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Landwirtschaftskammer informierte: Nährstoffmanagement nach neuem Düngerecht

Was bedeutet die neue DüV für unsere landwirtschaftlichen Betriebe?

Experten der Landwirtschaftskammer lieferten fachliche Details bei einer landesweiten Veranstaltungsreihe.

Wichtige Änderungen für die landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen bringt die neue Düngeverordnung (DüV) mit sich, die seit dem 2. Juni 2017 in Kraft ist. Vor diesem Hintergrund informierten Referenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen. Das Ziel der neuen Verordnung ist es, die Belastungen von Boden und Grundwasser so gering wie möglich zu halten. Für die rund 38 000 landwirtschaftlichen Betriebe zwischen Nordseeküste und Göttinger Wald bringt das neue Düngerecht wichtige Änderungen mit sich – im Pflanzenbau, in der Tierhaltung, beim Technikeinsatz und in der Betriebswirtschaft.

Rund 270 Zuhörer, weit mehr als ursprünglich angemeldet, verfolgten am 5. Oktober in Friedeburg die sechste Veranstaltung. Über die Grenzwerte für die Stickstoff- und Phosphat-Ausbringung und über zahlreiche weitere Details der Neuregelung informierten Heinz-Hermann Wilkens (Düngebehörde), Dr. Harm Drücker (FB Energie, Bauen, Technik), Frerich Wilken (Pflanzenbauberater und Fachmann für Energiepflanzen), Manfred Tannen, Wittmunder Kreislandwirt und Kreislandvolkvorsitzender des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland, Stefan Ortmann (Leiter des Geschäftsbereichs Landwirtschaft und Moderator), Mathias Schmidt ( Leiter FB Betrieb/Tier Bezirksstelle Ostfriesland), Uwe Ralle (Leiter Bezirksstelle Oldenburg-Nord) und Dr. Rolf Bünte (Leiter Bezirksstelle Ostfriesland).

„Die Kammer wird intensiv dabei mithelfen, ein nachhaltiges Nährstoffmanagement auf den Höfen möglich zu machen.“ So beschrieb Manfred Tannen. Das neue Düngerecht ist kompliziert, und nur, wer sich auskennt, kann damit effizient wirtschaften. „Dafür braucht es die Unterstützung durch die Beratung“, sagte Tannen.

Zu den zahlreichen neuen Vorschriften gehört zum Beispiel eine detailliertere Ermittlung des Nährstoffbedarfs. Die neue DüV verpflichtet den Landwirt dazu, vor dem Aufbringen von wesentlichen Nährstoffmengen an Stickstoff oder Phosphat mit Düngemitteln den Düngebedarf zu ermitteln und zu dokumentieren.

So effizient wie möglich sollten die Betriebe daher mit dem Stickstoff umgehen, der im Boden und im Wirtschaftsdünger enthalten sei, sagte Frerich Wilken. Moderne Landtechnik gewinne nach Aussage von Harm Drücker durch die neue DüV weiter an Bedeutung: Werden Gülle und Gärreste mit Schleppschuhverteilern oder mit Injektoren direkt in den Boden eingebracht, würde die Gefahr von Ammoniakverlusten reduziert. Das rieche nicht nur weniger, sondern es würde auch die Nährstoffbilanz des Betriebes verbessern.

Die ökonomischen Auswirkungen der neuen DüV sowie die Möglichkeiten, den neuen Anforderungen zu begegnen, erläuterte Mathias Schmidt. „Die organischen Dünger stellen keineswegs nur ein Hemmnis bei der weiteren betrieblichen Entwicklung dar, sondern bieten bei effizientem Einsatz durchaus Wettbewerbsvorteile“, so Schmidt.

   

Zum Abschluss der Veranstaltung informierte Dr. Rolf Bünte über das umfangreiche Beratungsangebot zum Nährstoffmanagement der Bezirksstelle Ostfriesland sowie der Bezirksstelle Oldenburg-Nord.


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Stand: 08.11.2017



PDF: 28763 - 1266.55859375 KB   DüV und Ökonomie - Schmidt   - 1267 KB  
PDF: 28761 - 1784.40136719 KB   DüV und Futterbau - Wilken   - 1784 KB