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Nmin-Richtwerte zur Vorplanung der N-Düngebedarfsermittlung (2022)

5-jährige Durchschnittswerte der Nmin-Richtwerte zur Vorplanung der Düngebedarfsermittlung (2017 – 2021)

Gemäß Düngeverordnung muss vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor der Düngebedarf ermittelt und dokumentiert werden.

Ein wesentlicher Bestandteil zu Ermittlung des N-Düngebedarfs ist der im Boden verfügbare mineralische Stickstoff (Nmin). Bis die aktuellen Nmin-Werte im kommenden Frühjahr zu Vegetationsbeginn vorliegen (eigene Untersuchungen oder Richtwerte der LWK), besteht die Möglichkeit zum Zweck der Vorplanung mit den von der Düngebehörde veröffentlichten fünfjährigen Mittelwerten die N-Düngebedarfsermittlung zu erstellen. Hierfür können die im Anhang bereitgestellten Nmin-Richtwerte verwendet werden. Diese wurden für den kommenden Planungszeitraum 2022 aktualisiert. Die Richtwerte zur Vorplanung werden aus den jährlich veröffentlichten Nmin-Richtwerten der letzten fünf Jahre berechnet.

Für die endgültige N-Düngebedarfsermittlung, die dann zur Dokumentation vorliegen muss, sind die jeweils aktuellen Nmin-Werte zu verwenden, wenn diese mehr als 10 kg N/ha vom Richt-Mittelwert abweichen. Liegt der aktuelle Nmin-Wert zum Zeitpunkt der Düngung noch nicht vor, so ist die Düngung so zu bemessen, dass der aktuelle Nmin-Wert nachträglich entsprechend berücksichtigt werden kann, ohne dass der N-Düngebedarf überschritten wird.

 

Hinweise zur Beachtung:

Ab dem Frühjahr 2020 wurde für die Nmin-Werte zu Sommerungen eine neue Darstellungsweise gewählt. Daher können die Richtwerte für die Vorplanung der Sommerungen nur im zweijährigen Durchschnitt ausgewiesen werden.

Ferner wurden bei den Winterungen die Fruchtartengruppen Winterweizen mit Blattvorfrucht und Rübenweizen zusammengefasst. Als Blattvorfrüchte gelten Ackergras, mehrschnittiges Feldfutter, Winterraps, Mais, Zuckerrübe, Kartoffel, Leguminosen und Gemüse sowie mehrjährigen Brachen.

 

Rote Gebiete:

In den Roten Gebieten muss der Nmin-Wert auf dem Schlag bzw. der Bewirtschaftungseinheit durch Beprobung ermittelt werden. Der Nmin-Richtwert kann nicht verwendet werden. Eine Vorplanung anhand der im Anhang veröffentlichten Nmin-Richtwerte ist möglich. Liegt der aktuelle Nmin-Wert zum Zeitpunkt der Düngung noch nicht vor, ist die Düngung so zu bemessen, dass der tatsächlich festgestellte Nmin-Wert nachträglich entsprechend berücksichtigt werden kann, ohne dass der N-Düngebedarf überschritten wird.

Weitere Hinweise zur Frühjahrs-Nmin-Beprobung finden Sie im Artikel „Frühjahrs-Nmin-Beprobung in Roten Gebieten – Ausführungshinweise.


Kontakt:
Düngebehörde
Telefon: 0441/801-750
Telefax: 0441 801-440
E-Mail:


Stand: 02.08.2021



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