Webcode: 01037548

Förderprogramm Verbesserung des Nährstoffeinsatzes (IVN) startet

Das Land Niedersachsen fördert Investitionen landwirtschaftlicher Betriebe zur Verbesserung des Nährstoffeinsatzes mit einem Zuschuss von 35%. Dafür stehen 12 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Antragstellung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen startete am 27.10.2020 und läuft noch bis zum 16.11.2020 Hier erfahren Sie die Förderbedingungen.

Folgende Teilbereiche werden gefördert:

  1. Bau von separaten Güllelagern und Festmistplatten
  2. Abdeckung bestehender Güllelager und Mistplatten
  3. Gülleaufbereitungsanlagen
  4. Digitale Landtechnik, insbesondere effiziente Düngerstreuer
     

Wer ist antragsberechtigt?

  • Landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen mit Mindestgröße Alterskasse
    Nachweise: ANDI-Betriebsspiegel 2018/2019/2020
  • Positive Einkünfte des Betriebsleiters/ der Gesellschafter jeweils einschl. Ehegatten
    kleiner 150.000 Euro (Ledige) / 180.000 Euro (Verheiratete)
    Nachweise: Letzte drei vorliegende Einkommenssteuerbescheide der o.g. Personen
  • Viehbesatz des antragstellenden Betriebes maximal 3,0 GV / ha ; Beteiligungen der Antragsteller an anderen Betrieben bleiben unberücksichtigt.
    Nachweise:
    Rindvieh: HIT Bestandsregister Alters- und Geschlechtsstatistik  01.07.19 - 30.06.2020
    Andere Tierarten: BMEL- Buchführungsabschluss 2018/19 (wenn vorliegend 2019/20), nur Anlage „Bewertung des Tiervermögens“ und „Naturalbericht Tiere“.

1.
Schaffung separater Wirtschaftsdüngerlagerkapazitäten (Gülle- und Jauchebehälter, Mistlager) inclusive fest verbauter Befüll- und Entnahmetechnik sowie Rührwerke, Anlagenvorplätze, Zäune

  • Abdeckung der geförderten Gülle- und Jauchebehälter mit festem Dach oder Zeltdach ist Pflicht; gilt nicht für Mistlager und vorhandene Gülle- und Jauchbehälter
  • Bei gasdichter Abdeckung auch Abfackelanlage und weitere Bauteile förderfähig
  • Investitionsort Niedersachsen
  • Die Aufstockung vorhandener Behälter ist förderfähig
  • Baugenehmigung muss zur Antragstellung vorliegen
  • Bei Mistlagern gilt eine Stapelhöhe von 2,00 m bei einer Wandhöhe von 0,00 bis 2,00 m. Bei Wandhöhen von mehr als 2,00 m gilt: Wandhöhe  = Stapelhöhe
  • Größe und Nutzung auch für andere Betriebe unerheblich, aber Förderung nur für die im eigenen Betrieb anfallende Gülle und nur oberhalb des rechtlichen Mindestlagervolumens (aktuelle Düngeverordnung) und nur bis zu 12 Monaten
  • Gülle darf nach Verarbeitung auch in einer Biogasanlage (dann als Gärrest) in geförderten Güllebehältern eingelagert werden, sofern die Biogasanlage nicht auf diesen Behälter angewiesen ist. Der Behälter darf nicht als Nachweis für ausreichende Lagerkapazität bei der Biogasanlage dienen
  • Keine Förderung von Ersatzkapazitäten für Lagerstätten, die in den letzten zwei Jahren vor Antragstellung noch vorhanden waren
  • Keine Förderung von Lagerkapazitäten für Biogasanlagen, Anlagen zum Lagern von Silage und Flächenkauf
  • Keine Förderung von Erschließung, Zuleitungen (Strom, Druckrohrleitungen) sowie Ausgleichspflanzungen und "Unvorhergesehenes"
  • Düngerimporte aus dem Ausland dürfen nicht eingelagert werden
  • Die Lagerdauer darf sich während der Zweckbindungsfrist (5 Jahre ab Vorlage des Verwendungsnachweises) nicht verringern
  • Falls die Baugenehmigung auch einen späteren Stallbau einschließt, erfolgt die Bewilligung unter dem Vorbehalt, dass dieser Stallbau bei Vorlage des Verwendungsnachweises begonnen worden ist.
  • Die Betreuung des Antragsverfahrens ist bis 3.000 Euro netto förderfähig.
  • Nachweise:
    Baugenehmigung mit Betriebsbeschreibung, Lageplan und Bauzeichnung; Angebote oder besser Kostenschätzung eines Architekten; Falls Pachtställe nicht in der Lagerraumberechnung des Bauantrages aufgeführt waren, müssen darüber hinaus gesonderte Nachweise vorgelegt werden.

