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Junger Mais als Leckerbissen

Großes Erstaunen herrschte vor ein paar Tagen auf einem Maisacker in der Nähe von Bad Gandersheim. Als die beiden Bewirtschafter Georg Brethauer und Dietrich Sälzer ihren frisch aufgelaufenen Mais begutachten wollten, trauten sie ihren Augen nicht. Großflächig hatten Wildschweine die Maiskörner samt Keimling Reihe für Reihe ausgewühlt und aufgefressen.

Silomais bauen sie schon einige Jahre rund um Schachtenbeck für eine Biogasanlage an, aber so eine Schweinerei hatten sie noch nicht erlebt. Da es in der Gemarkung natürlich schon immer einen Wildschweinbestand gab, konnte es nur eine Erklärung geben. Es fehlte erstmals die vogelabweisende Mesurol-Beize, die als Nebeneffekt bisher die Schwarzkittel davon abgehalten haben dürfte, an den jungen Mais zu gehen.

Besonders ärgerlich war der Schaden auch für das Versuchswesen der Landwirtschaftskammer, denn der Landessortenversuch Silomais mittelfrüh mit 39 Sorten wurde ebenfalls heimgesucht und musste nun ein zweites Mal gelegt werden. Um keine zweite Überraschung zu erleben, wurde dieser dann nach der Zweitsaat umgehend mit einem Schafzaun elektrisch gesichert. Den Aufwand konnten sich die beiden Betriebsleiter für den gesamten Schlag nicht machen und so hoffen sie, dass die Wildschweine nicht wiederkommen und ihren Mais in Ruhe wachsen lassen.

 


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Dr. Karsten Möller
Bezirksstellenleiter
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Stand: 11.06.2020