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Nutzung einer Zwischenfrucht durch Beweidung

Damit die Absicht einer Beweidung z.B. durch Schafe eine Zwischenfrucht zu einer Futterzwischenfrucht macht, die eine entsprechend hohe Düngung, auch im roten Gebiet, legitimiert, muss eine intensive Beweidung erfolgen die kaum Weidereste hinterlässt. Was das bedeutet erfahren Sie in diesem Artikel.

In roten Gebieten dürfen Zwischenfrüchte ohne Futternutzung nicht gedüngt werden. In aller Regel ist mit Nutzung eine maschinelle Ernte verbunden. Jedoch kann auch eine intensive Beweidung, bei der nur sehr geringe Weidereste verbleiben, einer Nutzung gleichgestellt werden, so dass dann eine Düngung zulässig wäre.

Dazu muss der Aufwuchs innerhalb 1-2 Wochen vollständig abgegrast werden. Bei einer Beweidung mit Schafen ist dazu eine Besatzdichte von ca. 200 Schafen je ha erforderlich. Der durch die Schafe zurückgelassene Kot und Harn muss bei der Düngebedarfsermittlung für die Zwischenfrüchte nicht berücksichtigt werden.

Die Beweidung muss dokumentiert werden. Dazu genügt in der Schlagkartei der betreffenden Fläche der Aufschrieb von Anzahl, Tierart und Weidetagen. Zum Beispiel 300 Schafe, 12 Tage.

Diese 300 Schafe haben keinen Einfluss auf die schlagbezogene 170 N-Grenze! Bei der schlagbezogenen 170 N-Grenze zählt nur der aktiv ausgebrachte org. Dünger, (Gülle, Mist, Gärrest, Kompost etc ). Die Weidetiere auf dem Schlag müssen nicht in kg N umgerechnet werden!

Allerdings: Diese 300 Schafe, die ja quasi in Pension genommen wurden, beeinflussen die gesamtbetriebliche 170 N-Grenze und die Tiere müssen auf einen Jahresdurchschnittsbestand umgerechnet werden: 300 Tiere für 12/365 Tage = 10 Schafe die in der gesamtbetrieblichen 170er-Berechnung des Landwirts auftauchen müssen. Der Schäfer kann diese 10 Schafe bei seiner Berechnung weglassen.


Kontakt:
Düngebehörde
Telefon: 0441 801-750
Telefax: 0441 801-440
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Stand: 14.10.2021