2.
Abdeckung bestehender Wirtschaftsdüngerlagerstätten mit festem Dach oder Zeltdach

  • Bei gasdichter Abdeckung auch Abfackelanlage und weitere Bauteile förderfähig
  • Keine Förderung für Abdeckungen mit Schwimmfolien und Schwimmkörpern
  • Keine Förderung für Abdeckungen von Gärrestbehältern
  • Baugenehmigung muss zur Antragstellung vorliegen
  • Nachweise
    Baugenehmigung mit Betriebsbeschreibung; Angebot oder Kostenschätzung eines Architekten

3.
Gülleaufbereitungsanlagen für alle Arten der Aufbereitung

  • Auch stationäre Anlagen
  • Auch Verarbeitung von Wirtschaftsdüngern fremder Betriebe, jedoch nur im Rahmen der landwirtschaftlichen Tätigkeit.
  • Nachweis: Angebot
     

4.
Digitale Landtechnik

-     Nahinfrarot-Sensoren (NIRS),
-     Technik zur Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern während der Ausbringung,
-     Stickstoff-Sensoren,
-     Pneumatische Düngerstreuer oder Scheibenstreuer für die Mineraldüngung mit einer der
      folgenden Ausstattungen:
      - GPS-gestützte Teilbreitenschaltungen
      - elektronische Einrichtungen zur teilflächenspezifischen Variation der Streumenge,
      - sensorgestützte Einrichtungen zur Verbesserung der Quer- oder Längsverteilung.

  • keine Vorgaben zur Mindestauslastung, aber Nutzung nur im Rahmen der landwirtschaftlichen Tätigkeit
  • nicht förderfähig sind Ausstattungen, die nicht allein für das geförderte Verfahren verwendet werden (z.B. GPS- oder ISOBUS-Ausstattung des Schleppers, Soft- und Hardware zur Erstellung von Applikationskarten).
  • Nachweise: Angebot; Aus dem Angebot Düngerstreuer muss eine der geforderten Ausstattung ersichtlich sein.

Ranking bei Überzeichnung der zur Verfügung stehenden Fördersumme von 12 Millionen Euro

  • Die beantrage Fördersumme wird in den 4 Teilbereichen separat ermittelt.
  • Anträge mit mehreren Teilbereichen werden dem Teilbereich mit dem höchsten förderfähigen Investitionsvolumen zugeordnet.
  • In allen 4 Bereichen wird die Fördersumme prozentual gleich gekürzt.
  • In allen 4 Bereichen werden die Anträge nach dem GV-Besatz je Hektar sortiert.
  • Junglandwirte (= zum Zeitpunkt der Antragstellung jünger als 41 Jahre) erhalten einen Abzug von 0,20 GV /ha. Bei Gesellschaften müssen alle Gesellschafter Junglandwirte sein.
  • Wird eine gasdichte Abdeckung errichtet (Teilbereiche 1 und 2), werden 0,30 GV/ha abgezogen.
  • Innerhalb jedes Teilbereichs erfolgt die Bewilligung in Abhängigkeit vom GV-Besatz, beginnend mit 0,0 GV/ha innerhalb der für den Teilbereich zur Verfügung stehenden Fördermittel.

Weitere Förderbedingungen

  • Generell nicht zuwendungsfähig sind laufende Betriebsausgaben, Ablösung von Verbindlichkeiten, Erbabfindungen, Kreditbeschaffungskosten und Gebühren für eine Beratung in Rechtssachen, Baugenehmigungsgebühren, Umsatzsteuer
  • Mit der Maßnahme darf bis zum Zuwendungsbescheid noch nicht begonnen worden sein (erste Auftragsvergabe).
  • Für alle Bauleistungen (Arbeitsleistung wird erbracht) ab 3.000 Euro und für alle Materiallieferungen ab 500 Euro sind vor der jeweiligen Auftragsvergabe drei (am besten schriftliche) Angebote einzuholen
  • Die Auftragsvergabe sollte innerhalb von drei Monaten nach Zuwendungsbescheid erfolgen, um bei Verzögerungen nicht in eine Mitschuld zu geraten.
  • Der Verwendungsnachweis ist zusammen mit dem Auszahlungsantrag bis zum 01.11.2021 bei der Bewilligungsstelle vorzulegen.
  • Der Fördergegenstand muss ab Vorlage des Verwendungsnachweises fünf Jahre lang vom Antragsteller dem Zweck entsprechend genutzt werden.

Interessierte wenden sich gern an die Berater der Bezirksstelle Emsland:
Johannes Bauer, Bezirksstelle Emsland in Meppen, 05931/403-105
Uwe Bintz, Bezirksstelle Emsland in Meppen, 05931/403-126
Robert Borchers, Außenstelle Aschendorf, 04962/9183-36
Otto Pieper, Außenstelle Aschendorf, 04962/9183-25
Hermann Diekmann, Außenstelle Lingen, 0591/9665669-111
Hendrik Jan Slikkers, Außenstelle Neuenhaus, 05941/9265-25

 

Hier geht zur offiziellen Seite der Förderstelle der LWK

 

 

 

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr!

Immer aktuelle Informationen auf www.lwk-niedersachsen.de  unter webcode 01037222.


Kontakt:
Hermann Diekmann
Außenstellenbeauftragter Außenstelle Lingen
Telefon: 0591 9665669-111
Telefax: 0591 9665669-125
E-Mail:


Stand: 28.10.2020



XLSM: 34612 - 133.37890625 KB   Berechnungsgrundlagen   - 133 KB