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Süßkartoffel – ein Multitalent

Amerikaner lieben sie, in vielen tropischen und subtropischen Ländern der Welt zählen Süßkartoffeln, auch Batate genannt, zu den Grundnahrungsmitteln. Und bei uns? Auch bei uns liegen Süßkartoffeln voll im Trend und halten Einzug in viele Küchen und Speisepläne. Mit zunehmendem Verbraucherinteresse steigt auch die Nachfrage nach regional erzeugter Ware. Wie sieht es mit dem regionalen Angebot aus? Womit punktet die Süßkartoffel inhaltlich und kulinarisch? Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise:

Regionaler Anbau

Regionaler Süßkartoffelanbau ist möglich, die Anbaufläche wird zurzeit aber statistisch noch nicht erfasst. Nach Schätzungen des BL (Bundesinformationszentrums Landwirtschaft) beträgt sie deutschlandweit etwa 200 ha. Davon befinden sich ca. 30 - 40 ha in Niedersachsen. Vor allem Betriebe mit Direktvermarktung starteten mit einem kleinflächigen Anbau. Wer möchte kann Süßkartoffeln auch im eigenen Garten anbauen. Viel Wärme, Wasser, leichte Böden und keine Kälte, dann gelingt der Anbau. Ideal ist ein sonniger und geschützter Standort wie die Pflanzung der Stecklinge nach den Eisheiligen und Ernte vor dem ersten Frost. Aufgrund der langen Kulturzeit (je nach Sorte zwischen 90 - 130 Tage), ist dann die Ernte ab Ende September bis zum ersten Frost möglich.

 

Inhaltsstoffe

Süßkartoffeln enthalten wenig Fett und ein buntes Spektrum an Mineralstoffen und Vitaminen. Beachtlich ist ihr Gehalt an Beta-Carotin von 8 mg pro 100 g - annähernd so hoch wie der in Möhren. Beta Carotin ist nicht nur für die orangegelbe Farbe verantwortlich, sondern schützt unsere Zellen und stärkt das Immunsystem.

Zellschützend wirkt auch das in Süßkartoffeln reichlich vorkommende fettlösliche Vitamin E. 100 g Süßkartoffeln decken bereits ein Drittel des täglichen Bedarfes eines Erwachsenen an diesem Vitamin ab.

Nicht verwunderlich angesichts des süßen Geschmackes ist der höhere Kohlenhydratgehalt der Süßkartoffeln im Vergleich zu Kartoffeln. Süßkartoffeln liefern somit etwas mehr Energie als Kartoffeln, lassen den Blutzuckerspiegel aber dennoch weniger stark ansteigen als diese.

Hier zeigt sich die Wirkung des in der Schale der Süßkartoffel zu findenden Stoffes Caiapo, der regulierend auf den Blutzuckerspiegel wirkt. Interessant ist dieser sogenannte niedrige glykämische Index der gekochten Süßkartoffeln nicht nur für Diabetiker, sondern für alle, die Heißhungerattacken vermeiden wollen. In Verbindung mit dem relativ hohen Ballaststoffgehalt der Knolle eine gute Kombination für die schlanke Linie.

 

Zubereitung

Die Süßkartoffel ist nicht nur extrem gesund, sondern auch extrem vielseitig.

Gekocht, gebacken, gebraten, getoastet, gegrillt, frittiert, roh, püriert – sie lässt sich in unzähligen Variationen so wie die Kartoffel zubereiten und verarbeiten. Sie schmeckt als Suppe, solo oder in Pfannengerichten, Aufläufen, Gratins, als Rösti oder Bratlingen, Chips, Pommes frites, als Süßspeise, Kuchen oder Brot, oder auch als Baby Brei.

Im Unterschied zu Kartoffeln können Süßkartoffeln auch roh verzehrt werden. Die Schale der Süßkartoffel kann, muss aber nicht entfernt werden, sie kann bedenkenlos mitgegessen werden.

Besonders aromatisch und nährstoffreich werden Süßkartoffeln, wenn sie mitsamt der essbaren Schale gekocht werden. Dazu die Knollen gründlich waschen und in Salzwasser garen. Die Garzeit beträgt etwa 30 - 45 Minuten.

Einkauf, Lagerung

Ideal sind gleichmäßig gefärbte und feste Knollen. Diese lassen sich kühl, trocken und dunkel - am besten im Keller - einige Wochen lagern. Süßkartoffeln sind kälteempfindlich und gehören daher nicht in den Kühlschrank.

 

Probieren Sie das vitaminreiche Multitalent, das es mittlerweile auch aus heimischen Anbau gibt, einfach aus.

 

Wenn Sie Süßkartoffeln direkt beim Erzeuger einkaufen möchten, schauen Sie doch mal nach unter  www.service-vom-hof.de


Kontakt:
Beate Langenhorst
Beraterin Ernährung, Lebensmittelqualität, Bauernhofcafe
Telefon: 0591 9665669-118
Telefax: 0591 9665669-125
E-Mail:


Stand: 14.09.2021