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Pre-Check-Phase - was passiert nach dem 15. Mai?

Im Rahmen der geobasierten Antragsstellung schließt künftig an die Antragsfrist zur Agrarförderung eine Pre-Check-Phase an. Flächenüberlappungen sollen so schnell aufgedeckt und sanktionslos korrigiert werden. Lesen Sie, wie das Verfahren umgesetzt wird.

Im Rahmen der geobasierten Antragsstellung ergibt sich die beantragte Fläche aus der gezeichneten Antragsgeometrie.

Die eingereichten Anträge werden dann zentral ab dem 15. Mai geprüft – die Pre-Check-Phase. Während dieser Prüfung werden die eingezeichneten Schlaggeometrien bezüglich der Überlappungen überprüft. Der Antragsteller wird Anfang Juni schriftlich durch die Bewilligungsstellen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen über die festgestellten Überlappungen informiert. Sämtliche Ergebnisse der Vorabprüfung werden in diesem Schreiben mit den genauen Flächenangaben aufgeführt. In Bezug auf die Flächengrenzen besteht damit (also in Verbindung mit dem Schreiben) die Möglichkeit diese Überlappungsflächen sanktionslos zu korrigieren.

Die Korrekturen bezüglich der Überlappungsflächen sind vom Antragssteller selbstständig im ANDI-Programm vorzunehmen. Danach ist ein erneutes Upload durchzuführen, der neu erzeugte Datenbegleitschein ist bis um Fristdatum bei der zuständigen Bewilligungsstelle einzureichen.  Andere Antragsänderungen bzw. –ergänzungen, wie zum Beispiel das Melden neuer Schläge, sind im Rahmen des Vorab-Kontroll-Verfahren nicht möglich. Sanktionslose Korrekturen sind mit dem ANDI-Programm nur in Bezug auf Überlappungen möglich. Deshalb müssen auch weiterhin die bekannten Änderungsanträge für Antragsänderungen bzw. –ergänzungen per Papier eingereicht werden, wenn es z.B. um das Melden neuer Schläge geht. Schriftliche Änderungsanträge können unabhängig von der Pre-Check-Phase grundsätzlich bis zum 31.05. ohne Verspätungskürzung eingereicht werden, Antragsänderungen danach führen zu entsprechenden Verspätungskürzungen. Bitte beachten Sie: Diese schriftlich eingereichten Änderungen können nicht in die Vorabkontrolle einfließen!

Die Antragsteller werden nach ABlauf der Frist bei immer noch bestehenden, festgestellten Überlappungen schriftlich angehört. Eine sanktionslose Rücknahme von beantragten Flächen ist nach dieser schriftlichen Anhörung allerdings nicht mehr möglich.  Sollte nach Ablauf des Anhörungsverfahrens weiterhin eine Überlappungsfläche vorliegen, werden die Bewilligungsstellen diese Überbeantragungen bearbeiten.

 


 

Tipps:

  • Ganz wichtig: Schauen Sie in Ihr Zahlungsanspruchskonto! Haben Sie ausreichend Zahlungsansprüche für Ihre beantragte Fläche zur Verfügung? Falls Sie mehr Fläche bewirtschaften, können Sie weitere Zahlungsansprüche kaufen bzw.  pachten, gleichzeitig können Sie überschüssige Zahlungsansprüche verkaufen bzw. verpachten. Nach zwei Jahren der Nichtaktivierung eines Zahlungsanspruchs werden diese in die nationale Reserve überführt.
  • Das ANDI-Programm hält für die Antragsstellung auf Agrarförderung einige Neuerungen bereit. In ANDI-Schulungsvideos zeigen Ihnen die Experten der LWK Niedersachsen, wie Sie zum Beispiel Feldblöcke nachladen, Schlaggeometrien teilen oder aber auch ihren bearbeiteten Antrag auf einem USB-Stick speichern können.

 


Kontakt:
Anna-Lena Niehoff
Betriebswirtschaft, Unternehmensberatung
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E-Mail:
Ruth Beverborg
Leiterin Sachgebiet Betriebswirtschaft, Wirtschaftsberatung
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Stand: 02.03.2018