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Meisteranwärter starten in den zweiten gemeinsamen Winter

Mitte Oktober 2019 ging es los: 14 Meisteranwärter trafen sich seitdem über das Winterhalbjahr an der Bezirksstelle in Northeim um rund zwei Jahre später den Titel „Landwirtschaftsmeister“ tragen zu dürfen. 

An dem Kurs nehmen ausgebildete Landwirte und staatlich geprüfte Wirtschafter aus den Landkreisen Göttingen, Northeim und Holzminden teil. Vier der Anwärter haben keinen eigenen Hof, sondern sind auf größeren Betrieben angestellt.

Sehr schnell fanden die ersten Besuche auf den Betrieben, gemeinsam mit den Mitgliedern der Prüfungskommission, statt. Zum einen um den Teilnehmer sowie seinen Betrieb kennen zu lernen, als auch um ein Thema für das durchzuführende Arbeitsprojekt zu finden. Die Bandbreite reicht hierbei vom Einsatz der Runkelrüben in der Milchviehfütterung über das Striegeln im Anbau von Bohnen und Erbsen bis hin zu Dinkelanbau nach unterschiedlicher Bodenbearbeitung und Düngung. Im Rahmen der Projekte soll eine solide Datengrundlage erfasst werden, analysiert und abschließend betriebswirtschaftlich bewertet werden. Parallel findet der Meisterkursunterricht in den Räumen der Bezirksstelle statt. Immer mittwochs geht es um Themen der Tierhaltung, des Pflanzenbaus sowie der Betriebswirtschaft. Außerdem wird beispielsweise Wissen im Bereich Landwirtschaftsrecht und Biodiversität vermittelt. Begleitend dazu wurde begonnen am Ende des ersten Winterhalbjahres gemeinsame Betriebsbesichtigungen durchzuführen. Sie dienen einerseits dazu den Betrieb den anderen Meisterschülern ausführlich vorzustellen und andererseits anhand eines so genannten horizontalen Betriebsvergleichs die eigenen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen denen der Gesamtgruppe gegenüber zu stellen. Zusätzlich nehmen die Anwärter für zwei Wochen an Lehrgängen in der Heimvolkshochschule Barendorf teil, um die Ausbildereignung zu erlangen, d. h. die Qualifikation selber später ausbilden zu dürfen.

Seit Mitte Oktober startete der Meisteranwärterkurs nun in das zweite Halbjahr mit Betriebsbesuchen - mit Abstand und an der frischen Luft. Offen ist, inwiefern der Unterricht in den folgenden Wochen aufgrund der Pandemie in „Präsenz“ durchgeführt werden kann oder notfalls auf Online-Unterricht umgesattelt werden muss. Im März kommenden Jahres muss die schriftliche Meisterarbeit abgegeben werden. Hierzu sollen sich die zukünftigen Meister ein Thema für die Weiterentwicklung ihres Betriebes suchen. Nach einer umfassenden Darstellung des Betriebes und Beurteilung folgt die Planung, die sich entweder darauf konzentriert bestehende Betriebszweige zu optimieren oder in neue Verfahren zu investieren.


Kontakt:
Katrin Arnemann
Leiterin Fachgruppe Betrieb / Tier
Telefon: 05551 6004-126
Telefax: 05551 6004-160
E-Mail:


Stand: 18.11.2020