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Infektionsschutz: Gut vorbereitet zum Impftermin

Corona-Pandemie: Landwirt*innen gehören zur Priorisierungsgruppe 3 – Als Bescheinigung zur Impfberechtigung gelten staatliche beziehungsweise (sozial-)versicherungsrechtliche Dokumente – Impftermine voraussichtlich von 31. Mai an möglich

+++Update am 07.06.2021: Impfwillige dürfen sich ab sofort unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen das Coronavirus impfen lassen. Mit dem Ende der Priorisierung ist die Vergabe der Impfstoffe an alle Menschen ab zwölf Jahren grundsätzlich möglich. Allerdings wird es wohl den Sommer über dauern, bis für alle genug Impfstoff verfügbar ist. +++

Oldenburg – Sobald Landwirt*innen sowie weitere Personen aus der Ernährungswirtschaft in Niedersachsen berechtigt sind, Termine für Corona-Schutzimpfungen wahrzunehmen, benötigen sie als beruflichen Nachweis keine Extra-Bescheinigung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK). Dies teilte die LWK in Oldenburg mit.

Nach Angaben der niedersächsischen Gesundheitsministerin Daniela Behrens vom 06.05.2021 sollen von 31. Mai an auch Beschäftigte der sogenannten kritischen Infrastruktur, zu der die Landwirtschaft zählt, Impftermine bekommen. Darüber hinaus haben Bund und Länder am 06.05.2021 beschlossen, dass sich künftig alle Erwachsenen in ihrer Arztpraxis mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca impfen lassen können, sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Eine Ähnliche Entscheidung trafen Bund und Länder am 10.05.2021 für den Impfstoff von Johnson&Johnson.

Um die Zugehörigkeit zur sogenannten Priorisierungsgruppe 3 zu belegen, ist laut LWK lediglich ein möglichst aktuelles Dokument der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, ein aktueller Steuerbescheid oder sozialversicherungsrechtliche Dokumente nötig, die eine Person etwa als hauptberufliche/n Landwirt*in ausweisen.

Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität

In der vom Bund festgelegten Impf-Reihenfolge (Priorisierung) sind in der Priorisierungsgruppe 3 unter anderem „Personen in besonders relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, insbesondere in […] [der] Ernährungswirtschaft“ genannt. Auch die Zugehörigkeit zum Technischen Hilfswerk und zur Feuerwehr kann eine Berechtigung zu „Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität“ zur Folge haben. Weitere Hinweise zur Corona-Schutzimpfung und den jeweils berechtigten Personen werden unter anderem auf dem Portal des Landes Niedersachsen gesammelt.

Dokumente erleichtern Ablauf des Impfprozesses

Nach anderen Bundesländern, in denen bereits seit April bei Berechtigten der Gruppe 3 Impfungen möglich sind, werden in Niedersachsen seit 10. Mai Impftermine an Personen der Gruppe 3 vergeben. Zunächst sind Menschen über 60 Jahre, Vorerkrankte und Menschen mit prekären Wohnverhältnissen dran, bevor am Monatsende Beschäftigte der kritischen Infrastruktur an die Reihe kommen sollen. Eine frühzeitige Vorbereitung der nötigen Dokumente erleichtere den Ablauf des Impfprozesses, betonte die LWK.

Die Bundes-Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus regelt unter anderem in § 6 Abs.4 Nr. 2, dass Mitarbeiter*innen von Unternehmen der kritischen Infrastruktur (folglich auch Mitarbeiter*innen landwirtschaftlicher Betriebe) von ihren Arbeitgeber*innen eine Bescheinigung benötigen, die eine Tätigkeit der Impfwilligen in besonders relevanter Position belegt.

Informationen zu möglichen Impfterminen, Berechtigung und den dazu nötigen Unterlagen entnehmen Akteurinnen und Akteure der Ernährungswirtschaft am besten aktiv den aktuellen behördlichen Mitteilungen, etwa bei den örtlichen Impfzentren sowie auf dem Impfportal des Landes Niedersachsen.
 


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Stand: 18.06.2021