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Pflanzensamen unbekannter Herkunft: Pflanzenschutzamt warnt vor Aussaat

Laut Julius Kühn-Institut werden aktuell Päckchen aus Asien mit unbekannten Pflanzensamen verschickt. Das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen rät zur Entsorgung über den Restmüll.

Oldenburg - Das Julius Kühn-Institut (JKI) warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor Päckchen mit Pflanzensamen, die derzeit weltweit Menschen von einem anonymen, vermutlich asiatischen Absender zugeschickt bekämen. Auch in Deutschland soll es Betroffene geben. 

Obgleich in Niedersachsen bislang keine derartigen Meldungen bekannt sind: „Wir raten dringend davon ab, eine Aussaat vorzunehmen, wenn die Herkunft der Samen ungeklärt ist“, sagt Dr. Carolin von Kröcher, Leiterin des Pflanzenschutzamts der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Samen sollten über den Restmüll entsorgt werden.

Laut JKI sei es wahrscheinlich, dass die phytosanitären Anforderungen nicht beachtet worden seien. Zumal auch nicht angegeben sei, um welche Pflanze es sich handelt. So könnte es sich um nichtheimische invasive Pflanzenarten beziehungsweise Unkräuter handeln. Oder es könnten sich am und im Saatgut Krankheitserreger wie Pilze, Bakterien oder Viren befinden, deren Einschleppung unbedingt verhindert werden sollte.

Das JKI klärt in diesem kurzen Video über die potenziellen Gefahren auf, die von im Internet gekauften Pflanzen ausgehen können:


 


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Stand: 20.08.2020