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Förderung nutzen - Lagerraum schaffen - was ist zu beachten?

Zusätzliche Lagerkapazitäten für Wirtschaftsdünger werden gefördert. Nach zwei abgeschlossenen Niedersächsischen Programmen im September 2019 und November 2020 ist die Errichtung von zusätzlichen Lagerkapazitäten nun im Rahmen des Investitions- und Zukunftsprogramms (IuZ) vom BMEL möglich. Bis zu 40 % der Investitionssumme können über einen Zuschuss finanziert werden.

Um die anfallenden Wirtschaftsdünger unter veränderten düngerechtlichen Vorgaben sinnvoll einzusetzen bzw. günstig abzugeben ist ausreichend Lagerraum besonders wichtig. Hierfür ist eine Lagerdauer über das gesetzliche Maß hinaus häufig angebracht. Die aufgesetzten Programme fördern die Schaffung von zusätzlichem Lagerraum. Eine Baugenehmigung ist Bedingung, um eine Bewilligung zu erhalten.

Die erste Antragsrunde in diesem Programm wurde in sehr kurzer Zeit ausgeschöpft und nun wurde bereits eine weitere Antragsphase für den März angekündigt.

Das Bundeprogramm ist auf eine Laufzeit von 4 Jahren ausgelegt. Jetzt ist Zeit zu prüfen, ob und in welchem Umfang Ihr Betrieb diese Option nutzen kann. Zur Förderung muss eine Lagerdauer von mindestens 9 bzw. 11 Monaten erreicht werden. Die Behälter müssen aus Stahlbeton errichtet und abgedeckt sein. Der Bau eines Gärrestlagers ist hier nicht förderfähig. Förderfähig sind sowohl landwirtschaftliche Betriebe als auch gewerbliche Tierhalter.

Nur mit einer gültigen Genehmigung können Anträge gestellt werden. Dieser Genehmigungsbescheid muss für den Betrieb erteilt worden sein, der den Behälter betreiben und die Förderung beantragen möchte, was ist in unseren regionalen Betriebskonstellationen mit z.B. Einzelbetrieb und Familien GbR nicht immer gegeben ist.

Möchten Sie Lagerraum schaffen, sollten sie Kontakt mit ihrer zuständigen LWK-Dienststelle aufnehmen. Mit den Berater*innen wird Ihre betriebliche Situation in Bezug auf die genehmigten Tierbestände und Lagerräume analysiert. Neben dem Anfall an Wirtschaftsdüngern (flüssig/fest) sollten auch die anfallenden Oberflächen- und Waschwässer berücksichtigt werden. Im Ergebnis erhalten Sie den nötigen bzw. möglichen Zubau für ihre betriebliche Situation. Nicht alle gewünschten Behältergrößen sind baurechtlich an allen Standorten möglich. Die Kolleg*innen unterstützen Sie dabei, Ihre betrieblichen Möglichkeiten in Bezug auf Größe und Standort zu prüfen.

Nachdem diese Vorplanung erfolgt ist, kann die Antragsstellung vorangetrieben werden. Hinweise zum weiteren Verfahren erhalten Sie im Austausch mit den Fachleuten der LWK Dienststellen.

Weitere Informationen finden sie unter Webcode 01037983

Förderprogramm Investitions- und Zukunftsprogramms www.rentenbank.de       

Außenstelle Aschendorf                                04962 / 9183-10

Bezirksstelle Emsland Meppen                       05931 / 403-100

Außenstelle Lingen                                       0591 / 966566-0

Außenstelle Grafschaft Bentheim                   05941 / 9265-0


Kontakt:
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Außenstellenbeauftragter Beratung Biogas, Förderung, Nährstoffmanagement
Telefon: 04962 9183-36
Telefax: 04962 9183-33
E-Mail:
Jan Wulkotte
Leiter Fachgruppe Ländliche Entwicklung
Telefon: 05931 403-113
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Stand: 29.01.2021