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Wo bleibt der Nachwuchs? Hauswirtschaftsleiterinnentreffen in Braunschweig

Am 6. März 2019 trafen sich rund 30 Hauswirtschaftsfachfrauen und Leitungen in der Bezirksstelle Braunschweig der LWK Niedersachsen. Das Thema war die Nachwuchs- und Ausbildungsförderung in der Hauswirtschaft. Neue Ausbildungsbetriebe und vor allem solche, die es werden wollen, hatten sich zum Treffen angemeldet.

Eingeladen hatte die Bildungsbeauftragte der Hauswirtschaft Petra Eilers-Melerski zum Impulsvortag und Erfahrungsaustausch zum Thema Nachwuchsförderung.

Ein herzliches Willkommen gab es besonders auch für die Teilnehmerinnen, die bisher nur die Bezirksstelle Braunschweig als Prüfungsort für ihre Meisterprüfung Hauswirtschaft kannten.

Vor- und Nachteile der Ausbildertätigkeit

Der aktuelle Fachkräftemangel und die Vor- und Nachteile der Ausbildertätigkeit wurden unter verschiedenen Aspekten betrachtet. Das Handwerkszeug für zukünftige Ausbildungsbetriebe sind rechtliche Rahmenbedingungen, der Ablauf der Anerkennung für Betrieb und Ausbilder/*innen und das Wissen um Maßnahmen für das Azubimarketing.

Anforderungen an die Ausbilder/*innen wurden für den Ausbildungsalltag zusammengestellt, um Antworten auf die Frage zu geben:“ Ausbilden - kann ich das?“ Das Ausbilden erfordert Zeit neben den dringenden Aufgaben des Alltags. Wer unterstützt mich dabei? Nicht zuletzt ist ein Delegieren von Teilbereichen der Ausbildungsinhalte im eigenen Betrieb durch Fachleute möglich, um mit den eigenen Ressourcen hauszuhalten.

Darüber hinaus können ausgelagerte Arbeiten, die nicht vor Ort durchgeführt werden, durch Kooperationen mit anderen Betrieben vermittelt werden. Hier bietet die Landwirtschaftskammer umfangreiche Unterstützung. Alle Teilnehmerinnen haben die fachliche Qualifikation, um einen Antrag auf Anerkennung als Ausbilderin bei der LWK zu stellen. Das Thema Ausbildung im eigenen Betrieb ist allerdings in Vergessenheit geraten. Ausbildung ist aber eine langfristige Investition in passgenaue Mitarbeiter und gut ausgebildetes Personal.

Die Tatsache, dass die Hauswirtschaft maßgeblich zur Lebensqualität der Menschen beiträgt, ist oft zu selbstverständlich. Das Selbstverständnis der hauswirtschaftlichen Betriebsleitungen zu stärken, könnte ein positiver Nebeneffekt dieses gelungenen Abends sein. Mit hoher Qualität und öffentlichkeitswirksam die Hauswirtschaft darzustellen und zusätzlich auszubilden ist eine Möglichkeit das vielfältige Berufsbild zu stärken und bekannter zu machen. Darüber wurde sich in der Pause rege ausgetauscht.

Netzwerken und köstlich speisen

Nach dem offiziellen Teil wurden die Teilnehmerinnen mit feinem Fingerfood am Buffet verwöhnt. Neuigkeiten von den hauswirtschaftlichen Verbänden und den Betrieben wurden ausgetauscht und private Kontakte aufgefrischt.

Expertenrunde

Den Abschluss bildete die Expertenrunde mit Befragung der seit dem Ausbildungsjahr 2018/ 19 tätigen Ausbilderinnen, die nur Positives berichten konnten. Ihre Betriebe betrachten es als selbstverständlich auszubilden, um gute Mitarbeiter in das Team zu integrieren. Am eigenen Beispiel wurde der nachhaltige Aspekt der Ausbildung gezeigt: die Führungskräfte von heute wurden oft in ihren Betrieben ausgebildet, bzw. haben dort Praktika absolviert. Bei guter Ausbildungsqualität steigt auch das Image und es gelingt leichter leistungsstarke Azubis zu gewinnen.

In Gesprächen im anschließenden informellen Teil des Abends wurde klar, dass ein Anschlusstreffen durchaus gewünscht wurde.

Neben einer intensiven Berufswerbung in den Schulen für die vielseitigen Qualifikationen im Bereich Hauswirtschaft werden von der Ausbildungsberatung der Landwirtschaftskammer, Bezirksstelle in Braunschweig zugleich qualifizierte, moderne Ausbildungsbetriebe in der Hauswirtschaft gesucht.


Kontakt:
Petra Eilers-Melerski
Beraterin Berufsbildung Hauswirtschaft
Telefon: 0531 28997-143
Telefax: 0531 28997-141
E-Mail:


Stand: 21.03.2019