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Qualifizierte Saatenanerkenner sichern die Saat- und Pflanzgutqualität

Die Saison der Saatenanerkennung startet bereits im Herbst mit der ersten Besichtigung in Winterraps und Winterrübsen. Die Kernzeit ist aber von Anfang Mai bis Ende Juni.

In dieser Zeit wird das komplette Spektrum der Kulturen, die zur Vermehrung angemeldet sind, bearbeitet. Die Vielfalt der Sorten und Fruchtarten bietet eine nicht langweilig werdende Aufgabe für die ehrenamtlichen Feldbesichtiger. Der Hybridroggen beispielsweise wird bereits zum Ährenschieben der Bestände besichtigt, Hintergrund ist, dass beim Roggen als Fremdbefruchter keine anderen Roggenflächen in einer Entfernung von 500 m um den Vermehrungsschlag geduldet werden. Würde man diese Flächen erst zur Blüte oder sogar nach der Blüte besichtigen, könnten evtl. Unterschreitungen der sogenannten Mindestentfernung nur noch mit entsprechenden Abtrennungen im Vermehrungsbestand bereinigt werden.

Im Zuständigkeitsbereich der Bezirksstelle Uelzen werden in sieben Landkreisen die Vermehrungsbestände von über 30 ehrenamtlichen Anerkennern, -innen beurteilt. Vorher finden an zwei Terminen entsprechende Lehrgänge statt, in denen Mitarbeiter der Bezirksstelle Uelzen auf der Versuchsstation in Hamerstorf die Feldbesichtiger zum aktuellen Stand der Kulturen schulen und auf Besonderheiten bestimmter Sorten und deren Merkmale hinweisen. Für die Anerkennungssaison 2016 sind über 3.000 ha Pflanzkartoffeln zu mindestens zwei Terminen zu beurteilen. Bei den Mähdruschfrüchten werden über 13.000 ha zur Feldbesichtigung angefahren. Dazu muss zu einem vordefinierten Wachstumsstadium die Fruchtart jeweils besichtigt werden. Leguminosen z.B. müssen in der Vollblüte der Pflanzen beurteilt werden, um evtl. abweichende Typen bei der Blütenfarbe zu bewerten. Alle diese erfassten Daten werden bereits seit einigen Jahren über ein Programm auf einem Handy erfasst und per Mobilfunk innerhalb von kürzester Zeit an die zentrale Datenverarbeitung geschickt und dort weiter bearbeitet. Mit diesem Erfassungssystem ist die Anerkennungsstelle Hannover der LWK Niedersachsen führend im Bereich des Bundesgebietes.

Zur Feldbesichtigung der einzelnen Fruchtarten können wir auf einen erfahrenen und flexibel einsetzbaren Anerkennerstamm zurückgreifen. Für diese langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden dieses Jahr vier Personen im Rahmen des Lehrgangs in Suderburg geehrt. Dabei wurde Herr Hans-Herbert Japp für 50 Jahre Dienst im Rahmen der Saatenanerkennung mit der goldenen Plakette des Landes Niedersachsen augezeichnet.

 

(v.l. Bezirksstellenleiter Dr. Jürgen Grocholl; Heinrich Meyer (45 Jahre Saatenanerkennung); Hans-Herbert Japp (50 Jahre Saatenanerkennung, golden Plakette des Landes Niedersachsen für besondere Verdienste im Pflanzenbau); Hermann Worthmann (40 Jahre, Saatenanerkennung, silberne Plakette des Landes Niedersachsen für besondere Verdienste im Pflanzenbau); Herbert Kuhls (45 Jahre Saatenanerkennung); Jens Knieke, (Mitarbeiter der Bezirksstelle Uelzen).

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn wir bei Ihnen Interesse für diese Arbeit mit und in der Natur geweckt haben sollten, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir sind immer auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs. Ansprechpartner an der Bezirksstelle in Uelzen ist Herr Knieke, Tel. 0581-8073-118 oder per E-Mail.

 Weitere Informationen zur Saatenanerkennung erhalten Sie mit diesem Link.


Kontakt:
Jens Knieke
Berater Pflanzenbau, Saatenanerkennung
Telefon: 0581 8073-118
Telefax: 0581 8073-159
E-Mail:


Stand: 13.06.2016