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Rote und gelbe Gebiete in Niedersachsen - welches Portal liefert welche Informationen?

Seit der Ausweisung der nitratbelasteten (roten) und eutrophierten (gelben) Gebiete in Niedersachsen, treten vermehrt Fragen zur Betroffenheit der Flächen auf. Wir möchten Sie mit dem unten stehenden Artikel über das informieren, was aktuell auf dem LEA-Portal und dem NIBIS-Kartenserver einsehbar ist. Zudem haben wir Ihnen jeweils einen Handzettel und ein eine kurze Hilfestellung erstellt, damit Sie an die für Sie relevanten Informationen gelangen können.


LEA-Portal

Welche Informationen finde ich hier?

  • Abgrenzung der mit Nitrat belasteten (rote) und eutrophierten (gelbe) Gebiete

Die Abgrenzung der roten und gelben Gebiete erfolgt nach Maßgabe der seit Anfang Mai 2021 rechtkräftigen Landesdüngeverordnung (NDüngGewNPVO). Die genauen Gebietsabgrenzungen und die betriebliche Betroffenheit können Sie im LEA-Portal einsehen. Zur Einsicht dieser Informationen, folgen Sie der Anleitung LEA-Portal Handzettel (s. Anlage unten).

  • Grundlagendaten zum Ausweisungsmessnetz und zur Immissionskulisse

Die Kriterien der Grundwassermessstellen zur Ausweisung der roten und gelben Gebiete sowie das Vorgehen zur immissionsbasierten Abgrenzung der Gebiete sind in der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ausweisung von mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebieten (AVV Gebietsausweisung – AVV GeA) beschrieben. Im LEA-Portal kann sowohl der betroffene Grundwasserkörper, die Grundwassermessstelle des Ausweisungsmessnetzes sowie die Immissionskulisse angezeigt werden. Zudem ist für jede Messstelle auch ein Nitrat-Trend ausgewiesen und die Mittelwerte der Jahresmaxima dargestellt. Zur Einsicht dieser Informationen, folgen Sie der Anleitung LEA-Portal Handzettel (s. Anlage unten).

 

Die Veröffentlichung und Verantwortung des LEA-Portals unterliegt dem Servicezentrum Landentwicklung und Agrarförderung. 


NIBIS-Kartenserver

Welche Informationen finde ich hier?

  • Stickstoff-Flächenbilanzsaldo (Median) auf Feldblockebene

Der Stickstoff-Flächenbilanzsaldo beschreibt im allgemeinen das Verhältnis von Zu- und Abfuhr von Stickstoff auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche. Er wird auf Gemeindeebene in kg N/ha berechnet und bildet eine Grundlage für die Ermittlung der potenziellen Nitratkonzentration im Sickerwasser. Zur Berechnung des Bilanzsaldos sind vor allem Tierzahlen und die auf den landwirtschaftlichen Flächen angebauten Kulturen von Bedeutung. Die Daten stammen aus der Statistik der Agrarstrukturerhebung und der Landwirtschaftszählung, die mehrjährig durch das Landesamt für Statistik durchgeführt wird. Eine Landwirtschaftszählung erfolgte zuletzt im Jahr 2016. Den Daten liegt das Betriebssitzprinzip zugrunde, d.h. alle Tiere, Flächen etc. des jeweiligen Betriebs werden in der Gemeinde erfasst, in der sich der Betriebssitz befindet. Die Stickstoff-Flächenbilanzsalden auf Gemeindeebene werden gleichmäßig auf die Feldblöcke der jeweiligen Gemeinde übertragen.

  • Sickerwasser (Median) auf Feldblockebene

Die Ermittlung der Sickerwasserrate erfolgt mit Hilfe des Wasserhaushaltsmodells mGROWA (Version 2018). Sie ergibt sich aus der Differenz des langjährigen Niederschlags und der Verdunstung der Periode 1981 bis 2010. Die Angabe der jährlichen mittleren Sickerwasserrate erfolgt in mm auf Basis der Bodenübersichtskarte Niedersachsen (BÜK 50).

  • Potenzielle Nitratkonzentration (Median) auf Feldblockebene

Die potenzielle Nitratkonzentration im Sickerwasser errechnet sich aus dem N-Austrag und der Sickerwassermenge für einen Standort. Sie beschreibt den möglichen Stickstoffeintrag in das Sickerwasser. Die Berechnung der potenziellen Nitratkonzentration [mg NO3/l] erfolgt getrennt für Ackerland und Grünland. Eingangsdaten sind der N-Flächenbilanzsaldo, die N-Deposition, die Denitrifikation und die Sickerwasserrate. Die berechnete potenzielle Nitratkonzentration gilt für den Bereich von der Bodenoberfläche bis etwa 2 m Tiefe.

  • Deposition (Median) auf Feldblockebene

Als Stickstoffdeposition wird der Eintrag von Stickstoffverbindungen aus der Luft in Ökosysteme beschrieben. Diese kann z.B. über den Niederschlag erfolgen. Die Daten zur Deposition stammen aus dem UBA-Forschungsprojekt PINETI-3. Für die Grünland-Feldblöcke wurde die Grünland-Deposition und für alle anderen Feldblöcke die Acker-Deposition übertragen.

  • Denitrifikation (Median) auf Feldblockebene

Als Denitrifikation wird die Umwandlung von Nitrat (NO3) zu molekularem Stickstoff durch mikrobielle Umsetzungsprozesse im Boden bezeichnet. Der Median bezeichnet den Wert, der die Mitte einer Datenverteilung bildet.

Zur Einsicht der Informationen auf dem NIBIS-Kartenserver, folgen Sie der Anleitung NIBIS-Kartenserver Handzettel (s. Anlage unten).

 

Die Veröffentlichung und Verantwortung des NIBIS-Kartenservers unterliegt dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie.


Wie komme ich zu den Informationen?

Zur besseren Übersicht haben wir Ihnen auf einem Handzettel jeweils für das LEA-Portal und den NIBIS-Kartenserver die wesentlichen Punkte beschrieben, wie sie zu den o.g.  Informationen gelangen. Zudem haben wir als weitere Hilfestellung die wesentlichen Übersichten als „Bildschirmfotos“ in einer pdf-Datei zusammengestellt.


Kontakt:
ZALD
Zentrale Ansprechstelle Landesdüngeverordnung
Telefon: 0441 801-444
Telefax: 0441 801-440
E-Mail:


Stand: 11.08.2021



PDF: 36035 - 2830.71972656 KB   NIBIS-Kartenserver Hilfestellung   - 2831 KB  
PDF: 36034 - 572.401367188 KB   NIBIS-Kartenserver Handzettel   - 572 KB  
PDF: 36033 - 5447.796875 KB   LEA-Portal Hilfestellung   - 5448 KB  
PDF: 36032 - 468.29296875 KB   LEA-Portal Handzettel   - 468 KB