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Auf dem richtigen Weg - Runder Tisch Nährstoffe Osnabrück

Auf Einladung von Kreislandwirt Johannes Schürbrock traf sich im August 2018 der Runde Tisch Nährstoffe Osnabrück in der Bezirksstelle Osnabrück. Der Vorsitzende konnte neben den Vertretern der Landwirtschaft und der Wasserversorger insbesondere Landrat Dr. Michael Lübbersmann, den Präsidenten des Niedersächsischen Landvolks Albert Schulte to Brinke als Vertreter des LBEG Dr. Knut Meyer sowie den neuen Leiter der Düngebehörde in der LWK Niedersachsen, Reno Furmanek, begrüßen. Vertreter der Beratungsorganisationen, des Handels und der zuständigen Behörden sind regelmäßig mit dabei.

Von Seiten des NLWKN wurden aktuelle Auswertungen zur Nitratbelastung des Grundwassers im Land­kreis Osnabrück vorgestellt. Grundlage sind Messstellen des NLWKN, Vorfeldmessstellen der Wasserversorger, das Wasserrahmenrichtlinienmessnetz sowie das EUA- Messnetz. Insgesamt halten sich Messstellen mit steigenden Tendenz der Nitratwerte mit solchen mit sinkenden Tendenzen die Waage. Besondere Probleme bereiten die Trinkwasserbrunnen im Festgestein. Hier werde in enger Kooperation mit den Landwirten versucht, die Nitratwerte zu senken. Begleitende wissenschaftliche Versuche und eine Verschärfung der Wasserschutzgebietsverordnungen in diesen Gebieten zeigen die Bandbreite der Bemühungen. Die Einhaltung eines Wertes von 50 mg Nitrat/l Sickerwasser auf den Geeststandorten unter Ackerbau wurde auch vom LBEG und den Wasserversorgen als kaum realisierbar eingeschätzt.

Der aktuelle Nährstoffbericht weist laut Heinz-Hermann Wilkens von der Düngebehörde für den Landkreis einen positiven Trend selbst unter Zugrundelegung der Ansätze der neuen Düngeverordnung aus. Im Durchschnitt werden im Landkreis alle ordnungsrechtlichen Werte eingehalten. Von besonderem Interesse waren die aktuellen Zahlen zur Verbringungssituation im Landkreis. Tendenz: weniger Abgaben an andere Landkreise und in andere Bundesländer, deutlicher Rückgang der Aufnahmen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta. Per Saldo ergibt sich eine erhöhte Nettoverbringung, die zu einer leichten Entspannung der Nährstoffproblematik beiträgt.

Landrat Dr. Michael Lübbersmann hob als positive Signale die gegenüber den Vorjahren höhere Verbringung, die Sensibilisierung der Landwirte für die Problematik sowie die unterhalb der Grenzwerte liegenden Kennzahlen des Nährstoffberichtes auf Kreisebene hervor. Diese positiven Botschaften müssen auch den Bürgern vermittelt werden. Hinsicht­lich des immer noch zu hohen Mineraldüngereinsatzes muss seiner Ansicht nach ein Prozess der Minderung eingeleitet werden. Alle Maßnahmen müssen jedoch gewährleisten, dass die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe als Wirtschaftsfaktor gesichert wird. Wichtig ist gleichzeitig, dass die Landwirte für das öffentliche Bewusstsein sensibilisiert werden, und entsprechend verantwortlich handeln.

Aus der Sicht aller Teilnehmer ist es wichtig, den sich abzeichnenden positiven Trend zu einem noch bewussteren Umgang mit den Nährstoffen zu festigen.


Kontakt:
Jörg Schomborg
Leiter Bezirksstelle Osnabrück
Telefon: 0541 56008-125
Telefax: 0541 56008-99125
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Stand: 11.09.2018