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Förderung von Wirtschaftsdüngerlagerstätten (WDL)

Zur Förderung des Baus von Wirtschaftsdüngerlagerstätten stellt das Land Niedersachen 10 Mio. Euro zur Verfügung.

Laut Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz läuft die Antragsfrist vom 11. bis 27. Juni 2019. Die Richtlinie befindet sich derzeit im sogenannten Beteiligungsverfahren, kann also noch nicht veröffentlich werden. Förderfähig sind separate Baukörper zur Lagerung von Gülle, Jauche oder Festmist sowie die erforderlichen Nebenbestandteile und Nebenkosten. Lagerkapazitäten, die zum  Zeitpunkt der Antragstellung bereits gesetzlich vorgeschrieben sind, können nicht gefördert werden. Sofern die neue Lagerstätte auch zur Einhaltung der gesetzlichen Mindestlagerkapazität notwendig ist, werden die förderfähigen Kosten anteilig auf die darüberhinausgehende Kapazität berechnet. Auf max. 200.000,- Euro förderfähige Kosten (mindestens 25.000,- Euro) wird ein Fördersatz von 35% bzw. bei Junglandwirten 40% gewährt. Die Fördermittel werden als nicht zurückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Folgende Antragsvoraussetzungen sind zu erwarten:

  • Antragsberechtigt sind landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen, die Einkünfte gemäß § 13 EStG aus Land- und Forstwirtschaft erzielen und die in § 1 Abs. 2 ALG genannte Mindestgröße (8 ha LF) erreichen. Betriebe mit gewerblicher Tierhaltung und Biogasanlagen sind somit nicht förderfähig.
  • Es wird eine Prosperitätsgrenze (Summe der positiven Einkünfte; 150.000 Euro bzw. bei Ledigen 120.000 Euro) angewendet. Der Nachweis erfolgt anhand der drei letzten vorliegenden Einkommenssteuerbescheide.
     
  • Zur Antragstellung muss die Baugenehmigung bzw. der Bauantrag vorgelegt werden. Liegt die Baugenehmigung zur Antragstellung noch nicht vor, kann sie nachgereicht werden. Die Bewilligung erfolgt erst nach Vorlage der Baugenehmigung, muss aber in 2019 erfolgen.
     
  • Die voraussichtlichen Investitionskosten sind über Angebote oder eine Kostenschätzung eines Architekten nachzuweisen.
     
  • Betriebe mit mehr als 2,0 GV/ha können nur gefördert werden, wenn die Verbringung der darüberhinausgehenden Mengen auf Grundlage von Abnahmeverträgen gewährleistet ist. Beteiligungen an weiteren Tierhaltungsunternehmen werden bei der GV-Grenze nicht angerechnet.
  • Bei viehaltenden Betrieben ist die gemäß Düngeverordnung in 2019 vorgeschriebene Mindestlagerkapazität von 6 Monaten bei Gülle und Jauche und einem Monat bei Festmist nicht förderfähig. Weiterhin ist eine Lagerkapazität von mehr als 12 Monaten nicht förderfähig. Im Downloadbereich finden Sie ein entsprechendes Excel-Arbeitsblatt, um den förderfähigen Anteil zu berechnen.
  • Gülle des Antragstellers darf auch nach Verarbeitung in einer Biogasanlage (dann als Gärsubstrat) in geförderten Güllebehältern eingelagert werden. In geförderten Lagerstätten als Düngerlager können auch Gärrückstände gelagert werden, sofern diese nicht aus reinen NawaRo-Anlagen oder Koferment-Anlagen stammen. Der Behälter darf nicht als Nachweis für ausreichende Lagerkapazität bei einer Biogasanlage dienen.
  • Bei Investitionen in Düngerlager von Ackerbaubetrieben ist maximal ein Volumen von 25 m³/ha förderfähig. Für Wirtschaftsdünger, die nicht aus eigener Tierhaltung stammen, müssen Abnahmeverträge vorliegen. Flächenstarke Betriebe mit Tierhaltung können das max. Volumen ebenfalls mit 25 m³/ha berechnen, sofern sie entsprechend Gülle als Dünger aufnehmen.
  • Maßnahmen, die bereits begonnen sind, sind von der Förderung ausgeschlossen.
     
  • Die Vorhaben müssen bis spätestens 01.11.2020 abgerechnet werden.
  • Der Fördergegenstand muss ab Vorlage des Verwendungsnachweises fünf Jahre lang vom Antragsteller dem Zweck entsprechend genutzt werden.

Sollten die Fördermittel nicht ausreichen, wird ein Ranking durchgeführt. Die zu fördernden Vorhaben sollen nach dem Tierbesatz der Betriebe, beginnend mit 0 GV/ha und aufsteigend, ausgewählt werden.

Sobald die endgültigen Förderungsvoraussetzungen sowie die entsprechenden Antragsunterlagen vorliegen, können Sie diese hier abrufen.


Kontakt:
Angela Künnemann
Leiterin Sachgebiet Zentrale Bewilligungsstelle Agrarinvestitionen, Innovation und Tierwohl
Telefon: 0441 801-330
Telefax: 0441 801-205
E-Mail:
Harald Harms
Agrarinvestitionsförderung / EIP / Wirtschaftsdüngerlagerstätten
Telefon: 0441 801-409
Telefax: 0441 801-205
E-Mail:


Stand: 21.05.2019