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ENNI Datenimport aus Drittprogrammen

Import- und Exportfunktionen erlauben es den ENNI-Anwendern, Daten aus mit Drittprogrammen erstellten Nährstoffvergleichen und Düngebedarfermittlungen in die ENNI Anwendung zu überspielen, sowie umgekehrt Daten aus ENNI in Drittprogramme einzupflegen.

 

Neben ENNI gibt es eine Reihe von EDV-Programmen, mit denen Nährstoff­vergleiche (NV) bzw. Düngebedarfsermittlungen (DBE) erstellt werden können („Drittprogramme“). Damit diese Daten für die Meldung nicht erneut erfasst werden müssen, bietet ENNI als Service für die Betriebsleiter und Berater entsprechende Daten­schnittstellen im XML-Format. Voraussetzung für eine Datenübertragung ist, dass die Softwareanbieter dieser Drittprogramme die Möglichkeit schaffen, dass die Daten in dem für ENNI definierten Format bereitgestellt werden. 

ENNI beinhaltet vier getrennte Schnittstellen zum Datenaustausch mit anderen Programmen.   

  1. Importschnittstelle Nährstoffvergleich (verfügbar seit 27.02.2020)
  2. Importschnittstelle Düngebedarfsermittlung (verfügbar seit 01.04.2020)
  3. Exportschnittstelle Düngebedarfsermittlung (verfügbar)
  4. Exportschnittstelle Nährstoffvergleich (verfügbar)

 

Freischaltung der Importfunktionen in ENNI

Die Freischaltung der o.g. Schnittstellen in ENNI für die Nutzer erfolgte zeitlich gestaffelt.

Am 24.09.2019 wurde ENNI im ersten Schritt für die Nutzer freigeschaltet, die ihre Daten­erfassung und Meldung direkt im Programm vornehmen. Die Schnittstellenbeschreibungen, mit den Vorgaben zu Inhalt und Struktur der Austauschdateien, stehen seit Herbst 2019 für die Softwareanbieter zur Verfügung.

Die Import­funktionen wurden nach erfolgreichem Test am 27.02.2020 (Nährstoffvergleich) und am 01.04.2020 (Düngebedarfsermittlung) freigeschaltet. Anschließend erfolgte jeweils auch die Umsetzung der Export­funktionen in ENNI, mit deren Hilfe in ENNI erfasste Daten zur Nutzung in Drittprogrammen ausgegeben werden können.  

Inwiefern Anbieter von Drittprogrammen Datenaustauschfunktionen anbieten, müssen die Nutzer beim jeweiligen Anbieter in Erfahrung bringen. Hierzu liegt der Düngebehörde kein vollständiger Überblick vor.

 

Hintergründe zur Importfunktion

Bei der händischen Erfassung des NV oder der DBE in ENNI werden die Eingabefelder und deren Inhalte über umfangreiche Funktionen und Plausibilitäten so gesteuert, dass nur vollständige und fachlich richtige Eingaben möglich sind. Damit über den Datenimport keine fehlerhaften Angaben übermittelt werden können, müssen diese Vorgaben für die Importfunktionen von ENNI erneut programmiert werden. Hinzu kommen weitere Funktionen zum Umgang mit fehlerhaften Daten.

Zu beachten ist, dass über die Importschnittstellen ausschließlich die für die Berechnung des Düngebedarfs bzw. des Nährstoffvergleichs benötigten Ausgangsdaten übermittelt werden können. Die Berechnung erfolgt in ENNI mit den dort hinterlegten Algorithmen.

Die Importfunktion steht in ENNI auf Ebene des Einzelbetriebes nur zur Verfügung, wenn sich die DBE bzw. der NV für den Bezugszeitraum noch im Status „unbearbeitet“ befindet. Sollten bereits Daten erfasst worden sein, sind diese vor dem Import zu löschen.  

Nach dem Hochladen der XML-Datei aus dem Drittprogramm vom lokalen PC (und vor der Übernahme nach ENNI) durchlaufen die Daten in ENNI folgende Prüfungen:

  1. Stimmt das XML-Format mit der Schnittstellendefinition überein und wurde das XML-Schema eingehalten?
  2. Sind die Mindestanforderungen bei der Datenbereitstellung eingehalten, das heißt sind alle benötigten Pflichtfelder gefüllt? Zum Beispiel, ein Schlag ohne eindeutige Schlagnummer kann nicht eingelesen werden.
  3. Entsprechen die Stammdatensätze der Schnittstellendefinition und sind diese eindeutig identifizierbar?

 

Teilimport ist möglich

Wenn eine Importdatei die Prüfung durchlaufen hat, wird ggf. ein Negativ-Protokoll als PDF-Dokument ausgegeben. Dieses *.pdf enthält Informationen zu den Datensätzen, die beim Import nicht übernommen wurden. Damit kann der Anwender nachvollziehen, bei welchen Datensätzen Unstimmigkeiten gefunden wurden. Der Anwender kann nun entscheiden, ob er einen „Teilimport“ durchführen und die fehlenden Daten in ENNI nacherfassen oder den Import abbrechen möchte, um die Daten im Ausgangssystem richtig zu stellen.

Weiteres Beispiel für Teilimport: In ENNI können die Angaben zur Aufnahme / Abgabe von Wirtschaftsdünger per Mausklick aus dem Meldeprogramm für Wirtschaftsdünger übernommen werden. Erfolgt die Bereitstellung in der XML ohne diese Angaben, so kann die vorgenannte Funktion in ENNI auch hier genutzt werden.   

 

Eingaberoutinen werden automatisch geprüft

Erfüllt die Import-XML die Grundanforderungen, wird in einem zweiten Schritt die Einhaltung der Eingaberoutinen überprüft. Zum Beispiel können bei der DBE auf einer Ackerbaufläche nicht zwei Hauptfrüchte eingetragen werden. Ein entsprechender Datensatz kann nicht gespeichert und deshalb nicht übernommen werden.

 

Ablauf der Datenübernahme in die ENNI-Datenbank

Der Stand der Daten (NV/DBE), der aus der XML in die ENNI-Datenbank übernommen wurde, wird historisiert. D.h. der Stand bekommt den Status „importiert“ und kann nicht verändert werden. So kann zu einem späteren Zeitpunkt noch nachvollzogen werden, welche Daten bei der Datenübernahme vorlagen und welche nachträglich überarbeitet wurden. Systemseitig wird mit dem Import eine Kopie mit dem Status „in Bearbeitung“ angelegt, so dass eine weitere Bearbeitung bzw. die Meldung ohne weitere Bearbeitungsschritte erfolgen kann. Ab diesem Zeitpunkt gelten die gleichen Regeln wie bei der manuellen Eingabe der Daten und die importierten Datensätze durchlaufen in ENNI die gleichen Prüf- und Berechnungsroutinen.

Detaillierte Beschreibungen des Importvorgangs für den Anwender finden Sie in unseren Kurzanleitungen unter www.meldeprogramm.de .


Kontakt:
ENNI Hotline
Mo. - Do. 8:00-16:00; Fr. 8:00-12:00
Telefon: 0441 801-660
E-Mail:


Stand: 03.04.2020