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Förderung "Mehrjähriger Wildpflanzenanbau"

Im Zuge der Maßnahme „Mehrjähriger Wildpflanzenanbau“ wird die Anlage und Pflege von Ackerflächen mit mehrjährigen Blühflächen als De-minimis-Beihilfe gefördert.

Vorgesehen ist eine 3-jährige Nutzung der entsprechenden Pflanzen. Ziel ist die Entwicklung einer ökologisch wertvollen und gleichzeitig ökonomisch tragbaren Ergänzung zum Anbau von konventionellen Energiepflanzen.

Die Zuwendung beträgt jährlich 500 EUR/ha, bei einer maximal förderfähigen Fläche von 10 ha je Betriebsinhaberin oder Betriebsinhaber (Mindestfläche 1 ha). Es sind nur Flächen mit Neuansaat förderfähig. Bestandsflächen sind von der Förderung ausgeschlossen. Die maximal förderfähige Fläche in Niedersachsen beträgt 2.000 ha.

Der Verpflichtungszeitraum beginnt mit dem Jahr der Aussaat und beträgt 3 Jahre. Auf den beantragten Ackerflächen sind mehrjährige Blühflächen anzulegen. Die Saatgutmischung muss 15 Pflanzenarten aus einer vorgegebenen Liste enthalten und ist ausschließlich aus zertifizierten und gebietsspezifischem Regio-Saatgut zusammenzustellen. Die Hersteller des Saatgutes müssen entweder über das VWW Regiosaaten-Zertifikat oder über das RegioZert-Zertifikat verfügen.
 

Folgende Pflanzenarten sind zugelassen:

-           Alant

-           Beifuß

-           Eibisch

-           Esparsette

-           Färberkamille

-           Färber Wau

-           Fenchel

-           Futtermalve

-           gelber Steinklee

-           Königskerze

-           Luzerne

-           Natternkopf

-           Rainfarn

-           Rosenmalve

-           rote Lichtnelke

-           Schwarze Flockenblume

-           Sojaschrot / Mischungsmaterial für Aussaat

-           Wegwarte

-           Weißer Steinklee

-           Wilde Möhre

-           Wilde Karde

-           Wilde Malve


Mit Ausnahme des Aussaatjahres ist eine N-Düngung im Frühjahr (bis spätestens zum 15.06.) bis max. 150 kg Gesamt N (incl. Nmin) zugelassen. Ein Einsatz von organischem Dünger (Gülle/Gärrest) ist zugelassen.

Der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel ist untersagt. Ausnahme hiervon ist die einmalige Durchführung einer Maßnahme zur Bekämpfung von Gräsern im Aussaatjahr oder im darauffolgenden Frühjahr. Zudem ist ausnahmsweise ein Pflegeschnitt bei starkem Auftreten von Ackerbegleitkulturen (Problemkräuter) durch hohes Abschlegeln zulässig. Bewässerungsmaßnahmen sind untersagt.

Es ist ein Nachweis zu erbringen, dass die Ernte in einer Biogasanlage verwertet werden kann. Dazu ist dem Auszahlungsantrag eine entsprechende schriftliche Vereinbarung vorzulegen. Eine Ernte ist jeweils jährlich durchzuführen (außer im Aussaatjahr). Es kann ein Teilstreifen (max. 10% des Schlages) stehengelassen werden. Sofern witterungsbedingt keine Ernte möglich ist, kann eine Ausnahme von der Ernteverpflichtung zugelassen werden (anzeigepflichtig). Gleiches gilt in Fällen höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände.

Der Antrag auf Gewährung einer Zuwendung ist jährlich bis zum 30.11. des Jahres zu stellen, das der geplanten Aussaat vorausgeht. Abweichend davon ist im Jahr 2021 der Antrag bis zum 15.07.2021 zu stellen. Die Auszahlung der Zuwendung wird unter Vorlage des Auszahlungsantrags bis zum 30.09. eines jeden Kalenderjahres beantragt.

Die Antragsunterlagen werden aktuell erarbeitet und in Kürze auf dieser Seite bereitgestellt.


Kontakt:
Thomas Lihl
Leiter Fachbereich Direktzahlungen
Telefon: 0511 3665-1348
Telefax: 0511 3665-1506
E-Mail:
Aline Barnkothe
Agrarumweltmaßnahmen
Telefon: 0511 3665-1212
Telefax: 0511 3665-1506
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Stand: 26.05.2021