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Siloplätze und Festmistlager planen und bauen

Bestes Grundfutter ist die Grundvoraussetzung für eine profitable Milchproduktion. Doch oft sind die Lagerplätze für die Silage nicht mit dem Milchkuhbestand mitgewachsen. In der Praxis finden sich daher viele provisorische Lagerflächen, die weder den Anforderungen an beste Futterqualitäten, noch den strengeren Auflagen der Behörde dauerhaft gerecht werden. Letztere wurden mit der neuen Verordnung zum Umgang mit abwassergefährdenden Stoffen (AwSV), also Jauche, Gülle und Silagesickersäften verändert. Doch wie damit umgehen? Welche mitunter neuen Anforderungen kommen auf die Betriebe zu und wie können sie erfüllt werden? Was muss ich bei der Genehmigung beachten? Welche Fehler kann ich vermeiden?

Für Betriebe, die neue Siloplätze planen oder bestehende Fahrsiloanlagen sanieren oder erweitern wollen, bot das Seminar viele Tipps und Trends zum Bau und zu den Kosten. Den Teilnehmern wurden die geltenden rechtlichen Anforderungen beim Bau von Fahrsilos und Festmistlagern nähergebracht:

  • aus wasserrechtlicher Sicht
  • Ausführung der Lagerstätten
  • Entwässerungskonzept
  • Lagerung und Verwertung Silosickersaft
  • Anforderungen an bestehende Anlagen, spez. nachgenehmigte gepflasterte Flächen
  • Anforderungen Feldmieten, Schlauchsilage, einfache Wände (Legosteine)
  • Mistlagerung

Frau Jahn vom Wolfenbütteler Bauamt und Frau Ess von der Unteren Naturschutzbehörde in Wolfenbüttel veranschaulichten die rechtlichen Aspekte aus der Sicht des zuständigen Amtes. Herr Fübbeker stellte praktische Umsetzungsmöglichkeiten mit jeweiligen Vor- und Nachteilen vor. Dabei stellten die Referenten einmal mehr fest, dass mit der neuen AwSV nicht nur für die Landwirte und Tierhalter, sondern auch für die zuständigen Ämter und Berater neue Anforderungen gelten, bei denen alle Beteiligten am Anfang stehen und zunächst noch viele Erfahrungen gesammelt werden müssen. In jedem Fall sei der Kontakt zum zuständigen Amt über einen Informationstermin hilfreich. So können sich beide Seiten über das Vorhaben austauschen und grobe Fehler gleich zu Beginn vermeiden. Eine entsprechende Bauvoranfrage kann die geltenden Vorgaben zu den Themen Baurecht, Wasserrecht und Naturschutz vorab klären und eine solide Vorarbeit für den anschließenden Bauantrag darstellen.

Es wurde vieles an praktischen Beispielen und den Fragen der Teilnehmer diskutiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Vor allem bestehende Siloanlagen oder auch neue Festmistplätze waren Thema. Auch die Abwasserbehandlung, der Umgang mit Sickersäften, war ein bedeutendes Thema und wurde am Nachmittag bei der Besichtigung der Siloanlage, speziell Grundfutter-Silo, gemeinsam mit allen Referenten diskutiert.

Ein weiteres Seminar ist in 2020 geplant. Nähere Informationen erhalten Sie bei Maria Kopka.


Kontakt:
Maria Kopka
Wirtschaftsberatung Biogas und Tierproduktion, Arbeitskreis Milchvieh, Arbeitskreis Biogas
Telefon: 0531 28997-123
Telefax: 0531 28997-111
E-Mail:


Stand: 05.09.2019