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Landwirtschaftliche Studienfahrt nach Nordrhein-Westfalen und die Niederlande

Im Juni brachen 28 Landwirtinnen und Landwirte aus der Region Braunschweig zu einer viertägigen Studienfahrt nach Nordrhein-Westfalen und die Niederlande auf. Sie lernten die Vielfalt der Landwirtschaft im Münsterland und am Niederrhein kennen und machten einen eintägigen Abstecher nach Holland.

Los ging es mit einer Führung bei der Firma Köckerling, einem führenden Unternehmen für Bodenbearbeitungsgeräte. Anschließend besuchten wir einen Ackerbaubetrieb mit Schweinemast im Raum Beckum. Die Familie Sprenker versucht auf den Einsatz von importierten Soja in der Schweinemast zu verzichten und baut deshalb seit einigen Jahren selbst GVO-freies Soja auf den eigenen Feldern an. Den ersten Reisetag haben wir mit einer Besichtigung der Stadt Münster abgeschlossen.

Am zweite Reisetag führte uns der Weg an den Niederrhein. Als erstes Stand der Besuch des Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft „Haus Riswick“ in Kleve auf dem Programm. Hier hat uns eine Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen den Betrieb und die Forschungsschwerpunkte im Bereich der Fütterung und Haltung von Milchvieh vorgestellt. Weiter ging es ganz im Zeichen der Milch auf den Speetenhof in Kranenburg. Hier hat die Familie Derksen in eine eigene Molkerei investiert und verarbeitet einen großen Teil der Milch Ihrer 70 Kühe zu köstlichen Milchprodukten, die wir auch verkosten durften. Als nächsten Stand der Ackerbaubetrieb Graf in Kalkar auf dem Programm. Nach dem strammen Fachprogramm konnte die Reisegruppe dann bei einer Schifffahrt auf dem Rhein entspannen.

Der dritte Tag ging erst zu unseren Nachbarn in die Niederlande. Hier ist bekanntlich alles etwas anders. So war es auch bei unserer ersten Station. Frank Laarakker betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Biogasanlage und betreibt einen Vertragsanbau für Gemüse auf ca. 7.000 ha. Eine weitere Spezialität die wir uns in den Niederlanden ansehen konnten, war die Produktion von Rollrasen. Nach einem tollen Mittagessen im Nationalpark „de Maasduinen“ ging es wieder über die Grenze in Richtung Straelen. Hier waren bei einem Betrieb zu Gast, der sich ganz auf die Produktion von Tomaten im Gewächshaus spezialisiert hat. Danach ging es auf den Betrieb von Christoph Straeten. Hier wird sehr spezialisiert Ruccola, Babyblattsalate und Kräuter im Feld angebaut.

Am letzten Reisetag führte uns der Weg wieder nach Münster. Auf dem Betrieb der Familie Holtmann konnten wir Wagyu Rinder kennenlernen und haben viel über die Zucht und Vermarktung des Feinschmeckerfleisches erfahren. Da Westfalen auch ein

Pferdeland ist, stand als nächstes der Besuch der Hengststation Holkenbrink auf dem Programm. Stolz wurde uns hier der Star der Station „Franziskus“ an der Hand vorgestellt. Zum Abschluss der Reise stand wie für Westfalen typisch ein Ackerbaubetrieb mit Kornbrennerei auf dem Programm. Auf dem Hof der Familie Schulze-Rötering wird der eigene Weizen in einem ganz besonders aufwendigen Brennprozess gebrannt. Heraus kommt ein sehr milder Korn der allen Mitreisenden hervorragend geschmeckt hat.

Mit vielen positiven Eindrücken, fachlichem Input und geselligen Stunden sind wir dann nach Hause gefahren und freuen uns auf die nächste Fahrt im Jahr 2019 Richtung Süden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilnehmer der landwirtschaftlichen
Studienfahrt


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Stand: 16.07.2018