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Über die Bezirksstelle Ostfriesland

Unsere Kunden
Die Bezirksstelle ist in allen fachlichen Fragen der Landwirtschaft Ansprechpartner für landwirtschaftliche Betriebsleiter, deren Familien und Arbeitnehmer, öffentliche Institutionen und alle weiteren Akteure im ländlichen Raum Ostfrieslands. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksstelle Ostfriesland sind Ihre Ansprechpartner für landwirtschaftliche Dienstleistungen und fachbehördliche Aufgaben in den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der kreisfreien Stadt Emden.
 

Mehr denn je bekommen unsere ostfriesischen Betriebe zu spüren, dass der Anpassungsdruck aufgrund von ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen stetig wächst. Hier ist es wichtig durch entsprechende Beratungsangebote der Bezirksstelle eine zunehmend differenziertere Entwicklung der Betriebe zu unterstützen.
 
Ziel muss es sein, die wirtschaftliche Wertschöpfung in unserer Region kontinuierlich auszubauen. Dazu gehört die Landwirtschaft als zentrales Segment mit den verschiedensten Einkommensbereichen von der Energiewirtschaft bis zum Tourismus. Diese Entwicklung geht einher mit einer zunehmenden Konkurrenz um landwirtschaftliche Ressourcen. Die unterschiedlichsten Ansprüche aus den Kommunen, Verbänden und Interessensgemeinschaften sind in Einklang mit notwendigen Entwicklungsperspektiven der landwirtschaftlichen Betriebe zu bringen. Dabei fungiert die Bezirksstelle als fachliche Schnittstelle der landwirtschaftlichen Belange unserer ca. 4.000 Betriebe sowie der vor- und nachgelagerten Bereiche.

Unsere Region ist geprägt von der Grünlandwirtschaft und der Milchviehhaltung, die insbesondere in den Flussniederungen, aber auch auf der Geest und in den Moorstandorten zu finden ist. Da es sich bei einem erheblichen Anteil der Flächen um natürliches absolutes, d. h. nicht ackerfähiges Grünland handelt, bleibt hier keine Alternative zum Futterbau. Auf den jüngeren Marschböden entlang der Küste wird vorwiegend Ackerbau betrieben, der sich zu hohen Anteilen aus Weizen und Raps und in geringerem Umfang aus Kartoffeln, Zuckerrüben und Sonderkulturen zusammensetzt. Die Veredlung spielt insgesamt eher eine untergeordnete Rolle. Allerdings haben unter den sich ändernden Rahmenbedingungen flächenstarke Betriebe vermehrt Interesse an der Schweinehaltung.

In der Küstenregion, aber auch teilweise im Binnenland haben zahlreiche Betriebe zur Diversifizierung des Einkommens mit gutem Erfolg den Betriebszweig „Ferien auf dem Bauernhof“ aufgenommen. Eine weitere Einkommensalternative stellt seit Jahren der Betrieb von Windkraftanlagen dar. Im westlichen und südwestlichen Teil des Dienstgebietes wurden weite Bereiche als Vogelschutz- oder FFH/Natura 2000-Gebiete ausgewiesen. Entsprechende Nutzungskonflikte sind hier vorprogrammiert, werden aber in einer Kooperation aus Naturschützern und Landwirten unter Mitwirkung des Berufsstandes zunehmend einvernehmlich geregelt.

 



Stand: 30.03.2016