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Herdenschutz: Zaunbau und Zaunmaterial zum Anfassen

Dauerausstellung im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen errichtet – Seminare für Nutztierhalter*innen und Auszubildende geplant

Echem – Wie Nutztierhalter*innen ihre Tiere bestmöglich vor Wolfsübergriffen schützen können, ist künftig im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Echem im Kreis Lüneburg detailliert zu sehen und zu lernen. 

Vor einem Jahr hat die LWK im Auftrag des Umweltministeriums die Aufgabe der Herdenschutzberatung übernommen. Nun wurde auf dem Außengelände des LBZ ein weiteres wichtiges Beratungselement fertiggestellt: eine Dauerausstellung für fachgerechten Zaunbau und wolfsabweisenden Herdenschutz.

Stationäre Festzäune und mobile Varianten 

„Acht Zaunreihen repräsentieren für die Weidetierarten Schaf, Ziege, Gehegewild, Rind und Pferde mechanisch abweisende sowie auch elektrifizierbare Zaunabschnitte“, erläutert Elke Steinbach, bei der LWK Koordinatorin für Herdenschutz. „Gezeigt werden stationäre Festzäune wie auch mobile Varianten als Netz- oder Litzenzaun.“ 

Alle errichteten Zaunabschnitte und Weidetore entsprechen den Vorgaben der Richtlinie Wolf. Gemäß dieser Richtlinie können alle Halter*innen kleiner Wiederkäuer und auch von Wolfsübergriffen betroffene Rinder- und Pferdehalter*innen Fördermittel als Präventivmaßnahme zur Errichtung einer wolfsabweisenden Einzäunung beantragen.

Tierhalter*innen oft noch unsicher bei Material und Aufbau

Wo bisher eine ausbruchsichere Einzäunung reichte, muss jetzt zusätzlich der wolfsabweisende Charakter eines Zaunes hergestellt werden. „Hinsichtlich Material und Aufbau wolfsabweisender Zäune gibt es auf Seiten der Weidetierhalter*innen viele Unsicherheiten und Fragen“, sagt Steinbach. „Unsere Ausstellung verschiedener Zaunvarianten für unterschiedliche Tiere dient dazu, diese Wissenslücken zu schließen und verschiedene Möglichkeiten der Aufrüstung bestehender Zäune oder Errichtung neuer Zäune aufzuzeigen.“ 

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet das Themenfeld Erdung und Elektrifizierung von Elektrozäunen. Hierzu wird es im LBZ künftig Führungen und Seminare geben, die viele Fragestellungen rund um den wolfsabweisenden Herdenschutz abdecken. 

Erweiterung des LBZ-Seminarangebots

„Wir freuen uns über die neue Demonstrations-Zaunanlage zum Herdenschutz, da sie unser Seminarangebot rund um die Weidetierhaltung komplementiert“, betont LBZ-Geschäftsführerin Martina Weber. „Wir sind nun in der Lage, unseren Lehrgangsteilnehmer*innen den Herdenschutz praktisch und im Detail zu zeigen.“ 

Bei Fragen rund um wolfsabweisende Zäune steht Herdenschutz-Expertin Steinbach telefonisch unter 0441 801 639 oder per Mail unter elke.steinbach@lwk-niedersachsen.de für die Einzel- oder Gruppenberatung zur Verfügung.

Besichtigung nach Anmeldung möglich

Schon jetzt ist die Anlage sehenswert. Sie wird in Kürze noch um eine informative Beschilderung ergänzt. Wer einen Besichtigungstermin vereinbaren möchte, wendet sich dazu an das LBZ (Telefon 04139 698 0, Mail: lbz-echem@lwk-niedersachsen.de).

Informationen zum Antrag auf Präventionsmaßnahmen finden Tierhalter*innen auf der Internetseite der LWK unter dem Webcode 01036223, die Fachleute für Förderung sind per Telefon unter 0511 3665 1209 sowie per Mail unter richtlinie-wolf@lwk-niedersachsen.de erreichbar.


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Elke Steinbach
Beraterin Tierproduktion, Koordinatorin Herdenschutz, Fachberatung Verband niedersächsischer Ziegenzüchter e. V.
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Stand: 05.05.2021