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Fernsehteam begleitet LWK-Experten bei "Detektivarbeit"

Dr. Karsten Mohr ermittelt die in der Luft enthaltenen Schadstoffe anhand von Moos-Analysen. 2005 verzeichneten die Forscher eine enorme Chrombelastung der norddeutschen Moose.

Oldenburg - Bei seiner „Detektivarbeit“ ist kürzlich Dr. Karsten Mohr, Umweltschutzexperte bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, von einem Fernsehteam begleitet worden: Für den arte-Beitrag „Xenius: Moos – So können wir seine Superkräfte nutzen“ hat er seine Arbeiten mit Moosen als Luftschadstoff-Messgeräte vorgestellt.

Moose ernähren sich anders als andere Pflanzen nämlich nicht über den Boden, sondern erhalten ihre Nährstoffe aus der Luft. Dabei nehmen sie auch die dort enthaltenen Schadstoffe auf. Um zu erfahren, wie stark die Luft belastet ist, hat Karsten Mohr Moosproben in einem Moor in der Nähe von Oldenburg gesammelt, wie in dem Fernsehbeitrag zu sehen ist.

Die Forscher interessieren sich für die giftigen Schwermetalle wie Blei, Kupfer oder Chrom. Nur der grüne bis leicht bräunliche Teil der Moose ist für die Analyse relevant; an diesem Teil spiegelt sich ein Zeitraum von etwa zwei bis drei Jahren wider. Das Moos wird getrocknet, zu Pulver zermahlen und anschließend auf eine Vielzahl von Schadstoffen chemisch analysiert.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Winfried Schröder von der Universität Vechta hat Karsten Mohr dann die Ergebnisse interpretiert. Zwar ist die Schwermetallbelastung seit Beginn der Versuche 1990 stark zurückgegangen; 2005 verzeichneten die Forscher aber plötzlich eine enorme Chrombelastung der norddeutschen Moose. Winfried Schröder vermutet den Grund dafür in russischen Stahlwerken. Inzwischen seien die Werte aber wieder im grünen Bereich.

Den gesamten Xenius-Beitrag sehen Sie hier.


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Stand: 05.03.2020