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Neue LJN Mischungen 2021 zur Begrünung von Zwischenfrucht und Bracheflächen

Auch für 2021 wurden die Blühmischungen der Landesjägerschaft in kooperation mit der Agravis und der LWK Niedersachsen Bezirksstelle Emsland erneut zusammengestellt. Neu sind unter anderem  kruziferenfreie Mischungen (KF), die für Rapsfruchtfolgen geeignet sind. Außerdem enthalten die LJ RüSa und RüSA KF sowiedie LJ Blühstreifen jetzt einen geringen Anteil an Phacelia als Mantelsaat um den Auflauif und eine zügige Bodenbedeckung der Mischungen zu gewährleisten.

Die "LJN Blühmischungen"  werden bereits seit 2009 von der BST Emsland in Zusammenarbei

t mit der Landesjägerschaft Niedersachen (LJN) und der Agravis als Saatgutpartner zusammengestellt und jährlich sowohl aktuellen Erkenntnissen aus der landwirtschaftlichen und jagdlichen Praxis als auch Anforderungen des Förderrechts angepasst.

Die Kooperation dieser drei Partner verfolgte von Anfang an den Zweck die Erfordernisse landwirtschaftlicher Brache- oder Zwischenfruchtmischungen mit den Belangen der Niederwildhege in Einklang zu bringen, wobei die verschiedenen Mischungen unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen.

Im Folgenden sollen kurze Infos und die Zielrichtung der jeweiligen Mischung vorgestellt werden:

LJ Multi EU: Mischung mit winterharten Komponenten. Auch für leichtere Standorte und spätere Aussaattermine geeignet. Kann als Greening-Zwischenfrucht die klassische Senf-Ölrettich- Mischung gut ersetzen. Durch Futterraps, Markstammkohl, Stoppelrübe und Furchenkohl ist diese Mischung gut geeignet, um Winteräsung auf den Flächen zu schaffen.

 

LJ Blühstreifen KF: Jetzt neu mit erhöhtem Phaceliaanteil als Mantelsaat, um schnelle Blüherfolge zu erzielen. Keine winterharten Komponenten. Für frühe Saattermine und Greening geeignet. Kreutzblütlerfrei, damit auch in Rapsfruchtfolgen gut zu etablieren.  Zur Sommeräsung enthält diese Mischung verschiedene Anteile an Klee sowie Buchweizen.

 

LJ RüSa: Zielsetzung ist hier die Schaffung von ckzugs- und Saumflächen über Winter in der Feldflur. Die Anlage kann zum Beispiel auf ertragsschwächeren Standorten (Waldschatten, kleine Ecken, Keile etc.) oder auch in Form von (überjährigen) Biodiversitätsstreifen erfolgen. 

Der Anbau erfolgt als Sommer-/ Herbstaussaat mit überjähriger Standzeit bis in den Herbst des folgenden Jahres. Diese Mischung enthält Arten, die im Frühjahr eine zeitige Blüte ermöglichen (Raps, Rübsen, Färberkamille). RüSa ist für alle Böden und Standorte gut geeignet. Durch Futterraps, Markstammkohl, Stoppelrübe und Furchenkohl ist diese Mischung dahingehend optimiert worden, um Winteräsung auf den Flächen zu schaffen.

 

LJ RüSa KF: Wie RüSa, aber kruziferenfrei. Somit geeignet für Rapsfruchtfolgen.

 

Agravis Honigbrache EU: Kann sowohl als Honigbrache oder als Zwischenfrucht angelegt werden. Die Aussaattermine sollten im Frühjahr (Honigbrache) nicht zu früh erfolgen, möglichst erst ab Ende April, Anfang Mai, um mögliche Schäden durch Spätfröste zu vermeiden. Soll die Mischung als Zwischenfrucht angebaut werden, sollte die Aussaat bis Ende Juli erfolgen. Die Mischungskomponenten bieten auch im Winter noch gerne angenommene Äsungs- und Rückzugsflächen für das Niederwild.

 

Agravis Imkermischung EU: Diese Mischung dient vorrangig als Blühfläche, weniger der Äsung. Die Ansaat kann sowohl im Frühjahr als auch im Spätsommer erfolgen. Durch die Kleeanteile ist eine gewisse Überjährigkeit gegeben. Zur Sommeräsung enthält diese Mischung verschiedene Anteile an Klee sowie Buchweizen.


Kontakt:
Holger Hoffstall
Leiter Fachgruppe Pflanze
Telefon: 05931 403-206
Telefax: 05931 403-222
E-Mail:


Stand: 30.11.2020



PDF: 34992 - 919.888671875 KB   LJN Flyer 2021   - 920 KB