch ökologisch vermehrtes Saatgut verwendet werden darf. Es wird grundsätzlich keine Ausnahmegenehmigungen zur Verwendung von konventionell, erzeugtem ungebeizten Saatgut gemäß Art. 45 (5) der VO (EG) 889/2008 oder eine allgemeine Genehmigung gemäß Art. 45 (8) der VO (EG) 889/2008 erteilt. 

 


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:
Volker Graß
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4294
Telefax: 0511 4005-2120
E-Mail:


Stand: 01.09.2021