Webcode: 01035474

Schwefelversorgung im Ökolandbau

Die Schwefeldüngung gehört bei konventioneller Bewirtschaftung besonders im Winterweizen und Raps seit vielen Jahren zum Standard und viele Versuche haben die Wirksamkeit nachgewiesen. Sinkende Schwefeldioxidemissionen aus der Luft führen aber auch im Ökolandbau zunehmend zu einer niedrigeren Schwefel-Verfügbarkeit und folglich zu geringeren S-Gehalten in den Pflanzen.

Schwefel ist ein für das Wachstum der Pflanzen essentieller Pflanzenhauptnährstoff. Neben Kreuzblütler wie Raps haben auch Leguminosen einen hohen Schwefelbedarf. Schwefel ist für die Synthese schwefelhaltiger Aminosäuren und für den Aufbau der Spross- und Wurzelmasse der Pflanze erforderlich. Vor allem aber ist die symbiotische Stickstofffixierung essentiell an ein ausreichendes Angebot von pflanzenverfügbarem Schwefel gebunden. Fehlt dieser, ist die Fixierleistung der Knöllchenbakterien unzureichend und die Eiweißsynthese ist vermindert. Dies kann weitreichende Folgen für die gesamte Fruchtfolge haben.

 

In den letzten Jahren wurden bundesweit von verschiedenen Institutionen zahlreiche Versuchsanstellungen zur Schwefelversorgung in Futter sowie Körnerleguminosen und Winterweizen im Ökolandbau durchgeführt. Ein Großteil der Ergebnisse ist in eine Schwefelbroschüre eingeflossen.

Der Arbeitskreis Ökologischer Landbau, der über den Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) organisiert ist, hat diese Broschüre zur Schwefeldüngung im Ökolandbau herausgegeben. Die Broschüre wurde unter Federführung der Landesforschungsanstalt für

Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern und der fachlichen Unterstützung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft erstellt. Die Broschüre steht nachfolgend zum Herunterladen zur Verfügung steht.


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:
Florian Rohlfing
Berater Ökologischer Pflanzenbau
Telefon: 0511 3665-4294
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:


Stand: 01.07.2019



PDF: 32167 - 2374.671875 KB   Schwefel-Faltblatt   - 2375 KB  
PDF: 32170 - 2674.90722656 KB   Schwefelbroschüre 2019   - 2675 KB