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Fruchtwechsel wegen Dürre - Auf die Anbaudiversifizierung achten

Die Trockenheit setzt auch dem Getreide massiv zu. Wenn kein annehmbarer Ertrag mehr möglich scheint und Futter knapp ist, wird auch über eine vorzeitige GPS-Ernte und - bei erfolgten Niederschlägen - über den Nachbau von Mais nachgedacht. Zu beachten sind dabei auch die Greening-Vorschriften zur Anbaudiversifizierung.

Maßgeblich für die Einhaltung des Fruchtartenverhältnisses ist der Zeitraum vom 01.Juni bis zum 15.Juli eines Jahres.

Bei einem Fruchtwechsel innerhalb des Zeitraums gilt die Frucht für die Berechnung der Anbaudiversifizierung als maßgeblich, die in diesem Zeitraum am längsten auf der Fläche stand. Dabei gilt eine Frucht solange als auf der Fläche stehend, bis die Folgefrucht eingesät ist. Im Beispiel: Wird der Mais erst ab dem 24.Juni eingesät, gilt das Getreide als maßgebliche Kultur. Eine Antragskorrektur ist dann nicht vorzunehmen. Um bei einer Vor-Ort-Kontrolle das Einsaatdatum ab dem 24.Juni nachweisen zu können, sollte dies nachvollziehbar dokumentiert werden.

Wird der Mais vor dem 24. Juni eingesät, ist der Antragsteller verpflichtet, eine Antragskorrektur vorzunehmen. In diesem Fall empfiehlt es sich, vorab mit Hilfe des Greeningrechners zu prüfen, welche finanziellen Konsequenzen dies hat. Neben der Eingabe der Anbaudaten sind auf der Seite Verwaltungssanktionen die auch verfügbaren Zahlungsansprüche einzutragen. Dann werden unten in der Zusammenfassung die Kürzungen ausgewiesen.

In jedem Fall sind auch die Mitarbeiter der Bezirksstelle Emsland bereit, Sie bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.


Kontakt:
Hermann Diekmann
Außenstellenbeauftragter Außenstelle Lingen
Telefon: 0591 9665669-111
Telefax: 0591 9665669-125
E-Mail:


Stand: 03.06.2020



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