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Silomais ist auch im nördlichen Niedersachsen bald Erntereif

 

Im Rahmen der Maisreifeprüfung wurde nun letztmalig eine Beprobung unserer 6 Testsorten durchgeführt. Da die Maisbestände auf den schweren Küstenstandorten in ihrer Reifeentwicklung am weitesten zurück sind wurde hierfür wurde nur noch der Standort Wirdum in der ostfriesischen Marsch herangezogen.

 

Die Daten zeigen im Vergleich zur Vorwoche ein gleichmäßiges und normales Fortschreiten der Pflanzenentwicklung. Die Kolben haben im TS-Gehalt um 5 Prozentpunkte zugelegt, die Gesamt-TS-Gehalte sind um ca. 2 % gestiegen.

Auffällig sind in vielen Regionen trotz weiter Kolbenentwicklung vielfach noch sehr grüne und saftige Bestände. Trotzdem kann mit Erreichen der Teigreife, d.h. es spritzt keine „Milch“ mehr aus dem Korn, die Ernte begonnen werden. In der Regel liegen die Kolben-TS-Werte dann im Bereich zwischen 55 und 60 %. Die Daten vom 17.09. vom Standort Wirdum zeigen ebenfalls eine weite Kolbenentwicklung bei relativ niedrigen TS-Werten in der Gesamtpflanze. Frühe Sorten zeigen ein Verhältnis von 52 % zu 28 %, das heißt ab kommender Woche könnte geerntet werden, jedoch würden die Silagen trotz physiologischer Reife nur um die 30 % TS-Gehalt aufweisen. Daher ist durchaus zu überlegen, bei noch sehr frischen Beständen trotz weit entwickelter Kolben die Ernte noch etwas zu verzögern. Der Wetterbericht muss hierbei gut beobachtet werden, da die derzeit guten Erntebedingungen im Zweifelsfall genutzt werden sollten.


Kontakt:
Karl-Gerd Harms
Berater Silo- und Körnermais
Telefon: 0441 801-418
Telefax: 0441 801-432
E-Mail:
Meike Backes
Leiterin Fachbereich Grünland und Futterbau
Telefon: 0511 3665-4453
Telefax: 0511 3665-4508
E-Mail:


Stand: 20.09.2019



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PDF: 32560 - 67.3662109375 KB   Ortsübersicht 5. Termin 2019   - 67 KB